{"id":12551,"date":"2011-04-22T00:00:00","date_gmt":"2011-04-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110422-01n"},"modified":"2011-04-22T00:00:00","modified_gmt":"2011-04-21T22:00:00","slug":"amsilk-darmbakterien-erzeugen-seidenprotein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/amsilk-darmbakterien-erzeugen-seidenprotein\/","title":{"rendered":"AMSilk: Darmbakterien erzeugen Seidenprotein"},"content":{"rendered":"<p><b>Sie ist fester als Stahl, dehnbarer als Gummi und kann dreimal so viel Energie aufnehmen wie Nylon bevor sie rei\u00dft: Spinnenseide ist ein faszinierendes Naturmaterial. Ihre Stabilit\u00e4t, Spannbarkeit und die Formver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten stellen n\u00fctzliche Eigenschaften dar, die in unterschiedlichsten Branchen von der Kosmetik, \u00fcber technische Textilien, der Medizintechnik und Pharmaindustrie ben\u00f6tigt werden. Das Unternehmen AMSilk GmbH aus Martinsried hat eine M\u00f6glichkeit gefunden, Spinnenseide k\u00fcnstlich herzustellen.<\/b><\/p>\n<p>Damit wird erstmalig die gezielte Nutzung f\u00fcr Industrie und Technik erm\u00f6glicht. Die AMSilk GmbH arbeitet mit Biotechnologie und z\u00fcchtet genetisch ver\u00e4nderte Darmbakterien im Labor, die wiederum die Proteine f\u00fcr die k\u00fcnstliche Seide produzieren. In der Natur existieren \u00fcber 35.000 Spinnenarten, die unterschiedliche Seidenfasern produzieren.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von &#8220;protein engineering&#8221; kann AMSilk die verschiedenen Eigenschaften der F\u00e4den miteinander kombinieren und in einem Strang vereinen. Dementsprechend ergibt sich ein gro\u00dfer Fundus an m\u00f6glichen neuen Materialien f\u00fcr verschiedenste Anwendungen. Prof. Dr. H. Zorbas, Fakult\u00e4t f\u00fcr Chemie, Department f\u00fcr Biochemie der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BioM WB GmbH, \u00fcber AMSilk GmbH: &#8220;Die mehrfach ausgezeichnete Firma AMSilk verfolgt mit ihrer innovativen Technologie das Ziel, ein neues Material mit exquisiten Eigenschaften auf den Markt zu bringen. Spinnenseide, durch die AMSilk-Technologie jetzt industriell verf\u00fcgbar, hat ein unvorstellbar gro\u00dfes Potential, z.B. in der Medizintechnik, Textil- und Bekleidungsindustrie, Kosmetik oder in der Folien- und Filterproduktion f\u00fcr industrielle Anwendungen, existierende Materialien zu verbessern oder sogar zu ersetzen.&#8221;<\/p>\n<p>Neben der breiten Einsetzbarkeit \u00fcberzeugt Spinnenseide auch aus Umweltgr\u00fcnden. Das Material ist nachhaltig herstell- und recyclebar. Seine biologische Abbaubarkeit bietet auch in der Medizin neue M\u00f6glichkeit. So kann z.B. mit Kapseln aus Spinnenseide dem Organismus eine definierte Dosis eines Wirkstoffs \u00fcber l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg zugef\u00fchrt werden. Die Seidenpartikel selbst werden anschlie\u00dfend vom Organismus vollst\u00e4ndig abgebaut.<\/p>\n<p>Das privat finanzierte Unternehmen AMSilk hat sich ganz auf die Entwicklung und Produktion von High-Performance Materialien auf Basis von Spinnenseide spezialisiert. In den kommenden Jahren wird AMSilk die ersten Spinnenseiden-basierten Produkte auf den Markt bringen k\u00f6nnen. Die Firma AMSilk ist ein Spin-off der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Sie ist fester als Stahl, dehnbarer als Gummi und kann dreimal so viel Energie aufnehmen wie Nylon bevor sie rei&szlig;t: Spinnenseide ist ein faszinierendes Naturmaterial.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[934,263],"class_list":["post-12551","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-amsilk-gmbh","supplier-technische-universitaet-muenchen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12551"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12551\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12551"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}