{"id":12590,"date":"2011-03-15T00:00:00","date_gmt":"2011-03-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110315-01n"},"modified":"2011-03-15T00:00:00","modified_gmt":"2011-03-14T22:00:00","slug":"update-des-global-organic-textile-standard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/update-des-global-organic-textile-standard\/","title":{"rendered":"Update des Global Organic Textile Standard"},"content":{"rendered":"<p><b><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20110315-01\/preview.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Label\"\/>Die International Working Group on Global Organic Textile Standard (GOTS IWG) hat die Version 3.0 ihres weltweit anerkannten Standards f\u00fcr die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern ver\u00f6ffentlicht. Wichtige \u00c4nderungen sind z.B. ein Verbot von gesundheitsgef\u00e4hrdenden Veredelungsmethoden f\u00fcr die Arbeiter im Produktionsprozess (wie z.B. das Sandstrahlen von Jeans), die Anforderung, dass der zul\u00e4ssige Polyesteranteil in GOTS-zertifizierten Textilen ab 2014 nur noch aus recyceltem Material bestehen darf, und insgesamt eine breitere Einsatzm\u00f6glichkeit von Materialien bei Accessoires. Das generelle Verbot chemischer Ausr\u00fcstungsverfahren wurde insoweit gelockert, dass nun Hilfsmittel zul\u00e4ssig sind, sofern Sie den strengen generellen Toxizit\u00e4tsanforderungen f\u00fcr eingesetzte Chemikalien entsprechen.<\/b><\/p>\n<p>Version 3.0 verlangt au\u00dferdem ein Umweltmanagement, in welchem Energie- und Wasserverbrauch bezogen auf die hergestellte Menge an Textilien dokumentiert und Verfahren zur Reduzierung des Verbrauchs eingef\u00fchrt werden m\u00fcssen, sowie die Einf\u00fchrung eines Managementsystems, um die Einhaltung der Sozialkriterien sicherzustellen. Die Unternehmen haben bis 1. M\u00e4rz 2012 Zeit, um die neuen Kriterien vollst\u00e4ndig umzusetzen.<\/p>\n<p>&#8220;Durch die Neuerungen in Version 3.0 k\u00f6nnen Hersteller von GOTS zertifizierter Bekleidung und Heimtextilien die Anforderungen der Verbraucher in Bezug auf Funktionalit\u00e4t und Mode nun besser zu erf\u00fcllen, m\u00fcssen aber gleichzeitig in wesentlichen Aspekten strengere Kriterien hinsichtlich Arbeitssicherheit und Umweltschutz einhalten\u201d stellt Marcus Bruegel (Bild), Technischer Direktor des GOTS, fest. &#8220;Diese praxisnahen Anforderungen sind so ausgelegt, dass sie auch in der industriellen Gro\u00dfproduktion und damit f\u00fcr Hersteller und H\u00e4ndler auf dem Massenmarkt umgesetzt werden k\u00f6nnen\u201d so Bruegel weiter.<\/p>\n<p>Die neue Version 3.0 ist das Ergebnis eines eingehenden Revisionsprozesses mit umfangreicher Stakeholder-Beteiligung, in dem Organisationen rund um den Globus mit den unterschiedlichsten Expertisen (\u00f6kologische Produktion, Textilverarbeitung, Textilchemie sowie Sozialanforderungen) wertvollen Input leisteten um strenge aber auch \u00fcberpr\u00fcf- und realisierbare Umwelt- und Sozialkriterien \u00fcber die gesamte textile Kette bis hin zum Handel festzulegen.<\/p>\n<p>Der GOTS definiert in seinen Kernbestimmungen weiterhin ein generelles Verbot f\u00fcr den Einsatz von GVO (Gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen) und weiteren gef\u00e4hrlichen Substanzen wie Azofarbstoffen oder Formaldehyd. Die Sozialkriterien orientieren sich an den Kernnormen der IAO (Internationalen Arbeiterorganisation) die u.a. Kinderarbeit verbieten und existenzsichernde L\u00f6hne fordern. In der Nassveredlung ist ein striktes Abwassermanagement obligatorisch. F\u00fcr die Labelstufe &#8220;organic\u201d m\u00fcssen mindesten 95%, f\u00fcr die Labelstufe &#8220;made with organic&#8221; m\u00fcssen 70 % der Fasern aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen.<\/p>\n<p>Die Erfolgsgeschichte des GOTS ist \u00fcberzeugend: Ende 2010 waren bereits rund 1.500 Unternehmen mit insgesamt 2.754 Fertigungsanlagen in 54 L\u00e4ndern mit dem GOTS Naturtextilstandard zertifiziert. Die Top 20 L\u00e4nder nach Anzahl der zertifizierten Betriebe sind in absteigender Reihenfolge: Indien, T\u00fcrkei, China, Pakistan, S\u00fcdkorea, Japan, Deutschland, Italien, Gro\u00dfbritannien, Bangladesch, Frankreich, Hong Kong, Mauritius, Peru, USA, Niederlande, Sri Lanka, Portugal, Griechenland und Belgien. 2010 kamen erstmals Betriebe aus Finnland, Laos, Litauen, Mazedonien, Schweden und Uganda dazu. <\/p>\n<p>Die seit 2010 \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Datenbank z\u00e4hlt schon mehr als 120.000 Suchanfragen. Sie enth\u00e4lt neben ca. 400 F\u00e4rbereien, mehr als 200 Spinnerein, Strickereien und Weberein und dar\u00fcber hinaus 140 Druckereien und Konfektionsbetriebe. Mehr als 700 Unternehmen sind als Exporteure und ca. 50 als Importeure t\u00e4tig. Momentan sind dreizehn unabh\u00e4ngige Zertifizierungsorganisationen f\u00fcr den GOTS zugelassen.<\/p>\n<p>Neben der Datenbank wurde 2010 der GOTS-Informationsfilm gedreht. Dieser dokumentiert die negativen Umwelteinfl\u00fcsse der konventionellen Textilproduktion und zeigt, wie Unternehmen mit Hilfe einer Zertifizierung nach GOTS diese reduzieren und zudem sozialvertr\u00e4glich produzieren k\u00f6nnen. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und sonstigen Institutionen aus dem Textilsektor steht eine limitierte Auflage zur Verf\u00fcgung; einzelne Exemplare k\u00f6nnen hier kostenlos bestellt werden.<\/p>\n<p>Die erste Version des GOTS war 2006 durch die GOTS IWG (International Working Group) ver\u00f6ffentlicht und das GOTS-Label 2008 eingef\u00fchrt worden. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus international f\u00fchrenden Standardorganisationen zusammen: OTA (Organic Trade Association ), USA, IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft ), Deutschland), Soil Association, Gro\u00dfbritannien und JOCA (Japan Organic Cotton Association), Japan.<\/p>\n<p>Ende 2010 ernannte die IWG die ersten Regionalen Repr\u00e4sentanten, die in ihrem jeweiligen nationalen Umfeld, jedoch in weltweiter Abstimmung, die Pr\u00e4senz des GOTS bei Unternehmen und Verbrauchern ausbauen. Bisher sind dies: Yoshiko Ikoma f\u00fcr Japan, Claudia Kersten (Bild) f\u00fcr den deutschsprachigen Raum, Sandra Marquardt f\u00fcr Nordamerika, Christopher Stopes f\u00fcr Gro\u00dfbritannien und Elisabeth Tosti f\u00fcr Skandinavien.<\/p>\n<p>Herbert Ladwig, Koordinator der GOTS International Working Group: &#8220;Der Start der Online-Datenbank mit GOTS-zertifizierten Betrieben, die Ernennung der Regionalen Repr\u00e4sentanten und die Fertigstellung des GOTS-Informationsfilms waren drei wichtige Meilensteine in einem erfolgreichen Jahr 2010. Mit der GOTS-Version 3.0 und der Arbeit unserer Regionalen Repr\u00e4sentanten erwarten wir nochmal erheblichen Zuwachs.\u201d<\/p>\n<p>Die Einzelhandelsums\u00e4tze von Bekleidung und Heimtextilien aus Biobaumwolle beliefen sich 2009 nach Textile Exchange auf gesch\u00e4tzte 3,1 Mrd. Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die International Working Group on Global Organic Textile Standard (GOTS IWG) hat die Version 3.0 ihres weltweit anerkannten Standards f&uuml;r die Verarbeitung von Textilien aus<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[2463],"class_list":["post-12590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-international-working-group-on-global-organic-textile-standard-gots-iwg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12590\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12590"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}