{"id":12597,"date":"2011-03-13T00:00:00","date_gmt":"2011-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110313-01n"},"modified":"2011-03-13T00:00:00","modified_gmt":"2011-03-12T22:00:00","slug":"lenzing-schon-jetzt-knnen-wir-nicht-genug-fasern-liefern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/lenzing-schon-jetzt-knnen-wir-nicht-genug-fasern-liefern\/","title":{"rendered":"Lenzing: &#8220;Schon jetzt k&ouml;nnen wir nicht genug Fasern liefern&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Lenzing-Chef Peter Untersperger kommt mit dem Kapazit\u00e4tsausbau kaum nach, um den steigenden Hunger nach Viskose stillen zu k\u00f6nnen. Um den Marktanteil zu halten, m\u00fcsste Lenzing bis 2020 die Kapazit\u00e4ten auf 1,7 Millionen Tonnen ausweiten. Zudem ist der Ausbau kapitalintensiv.<\/b><\/p>\n<p>Der weltweite Bedarf an Zellulosefasern (Baumwolle und Viskose) steigt rasant an, so schnell, dass der Markt nicht Schritt halten kann. Deshalb treibt Lenzing-Vorstandschef Peter Untersperger den Kapazit\u00e4tsausbau massiv voran. &#8220;Bis ins Jahr 2030 wird der weltweite Cellulose Gap gut elf Millionen Tonnen betragen&#8221;, sagt Untersperger in einem Interview mit dem WirtschaftsBlatt. &#8220;Schon jetzt k\u00f6nnen wir unseren Kunden nicht genug Fasern liefern. Wir sind seit acht Monaten ausverkauft&#8221;, f\u00fcgt er an. Lenzing ist Weltmarktf\u00fchrer bei Viskose- und Spezialfasern wie Tencel und Modal, die f\u00fcr Kleidung und Textilien ebenso verwendet werden wie f\u00fcr kosmetische und medizinische Produkte.<\/p>\n<p><b>Zu wenig Kapazit\u00e4ten<\/b><br \/>Schon 2010 \u00fcberstieg die weltweite Nachfrage die Lieferungen an Zellulosefasern um 600.000 Tonnen, bis 2020 wird sich die L\u00fccke auf 5,3 Millionen Tonnen ausweiten, belegt eine Studie von Gherzi, dem f\u00fchrenden Marktforscher in diesem Bereich. In dieser Studie seien die jetzt geplanten Kapazit\u00e4tsausweitungen bereits inkludiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die stark steigende Nachfrage nennt der Firmenchef mehrere Gr\u00fcnde. So seien etwa die Anbaufl\u00e4chen f\u00fcr Baumwolle zur\u00fcckgegangen. &#8220;Besonders China, das heute gr\u00f6\u00dfter Baumwollhersteller ist, hat gut elf Prozent der Baumwollanbaufl\u00e4chen in Nahrungsmittel-Anbaufl\u00e4chen umgewandelt, denn sie m\u00fcssen ihre Leute ern\u00e4hren&#8221;, so Untersperger. Auch die Subventionierung von Biotreibstoffen trage dazu bei. Zudem sei Baumwolle so teuer wie noch nie. Hinzu komme der Trend zu einem st\u00e4rkeren \u00d6kobewusstsein, das eine Abkehr von der Synthetikfaser nach sich ziehe, und schlie\u00dflich wachse mit dem Wohlstand in den Schwellenl\u00e4ndern der Faser- und Textilverbrauch.<\/p>\n<p>F\u00fcr Lenzing bedeutet das \u00fcbervolle Auftragsb\u00fccher. Doch um den Hunger der Kunden nach Viskose-Fasern ann\u00e4hernd stillen zu k\u00f6nnen, muss Lenzing viel Geld f\u00fcr den Ausbau in die Hand nehmen, denn Viskosewerke sind kapitalintensiv. &#8220;Eine neue Linie in Indien kostet heute 200 Millionen Dollar&#8221;, sagt Untersperger. Allein in den n\u00e4chsten vier Jahren investiert Lenzing 1,5 Milliarden \u20ac, um die Produktionskapazit\u00e4t von 710.000 auf eine Million Tonnen auszuweiten. Darin enthalten ist auch der Kauf einer dritten Zellstofffabrik, um den Rohstoff zu 70 Prozent selbst erzeugen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Doch das reicht lange nicht. Die weltweite Produktion von Viskose wird von derzeit 4,2 Millionen Tonnen bis 2020 auf zehn Millionen Tonnen steigen. Lenzing hat derzeit einen Marktanteil von 17 Prozent. &#8220;Wir wollen den Marktanteil zumindest halten, wenn nicht weiter ausbauen&#8221;, so Untersperger. Rechnet man den Marktanteil hoch, muss Lenzing die Kapazit\u00e4ten bis 2020 auf 1,7 Millionen Tonnen ausweiten.<\/p>\n<p>Lenzing-Chef Peter Untersperger erwartet, dass bei Naturfasern die L\u00fccke zwischen Nachfrage und Kapazit\u00e4t gr\u00f6\u00dfer wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Lenzing-Chef Peter Untersperger kommt mit dem Kapazit&auml;tsausbau kaum nach, um den steigenden Hunger nach Viskose stillen zu k&ouml;nnen. 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