{"id":12637,"date":"2011-08-24T00:00:00","date_gmt":"2011-08-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110824-01n"},"modified":"2011-08-24T00:00:00","modified_gmt":"2011-08-23T22:00:00","slug":"pappeln-mit-neuen-methoden-zuechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pappeln-mit-neuen-methoden-zuechten\/","title":{"rendered":"Pappeln mit neuen Methoden z\u00fcchten"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit dem Ziel, neue Pappelsorten mit besonderer Eignung f\u00fcr den Anbau in Kurzumtriebsplantagen (KUP) mittels Protoplastenfusion (PF) zu entwickeln, starteten drei Partner in diesem Fr\u00fchjahr ein dreij\u00e4hriges FuE-Vorhaben. Bei der PF wird \u00e4hnlich zu der nat\u00fcrlichen Befruchtung die Verschmelzung zellwandfreier Pflanzenzellen (Protoplasten) ausgew\u00e4hlter Linien durch Elektroimpulse oder spezielle Polymere stimuliert. Diese im Bereich der Pappelz\u00fcchtung ganz neue Technik erlaubt die Kombination von Pappelarten, die nur sehr schwer untereinander kreuzbar sind. Wird die PF auf diese Art eingesetzt, z\u00e4hlt sie nicht zur Gentechnik, denn es werden nur Individuen fusioniert, die theoretisch auch in der Natur kombinierbar w\u00e4ren. Die PF erm\u00f6glicht hier z.B. die \u00dcberwindung zeitlicher Barrieren (unterschiedliche Bl\u00fchzeiten der Eltern) oder r\u00e4umlicher Hindernisse (verschiedene Extremstandorte der Kreuzungspartner). Alle bislang erfolgreich gez\u00fcchteten, praxistauglichen PF-Hybriden entstanden auf diesem Weg.<\/b><\/p>\n<p>An dem Vorhaben beteiligt sind das Institut f\u00fcr Forstgenetik des Johann Heinrich von Th\u00fcnen-Instituts (vTI), die Phytowelt Green Technologies GmbH und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA). Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) f\u00f6rdert das Vorhaben \u00fcber die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).<\/p>\n<p>Der wissenschaftliche Beirat f\u00fcr Agrarpolitik beim BMELV bescheinigt der Verwendung von Holzhackschnitzeln zur Energieerzeugung die geringsten CO<sub>2<\/sub>-Vermeidungskosten von allen Bioenergiepfaden. Wald- und Industrierestholz allein k\u00f6nnen die steigende Nachfrage auf Dauer jedoch nicht decken. Eine L\u00f6sung verspricht die Anlage von KUP auf Ackerfl\u00e4chen. Solche Plantagen aus schnell wachsenden Baumarten haben eine sehr gute Energiebilanz und sind \u00f6konomisch und \u00f6kologisch interessant.<\/p>\n<p>Aktuell werden in Deutschland rund 5.000 Hektar KUP angebaut, Tendenz steigend. Die Baumart Pappel hat sich als besonders geeignet f\u00fcr diese Anbauform herausgestellt, bei ihr verspricht eine Sortenoptimierung die besten Ergebnisse. Eine Anpassung ist wichtig, denn bislang kommen Sorten zum Einsatz, die eigentlich f\u00fcr den Anbau im Hochwald gez\u00fcchtet wurden. Die Projektpartner wollen f\u00fcr die Herstellung von geeigneten Pappelklonen nun die somatische Hybridisierung (PF, Zellverschmelzung) einsetzen. Dabei wird durch Neukombinationen von Pappellinien aus den verschiedenen Sektionen die genetische Diversit\u00e4t erh\u00f6ht. Die neu entstandenen Klone sollen dann als Basis f\u00fcr die Z\u00fcchtung von optimierten Energiepappeln dienen. Zuchtziele sind unter anderem eine hohe Biomasseproduktion, ein gutes Jugendwachstum, Resistenzen gegen\u00fcber diversen Krankheitserregern und eine hohe Dichtstandstoleranz.  <\/p>\n<p>Die NW-FVA verf\u00fcgt \u00fcber ein breites Sortiment von Pappel-Linien und Sorten, die schon einige dieser Eigenschaften mitbringen. Die herk\u00f6mmliche Kreuzung zwischen Arten der verschiedenen Sektionen ist jedoch sehr schwierig. Hier bietet die von der Phytowelt entwickelte Methode der somatischen Hybridisierung von Pappel-Protoplasten einen m\u00f6glichen Ausweg. Bislang wird die Protoplastenfusion f\u00fcr Pappeln in Europa nicht angewendet.<\/p>\n<p>Parallel will das vTI molekulare Marker f\u00fcr wichtige Z\u00fcchtungseigenschaften und zur Hybridanalyse entwickeln, um geeignete Klone besser selektieren zu k\u00f6nnen. Diese pr\u00fcft die NW-FVA in in-vitro-Tests im Labor und in Feldversuchen auf ihre Eignung. Schlie\u00dflich wollen die Forscher polyploide Linien entwickeln, da bekannt ist, dass solche Varianten bei Kulturpflanzen in der Regel die Biomasseproduktion steigern.<\/p>\n<p>Informationen zum Projekt finden sich auf <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >www.fnr.de<\/a> im Men\u00fc Projekte &#038; F\u00f6rderung unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&#038;tabelle=fnr_projekte%20%20&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;fkz=22014709&#038;suche=Stichwort%20eingeben%21&#038;suchefkz=22014709&#038;sucheadresse=Namen%20eingeben%21&#038;von=01.04.1992&#038;bis=24.08.2011&#038;zeitraum=formular&#038;minz=0&#038;maxz=1&#038;anzahl=10&#038;zurueck=1\" >22014709<\/a>; <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&#038;tabelle=fnr_projekte%20%20&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;fkz=22004910&#038;suche=Stichwort%20eingeben%21&#038;suchefkz=22004910&#038;sucheadresse=Namen%20eingeben%21&#038;von=01.04.1992&#038;bis=24.08.2011&#038;zeitraum=formular&#038;minz=0&#038;maxz=1&#038;anzahl=10&#038;zurueck=1\" >22004910<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&#038;tabelle=fnr_projekte%20%20&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;fkz=22005010&#038;suche=Stichwort%20eingeben%21&#038;suchefkz=22005010&#038;sucheadresse=Namen%20eingeben%21&#038;von=01.04.1992&#038;bis=24.08.2011&#038;zeitraum=formular&#038;minz=0&#038;maxz=1&#038;anzahl=10&#038;zurueck=1\" >22005010<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Mit dem Ziel, neue Pappelsorten mit besonderer Eignung f&uuml;r den Anbau in Kurzumtriebsplantagen (KUP) mittels Protoplastenfusion (PF) zu entwickeln, starteten drei Partner in diesem Fr&uuml;hjahr<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6286,19232,64,1600,1094],"class_list":["post-12637","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-e-v-fnr","supplier-johann-heinrich-von-thuenen-institut-vti","supplier-nordwestdeutsche-forstliche-versuchsanstalt","supplier-phytowelt-green-technologies-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12637"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12637\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12637"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}