{"id":12628,"date":"2011-09-08T00:00:00","date_gmt":"2011-09-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110908-05n"},"modified":"2011-09-08T00:00:00","modified_gmt":"2011-09-07T22:00:00","slug":"biomasse-aschen-als-duenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomasse-aschen-als-duenger\/","title":{"rendered":"Biomasse-Aschen als D\u00fcnger"},"content":{"rendered":"<p><b>Drei Jahre lang untersuchten Forscher der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Rostock die D\u00fcngewirkung von Asche aus der Verbrennung von Biomasse. Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) \u00fcber dessen Projekttr\u00e4ger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert.<\/b><\/p>\n<p>Hintergrund ist die Tatsache, dass der Pflanzenn\u00e4hrstoff Phosphor (P) zu den aus \u00f6konomischer Sicht endlichen Ressourcen geh\u00f6rt. Experten gehen davon aus, dass \u00f6konomisch sinnvoll nutzbare P-Lagerst\u00e4tten innerhalb der n\u00e4chsten 100 Jahre ersch\u00f6pft sein k\u00f6nnten. Biomasseaschen enthalten P und andere wertvolle N\u00e4hrstoffe in relevanten Mengen, ihre Nutzung kann dazu beitragen, P-D\u00fcngemittel einzusparen und N\u00e4hrstoffkreisl\u00e4ufe zu realisieren.<\/p>\n<p>In dem Vorhaben wurden Versuche mit Aschen aus der Verbrennung von Stroh, Getreide und Rapsextraktionsschrot im Labor und auf dem Feld in Rostock, Potsdam und Trenthorst \/ Schleswig-Holstein durchgef\u00fchrt. Dabei verbesserten sich auf zwei der drei Versuchsfl\u00e4chen die Ertr\u00e4ge und die P-Aufnahmen der angebauten Fruchtarten. In Rostock verst\u00e4rkte eine Kombination mit Phacelia und Gr\u00fcnroggen als Zwischenfrucht den P-D\u00fcngungseffekt der Aschen. In Potsdam-Bornim brachten mit Strohasche ged\u00fcngte B\u00f6den sogar h\u00f6here Ertr\u00e4ge und P-Aufnahmen als mit Triplesuperphosphat ged\u00fcngte Vergleichsfl\u00e4chen, obwohl \u00fcber die Strohasche weniger P ausgebracht worden war.<\/p>\n<p>Lediglich am 3. Standort in Trenthorst konnte keine positive Auswirkung festgestellt werden, was auf die dort vorhandenen h\u00f6heren pH-Werte und h\u00f6heren P-Gehalte im Boden zur\u00fcck gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Bei den zweij\u00e4hrigen Gef\u00e4\u00dfversuchen im Gew\u00e4chshaus wurde die Wirkung der Aschen in Kombination mit acht verschiedenen Haupt- und Zwischenfr\u00fcchten getestet. Hier zeigte sich, dass die Wirkung  der Aschen auf die P-Verf\u00fcgbarkeit im Boden auch signifikant von der kultivierten Fruchtart beeinflusst wird. Gute Ergebnisse hinsichtlich der P-D\u00fcngungseffekte wurden unter anderem mit der Kombination Strohasche\/Phacelia erzielt.<\/p>\n<p>Grundvoraussetzung f\u00fcr den Einsatz der Aschen ist die Nicht-Belastung mit Schwermetallen. Hier besteht noch Entwicklungsbedarf bei der Verbrennungstechnik und der Ascheaufbereitung. Bevor Biomasseaschen in gr\u00f6\u00dferem Umfang in der Praxis Einzug halten k\u00f6nnen, sind au\u00dferdem bei den Themen Logistik und Ausbringung noch einige Fragen zu l\u00f6sen. Am Ende muss der Asched\u00fcnger preislich mit g\u00e4ngigen P-D\u00fcngern konkurrieren.<\/p>\n<p>Die FNR wird deshalb k\u00fcnftig weitere Vorhaben zum gesamten Themenkomplex \u201aN\u00e4hrstoffrecycling\u2019 f\u00f6rdern. Ein entsprechender F\u00f6rderschwerpunkt &#8220;Untersuchungen zur Humus- und N\u00e4hrstoffwirkung organischer Reststoffe aus Biomassekonversionsanlagen sowie von Energiepflanzenproduktionssystemen&#8221; wurde im Rahmen des Energie- und Klimafonds der Bundesregierung ver\u00f6ffentlicht, zu dem die FNR nach <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/projekte-foerderung\/foerderschwerpunkte\/#c10427\" >wie vor Projektvorschl\u00e4ge einwirbt<\/a>.<\/p>\n<p>Der Abschlussbericht zum Projekt &#8220;Nutzung von Biomasseaschen f\u00fcr die Phosphor-Versorgung im Pflanzenbau&#8221; der Universit\u00e4t Rostock findet sich auf <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >www.fnr.de<\/a> im Men\u00fc Projekte &#038; F\u00f6rderung \u2013 Projekte unter dem F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=948&#038;tabelle=fnr_projekte&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;zeitraum=formular&#038;fkz=22016206&#038;suchefkz=&#038;sucheadresse=&#038;von=01.04.1992&#038;bis=08.09.2011&#038;zeitraum=formular&#038;untertitel=Bioenergie&#038;was=&#038;produktlinie=90&#038;minz=250&#038;maxz=260&#038;zurueck=Stichwort\" >22016206<\/a>.<\/p>\n<p>Informationen zu einem bereits abgeschlossenen Projekt <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&#038;tabelle=fnr_projekte%20%20&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;fkz=22011205&#038;suche=Stichwort%20eingeben!&#038;suchefkz=Nummer%20eingeben!&#038;sucheadresse=dettendorfer&#038;von=01.04.1992&#038;bis=18.08.2011&#038;minz=0&#038;maxz=1&#038;anzahl=10&#038;zeitraum=for\" >Organo-Asche-Presslinge als zukunftsorientiertes D\u00fcngemittel<\/a> stehen bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Drei Jahre lang untersuchten Forscher der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakult&auml;t der Universit&auml;t Rostock die D&uuml;ngewirkung von Asche aus der Verbrennung von Biomasse. 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