{"id":12569,"date":"2011-04-04T00:00:00","date_gmt":"2011-04-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110404-03n"},"modified":"2011-04-04T00:00:00","modified_gmt":"2011-04-03T22:00:00","slug":"polymaterials-ag-neue-materialloesungen-verwirklichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/polymaterials-ag-neue-materialloesungen-verwirklichen\/","title":{"rendered":"Polymaterials AG &#8211; Neue Materiall\u00f6sungen verwirklichen"},"content":{"rendered":"<p><b>Um aus Ideen der Grundlagenforschung tats\u00e4chlich marktf\u00e4hige Produkte zu entwickeln, fehlen vielen Unternehmen in der Regel die Ressourcen und die Infrastruktur. Sowohl unter technischen als auch \u00f6konomischen Gesichtspunkten sind Materialinnovationen in der Wirtschaft jedoch unerl\u00e4sslich. Die Polymaterials AG bietet mit ihrer strukturierten Dienstleistungspalette ihren Kunden die M\u00f6glichkeit, Materialprobleme zu l\u00f6sen und innovative Ideen zu realisieren<\/b>.<\/p>\n<p>Die 1999 gegr\u00fcndete Polymaterials AG ist ein Dienstleistungsspezialist im Bereich der Polymere mit F+E- und Produktionsressourcen im Bereich Polymere und Compounds. Dr. J\u00fcrgen Stebani, CEO des Unternehmens, sieht den deutlichen Vorteil der Polymaterials AG in ihrer Schnelligkeit und Flexibilit\u00e4t. Denn im Vergleich zu einem Gro\u00dfunternehmen zeichnet sich die Polymaterials AG durch kurze Entscheidungswege und Fokus auf Spezialmaterialien im &#8220;halbindustriellen&#8221; Ma\u00dfstab aus.<\/p>\n<p>Obwohl die Polymaterials AG ein Dienstleistungsunternehmen ist, h\u00e4lt Stebani, als Vorstand auch zust\u00e4ndig f\u00fcr strategische Expansionsm\u00f6glichkeiten, Augen und Ohren offen, um Trends am Markt zu erfassen. So ist das Unternehmen Mitglied der nationalen Plattform Elektromobilit\u00e4t. Auf Einladung der Bundeskanzlerin hat sich diese Plattform im Mai 2010 gegr\u00fcndet, um Deutschland bis zum Jahr 2020 zum Leitanbieter f\u00fcr E-Mobility zu entwickeln. Als eines von sechs Chemieunternehmen ist die Polymaterials AG dort vertreten. Denn mit ihren Standorten in Kaufbeuren und im Bayer Chemiepark Leverkusen und der Infrastruktur aus Laboratorien, Technika und Produktion verf\u00fcgt die Polymaterials AG \u00fcber die Innovationsprozesskette eines Gro\u00dfkonzerns.<\/p>\n<p><b>\u00dcbertragung zwischen Wissenschaft und Industrie<\/b><br \/>Traditionell ist die Chemische Industrie als eigentlicher Materialhersteller einer der Hauptkunden der Polymaterials AG. In vielen Gro\u00dfunternehmen ist zwischen der Ideenfindung und der internen Umsetzung laut Stebani eine L\u00fccke entstanden. Auftragsforscher und -produzenten wie die Polymaterials AG schlie\u00dfen diese L\u00fccke in idealer Weise und k\u00f6nnen so Projekte aus der Grundlagenforschung bis zum Markteintritt bringen. &#8220;Wir bilden sozusagen eine neue, unabh\u00e4ngige \u00dcbertragungsplattform zwischen Forschungsinstituten und Wirtschaft&#8221;, erkl\u00e4rt der Polymerchemiker. Ziel ist es immer, eine Materiall\u00f6sung zu entwickeln, die den Anforderungen des Kunden entspricht und industriell kosteneffizient umzusetzen ist.<\/p>\n<p>Um neue thermoplastische Compounds schnell und kosteng\u00fcnstig herstellen und pr\u00fcfen zu k\u00f6nnen, hat die Polymaterials AG das High-Throughput-Compounding (HTC) entwickelt. Das Gesamtkonzept beinhaltet die Herstellung eines DIN-Norm-Pr\u00fcfk\u00f6rpers in einem integrierten Compoundier- und Spritzgie\u00dfprozess mit anschlie\u00dfender Materialpr\u00fcfung sowie Auswertung \u00fcber eine Versuchsplanungssoftware. Durch diese von der Polymaterials AG gemeinsam mit Engel Austria GmbH und weiteren Zulieferern entwickelte Compoundiertechnik ist es nun m\u00f6glich, mit Materialmengen von nur einem Kilogramm pro Compound 300 bis 500 verschiedene Kunststoffrezepturen innerhalb von ein bis zwei Wochen zu pr\u00fcfen. Die Zeit f\u00fcr die Rezepturentwicklung wird so deutlich verk\u00fcrzt, und der Erkenntnisgewinn durch Einsatz von statistischer Versuchsplanung erheblich erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Im Gebiet Kunststoffe bietet die Polymaterials AG die Entwicklung und Produktion des untersuchten Werkstoffs an. Durch die \u00dcbernahme des Bereichs Polymersynthese der ehemaligen Bayer Zentralforschung stehen dem Unternehmen zahlreiche Syntheseanlagen zur Verf\u00fcgung. Die Produktion kann dabei vom Laborma\u00dfstab auf bis zu tausend Tonnen j\u00e4hrlich gesteigert werden. Der Anwender kann demnach &#8220;seine&#8221; idealen Materialien beziehen, neue Produkte entwickeln und einen Markt f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Abnahmen mit einer fundierten Rohstoffbasis generieren. &#8220;Unser Auftraggeber ist jeweils exklusiver Nutznie\u00dfer der Entwicklungen und Produktionen&#8221;, sagt J\u00fcrgen Stebani. Dies gilt sowohl f\u00fcr die w\u00e4hrend der Entwicklung entstandenen Daten und Informationen als auch f\u00fcr das speziell produzierte Polymer. <\/p>\n<p>Neben der Chemischen Industrie geh\u00f6ren auch zunehmend Hersteller von anspruchsvollen technischen Produkten, wie zum Beispiel Automobilzulieferer, zu den Kunden der Polymaterials AG. &#8220;Die Kunden nehmen die f\u00fcr den Fortschritt n\u00f6tigen Materialanpassungen vermehrt selbst in die Hand, indem sie uns beauftragen&#8221;, so Stebani. So finden neue und \u00fcberarbeitete Rezepturen den Weg auf den Markt. &#8220;Im Bereich der Biopolymere sind wir zum Beispiel dabei, biogene Bausteine zu polymerisieren und neue Blends und Compounds mit unserer \u00fcberlegenen HTC-Technologie zu screenen.&#8221;<\/p>\n<p><b>Neue Chancen f\u00fcr die Gewebeheilung<\/b><br \/>Einen Teil ihrer Innovationskraft setzt die Polymaterials AG f\u00fcr biomedizinische Materialien ein. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Unikliniken, Forschungsinstituten und Industrie entwickelt die Polymaterials AG Werkstoffe, die Zellen als dreidimensionaler Zelltr\u00e4ger dienen sollen. Diese Materialien sind biokompatibel und bioresorbierbar, setzen wesentlich weniger S\u00e4uren frei als die bekannten Polymilchs\u00e4uren und sind fast beliebig an die Eigenschaftsanforderungen anpassbar. &#8220;Die dreidimensionalen Formen aus dem Werkstoff entsprechen genau dem fehlenden Gewebe&#8221;, erkl\u00e4rt Stebani, so dass die auf das Konstrukt aufgebrachten Zellen des Patienten exakt in die richtige Form wachsen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die 3D-Datens\u00e4tze werden durch eine Computertomographie des Patienten gewonnen. Im Anschluss wird mit einer durch Rapid Prototyping erzeugten Silikon-Gussform die gew\u00fcnschte Form hergestellt. &#8220;Wir haben inzwischen eine ganz breite Palette an unterschiedlichen Materialzusammensetzungen mit unterschiedlichen Materialeigenschaften&#8221;, so Stebani. Diese komplette Rezepturplattform aus polymeren Komponenten mit unterschiedlichen Rezepturbestandteilen erlaubt es, die Eigenschaften auch gewebespezifisch anzupassen. In etlichen Versuchsserien konnte die Gewebevertr\u00e4glichkeit und das Fehlen jeglicher Entz\u00fcndungsanzeichen nachgewiesen werden. Gepr\u00fcft werden die Werkstoffe zum Beispiel bereits in der Orthop\u00e4die, f\u00fcr Knorpel oder Bandscheiben, aber auch in der Unfallchirurgie zur Gewebekonstruktion. Stebani hebt den interdisziplin\u00e4ren Charakter des Projektes hervor: &#8220;Die Kombination aus medizinischer Anwendung mit polymerchemischer Expertise zur Materialentwicklung und dreidimensionalen Formgebung schafft Innovationen und v\u00f6llig neue Chancen in der Gewebeheilung&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Um aus Ideen der Grundlagenforschung tats&auml;chlich marktf&auml;hige Produkte zu entwickeln, fehlen vielen Unternehmen in der Regel die Ressourcen und die Infrastruktur. 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