{"id":12631,"date":"2011-09-01T00:00:00","date_gmt":"2011-08-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110902-01n"},"modified":"2011-09-01T00:00:00","modified_gmt":"2011-08-31T22:00:00","slug":"durchwachsene-erntebilanz-extreme-witterung-schmaelert-die-ertraege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/durchwachsene-erntebilanz-extreme-witterung-schmaelert-die-ertraege\/","title":{"rendered":"Durchwachsene Erntebilanz: Extreme Witterung schm\u00e4lert die Ertr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p><b>Widrige Witterungsverh\u00e4ltnisse haben die Ernteertr\u00e4ge der deutschen Landwirte in diesem Jahr zum Teil erheblich gemindert. So wurden in Deutschland insgesamt rund 41 Millionen Tonnen Getreide geerntet.<\/b><\/p>\n<p>Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein R\u00fcckgang von etwa sechs Prozent. Das langj\u00e4hrige Mittel wird noch deutlicher um 9,4 Prozent verfehlt (Durchschnitt 2005 bis 2010: 45,7 Millionen Tonnen). &#8220;In der Landwirtschaft h\u00e4ngt fast alles vom Wetter ab. In diesem Jahr trifft es die Bauern besonders hart. Erst schwierige Aussaatbedingungen im Herbst, dann zu wenig Regen im Fr\u00fchjahr, starke Sp\u00e4tfr\u00f6ste im Mai und starke Regenf\u00e4lle zur Erntezeit haben unseren Landwirten die Arbeit schwer gemacht&#8221;, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Donnerstag in Berlin. So wurde die Ernte an vielen Orten durch den Regen verz\u00f6gert, die Bauern m\u00fcssen Einbu\u00dfen sowohl bei Menge und Qualit\u00e4t hinnehmen. Der durchschnittliche Hektarertrag ging verglichen mit dem vergangenen Jahr um f\u00fcnf Prozent auf 6,36 Tonnen zur\u00fcck. Die Anbaufl\u00e4che dagegen hat sich nur leicht (-1,2 Prozent) auf 6,51 Millionen Hektar verringert.<\/p>\n<p>Die Ernteeinbu\u00dfen fallen dabei regional sehr unterschiedlich aus: Im Norden und Nordosten waren die Ertragseinbu\u00dfen gr\u00f6\u00dfer als in West- und S\u00fcddeutschland. Da die Niederschl\u00e4ge f\u00fcr die fr\u00fch abreifenden Getreidearten zu sp\u00e4t kamen, fiel die Kornausbildung geringer aus. Die wichtigste Getreideart ist der Winterweizen. Davon wurden 22,6 Millionen Tonnen geerntet, das sind 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Schw\u00e4cher fiel die Ernte beim Roggen aus, der zweiten Brotgetreideart. Mit 2,5 Millionen Tonnen wurden fast 15 Prozent weniger geerntet. Sehr unterschiedlich verlief die Entwicklung bei der Gerste: W\u00e4hrend die Erzeugung von Wintergerste erheblich zur\u00fcckging (-21,6 Prozent), konnte sie bei der Sommergerste, die gr\u00f6\u00dftenteils als Braugerste verwendet wird, kr\u00e4ftig gesteigert werden (+18,1 Prozent). Optimale Wachstumsbedingungen hatte der sp\u00e4t ausges\u00e4te K\u00f6rnermais &#8211; entsprechend hohe Ertragserwartungen werden f\u00fcr die Ernte im Herbst erwartet.<\/p>\n<p>Trotz der wechselhaften Witterung konnten \u00fcberwiegend gute Qualit\u00e4ten erzielt werden. Zwar gibt es auch hier regionale Unterschiede, insgesamt ist die Qualit\u00e4t jedoch als zufriedenstellend bis gut zu beurteilen. Neben Weizen stehen auch beim Roggen ausreichende Mengen f\u00fcr die Nahrungsversorgung zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr die Preisbildung sind die internationalen M\u00e4rkte von erheblicher Bedeutung: F\u00fcr die EU-27 geht die Europ\u00e4ische Kommission von einer durchschnittlichen Getreideernte aus (279 Millionen Tonnen). Weltweit d\u00fcrfte die Produktion steigen, der Verbrauch aber auch weiter zunehmen. Ende August lagen die Erzeugerpreise auf hohem Niveau &#8211; etwa 15 bis 30 Prozent \u00fcber den Vorjahrespreisen. Allein der Preis f\u00fcr Brotweizen hat sich verglichen mit dem Vorjahr kaum ver\u00e4ndert. Vor dem Hintergrund der derzeit unsicheren Markteinsch\u00e4tzung ist die Preisfindung noch nicht abgeschlossen. Aufgrund eines Rohstoffanteils von drei bis f\u00fcnf Prozent d\u00fcrften die Verbraucherpreise f\u00fcr Brot und Backwaren davon aber nur geringf\u00fcgig beeinflusst werden.<\/p>\n<p>Anders als f\u00fcr das Getreide stellt sich die Erntesituation beim Winterraps noch ung\u00fcnstiger dar. Neben dem starken Anbaur\u00fcckgang (-9,9 %) infolge zu sp\u00e4ter Aussaatm\u00f6glichkeiten und Auswinterungssch\u00e4den brachen die Hektarertr\u00e4ge um 23,7 Prozent ein. Die Erntemenge von 3,9 Millionen Tonnen liegt sogar um 31,3 % unter dem Vorjahresergebnis; auch das langj\u00e4hrige Mittel wird ebenso deutlich verfehlt. Im Jahr 2009 ernteten die Landwirte als bisherigen Rekord 6,3 Millionen Tonnen. Beim Raps geht der \u00fcberwiegende Teil als Rohstoff in die Gewinnung von Biokraftstoff; hier ist aufgrund der Ernteausf\u00e4lle ein steigender Einfuhrbedarf zu erwarten. Auf dem knapp versorgten Markt heben sich die Preisnotierungen derzeit deutlich von denen des letzten Jahres ab.<\/p>\n<p><i><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Den vollst\u00e4ndigen Erntebericht zum Download finden Sie <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20110902-01\/Ernte2011MengenPreise.pdf\" >hier<\/a> (PDF-Dokument)<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Widrige Witterungsverh&auml;ltnisse haben die Ernteertr&auml;ge der deutschen Landwirte in diesem Jahr zum Teil erheblich gemindert. 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