{"id":12527,"date":"2011-05-18T00:00:00","date_gmt":"2011-05-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110518-01n"},"modified":"2011-05-18T00:00:00","modified_gmt":"2011-05-17T22:00:00","slug":"naturfaserverbund-im-karosseriebau-von-baumwolle-im-trabi-bis-kenaf-im-mercedes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/naturfaserverbund-im-karosseriebau-von-baumwolle-im-trabi-bis-kenaf-im-mercedes\/","title":{"rendered":"Naturfaserverbund im Karosseriebau: Von Baumwolle im Trabi bis Kenaf im Mercedes"},"content":{"rendered":"<p><b>Jute statt Plastik: Was bei Einkaufstaschen schon l\u00e4nger gilt, setzt sich auch mehr und mehr beim Auto durch. Naturfasern ersetzen dort immer h\u00e4ufiger Kunststoffe. Dabei geht es nicht nur um Umweltfreundlichkeit. H\u00e4ufig sind Teile aus Flachs, Hanf oder Sisal ihren Gegenst\u00fccken auf Mineral\u00f6lbasis sogar \u00fcberlegen.<\/b><\/p>\n<p>Bei den Naturfasern entsteht w\u00e4hrend der Verarbeitung kein giftiger Staub, sie sind einfach und maschinenschonend zu verarbeiten und auch der Energieverbrauch bei der Herstellung ist gering. Zudem sind Naturfaser-Bauteile h\u00e4ufig leichter als die Kunststoff-Ausf\u00fchrungen und bei Unf\u00e4llen splittern sie weniger.<\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20110518-01\/MBMClassDPCarrierEcoCor180511.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Unter der schicken Stoff- und Holz-Verkleidung sieht die <br \/>T\u00fcrinnenseite der Mercedes M-Klasse so aus&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Unter der schicken Stoff- und Holz-Verkleidung sieht die <br \/>T\u00fcrinnenseite der Mercedes M-Klasse so aus<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Das sind die wichtigsten Gr\u00fcnde, warum immer mehr Hersteller schon seit Jahren auf Naturfasern setzen. Die Kunden bekommen davon in der Regel gar nichts mit, denn in den meisten F\u00e4llen sind die \u00d6ko-Bauteile von au\u00dfen nicht sichtbar. So finden sich Naturfasern bei der Mercedes M-Klasse schon seit 2004 in der T\u00fcrinnenverkleidung \u2013 verdeckt von Stoffbezug und Holzintarsien. Eingesetzt wird das von Zulieferer Johnson Controls entwickelte sogenannte EcoCor, das sich zu 50 Prozent aus Flachs, Hanf und Kenaffasern aus Malvengew\u00e4chsen zusammensetzt. Weiterer Bestandteil ist \u2013 wie bei vielen Naturfaser-Werkstoffen \u2013 ein Kunststoffharz, das die Pflanzenfasern zusammenh\u00e4lt.<br style=\"clear:left;\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><\/p>\n<div style=\"float:left;margin-right:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20110518-01\/OpelAstra180511.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Beim Opel Astra ist der T\u00fcr-Einsatz aus Kenaf\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px\" align=\"left\">Beim Opel Astra ist der T\u00fcr-Einsatz aus Kenaf<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Toyota nutzt Kenaf sogar bereit seit dem Jahr 2000 in den T\u00fcrverkleidungen einiger damals hierzulande nicht angebotener Modelle. Und auch andere Hersteller wie BMW und Ford setzen auf Naturfasern. Meist ebenfalls bei nicht-sichtbaren Teilen wie Kofferraumverkleidungen, als F\u00fcllstoff f\u00fcr Sitze oder unter dem Armaturenbrett. Nur ganz selten sind au\u00dfenliegende Teile aus dem \u00d6ko-Material gefertigt, wie etwa die Ersatzradabdeckung bei einigen Mercedes-Modellen. Bekanntestes Naturfaser-Auto bleibt aber der Trabant. Das DDR-Fabrikat verf\u00fcgte \u00fcber eine Karosserie aus Baumwollfasern, verst\u00e4rkt mit einem synthetischen Harz.<\/p>\n<p>Bis auch ein modernes Gro\u00dfserienauto wieder mit Naturfaser-Karosserie vorf\u00e4hrt, d\u00fcrfte aber noch einige Zeit vergehen. Denn der pflanzliche Stoff hat auch Nachteile: So \u00e4ndert sich aufgrund der nat\u00fcrlichen Zutaten die Qualit\u00e4t des Endprodukts st\u00e4ndig \u2013 in der Gro\u00dfserienfertigung ein gro\u00dfes Problem. Auch sind die Pflanzenfasern nicht immer wetterbest\u00e4ndig, vor allem Wasser kann ihnen zusetzen. Und nicht zuletzt sind sie oft teurer als Kunststoffprodukte. Ein Umstand, den sie durch ihre umweltfreundliche Herstellung wettmachen. Schlie\u00dflich spielen auch bei der Autoproduktion CO<sub>2<\/sub>-Emissionen beziehungsweise ihre Vermeidung eine zunehmende Rolle. Materialien, die nat\u00fcrlich wachsen und dabei der Umwelt bereits CO<sub>2<\/sub> entziehen, verbessern auf diesem Weg die Emissionswerte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Jute statt Plastik: Was bei Einkaufstaschen schon l&auml;nger gilt, setzt sich auch mehr und mehr beim Auto durch. Naturfasern ersetzen dort immer h&auml;ufiger Kunststoffe. Dabei<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[156,1557,440,1824,2223,238],"class_list":["post-12527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bmw-deutschland","supplier-ford-motor-company","supplier-johnson-controls-interiors-co-kg","supplier-mercedes-benz-deutschland","supplier-opel","supplier-toyota"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12527\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12527"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}