{"id":125892,"date":"2023-04-28T07:23:00","date_gmt":"2023-04-28T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=125892"},"modified":"2023-04-25T11:52:51","modified_gmt":"2023-04-25T09:52:51","slug":"exipnos-will-mit-partnern-anlagen-zur-produktion-des-biokunststoffs-pbs-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/exipnos-will-mit-partnern-anlagen-zur-produktion-des-biokunststoffs-pbs-bauen\/","title":{"rendered":"Exipnos will mit Partnern Anlagen zur Produktion des Biokunststoffs PBS bauen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Im Mitteldeutschen Chemiedreieck soll ein neuer Anlagenbauer f\u00fcr Biokunststoffe entstehen: Der Kunststoffcompoundeur Exipnos und der Anlagenbauer Glacon Technologie planen ein Gemeinschaftsunternehmen, das Produktionsanlagen f\u00fcr den Kunststoff Polybutylen\u00adsuccinat (PBS) entwickelt und baut, sagt Exipnos-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Putsch gegen\u00fcber CHEManager.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"573\" height=\"384\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/04\/Bildschirmfoto-2023-04-25-um-11.43.52.png\" alt=\"Peter Putschs Unternehmen Exipnos stellt in Merseburg Biokunststoffe her.\" class=\"wp-image-125904\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/04\/Bildschirmfoto-2023-04-25-um-11.43.52.png 573w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/04\/Bildschirmfoto-2023-04-25-um-11.43.52-300x201.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/04\/Bildschirmfoto-2023-04-25-um-11.43.52-150x101.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/04\/Bildschirmfoto-2023-04-25-um-11.43.52-400x268.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><figcaption>Peter Putschs Unternehmen Exipnos stellt in Merseburg Biokunststoffe her. \u00a9 Steffen H\u00f6hne<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im Mitteldeutschen Chemiedreieck soll ein neuer Anlagenbauer f\u00fcr Biokunststoffe entstehen: Der Kunststoffcompoundeur Exipnos und der Anlagenbauer Glacon Technologie planen ein Gemeinschaftsunternehmen, das Produktionsanlagen f\u00fcr den Kunststoff Polybutylen\u00adsuccinat (PBS) entwickelt und baut, sagt Exipnos-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Putsch gegen\u00fcber CHEManager. Als Rohstoff f\u00fcr die Anlage soll u.\u2009a. Melasse dienen, ein Reststoff aus der Zuckerindustrie. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAls Kunden f\u00fcr die Anlagen sollen zun\u00e4chst Zucker- und Biokraftstoffhersteller angesprochen werden\u201c, k\u00fcndigt Putsch an. Zu einer Investorenkonferenz am 14.\u00a0Juni in Halle an der Saale sind bereits 50 potenzielle Investoren eingeladen. Exipnos mit Sitz in Merseburg in Sachsen-Anhalt hat sich auf das Compounding von Biokunststoffen spezialisiert. Aktuell bezieht das Unternehmen einen Gro\u00dfteil seiner Biokunststoffrohstoffe noch aus Thailand. Sie werden dort auf Basis von Zuckerrohr hergestellt. Exipnos verarbeitet diese weiter. Sp\u00e4ter werden daraus bspw. Folien oder Becher. Die Besonderheit der Produkte, so Putsch: \u201eDie Biokunststoffe sind vollkommen biologisch abbaubar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren arbeitet Putsch mit dem Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum f\u00fcr Polymersynthese und -verarbeitung \u2013 kurz PAZ \u2013 am Standort Schkopau zusammen, um diese speziellen Kunststoffe auch auf Basis von Pflanzenresten wie Stroh zu produzieren. \u201eVerglichen mit normalen Kunststoffen kosteten unsere Biokunststoffe viermal mehr\u201c, erl\u00e4utert er. Die weltweite Produktion liege bei etwa 20.000\u00a0t\/a. Das sei ein verschwindend kleiner Teil der gesamten Kunststoffproduktion. Putsch ist jedoch davon \u00fcberzeugt, dass sich dies \u00e4ndern wird. Zusammen mit Fraunhofer hat er das Forschungsprojekt \u201eRubio\u201c angesto\u00dfen. 18 Partner, darunter Folienhersteller und Maschinenbauer, arbeiten an der Entwicklung der Produktionstechnik.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Putschs Einsch\u00e4tzung ist das Projekt jetzt reif f\u00fcr die Vermarktung. Nach seinen Vorstellungen soll der erste Kunde die Produktionsanlage als Art Modellprojekt im Mitteldeutschen Chemiedreieck errichten. In der Verbundanlage sollen nacheinander die \u00a0Fermentation der Rohstoffe, die Polymerisation und das Compounding stattfinden. Die Biokunststoffe k\u00f6nnten anschlie\u00dfend direkt zum Endprodukt verarbeitet werden. \u201eDie Produktionskapazit\u00e4t einer Anlage soll bei etwa 10.000\u00a0t im Jahr liegen\u201c, erkl\u00e4rt Putsch. Nach dem Start im Chemiedreieck sollen die Anlagen dann weltweit vermarktet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zahnb\u00fcrsten aus kompostierbarem\u00a0Biokunststof<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Unternehmer ist sich sicher, dass das Projekt etwa bei gro\u00dfen Zuckerproduzenten auf Interesse sto\u00dfen wird. \u201eSie k\u00f6nnen anfallende Reststoffe zu neuen, hochpreisigen Produkten veredeln.\u201c So k\u00f6nnen aus dem Biokunststoff etwa Zahnb\u00fcrsten oder Spielzeug hergestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben von European Bioplastics betrug die weltweite Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr Biokunststoffe im Jahr 2021 rund 2,42\u00a0Mio.\u00a0t. Der asiatisch-pazifische Raum h\u00e4lt dabei einen Marktanteil von 45\u2009%. Laut Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence steigt die Nachfrage nach K\u00f6rper- und Gesundheitspflegeprodukten, Arzneimitteln sowie verpackten Lebensmitteln und Getr\u00e4nken auf Basis von Biokunststoffen deutlich. Es wird ein j\u00e4hrliches Wachstum von 16\u2009% erwartet. Haupttreiber f\u00fcr die Entwicklung sind Umwelt- und Klimaprobleme: So sind Kunststoffe auf Erd\u00f6lbasis in der Masse nicht biologisch abbaubar, zudem ist die Produktion CO2-intensiv.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Nach Putschs Worten werden aktuell die verschiedenen Biokunststoffe zumeist noch auf Basis von Zucker hergestellt. Der Ansatz von Exipnos ist es, zun\u00e4chst Reststoffe aus der Zucker- oder St\u00e4rkeproduktion zu verwenden und in einem weiteren Schritt auch Zellulose \u2013 etwa Stroh. Dass man mit Biokunststoffen Geld verdienen kann, beweist Exipnos. Der Mittelst\u00e4ndler verkauft bereits erfolgreich Biokunststoffe etwa an Folienhersteller, die daraus Verpackungen herstellen. \u201eDie H\u00e4lfte unserer Profite machen wir inzwischen mit \u00f6kologischen Produkten\u201c, sagt der Firmenchef. Aktuell arbeitet Putsch mit einem s\u00fcddeutschen Autobauer zusammen, der Biokunststoffe f\u00fcr die Innenverkleidung der Fahrzeuge nutzen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Mitteldeutschen Chemiedreieck soll ein neuer Anlagenbauer f\u00fcr Biokunststoffe entstehen: Der Kunststoffcompoundeur Exipnos und der Anlagenbauer Glacon Technologie planen ein Gemeinschaftsunternehmen, das Produktionsanlagen f\u00fcr den Kunststoff Polybutylen\u00adsuccinat (PBS) entwickelt und baut, sagt Exipnos-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Putsch gegen\u00fcber CHEManager. 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