{"id":12524,"date":"2011-05-18T00:00:00","date_gmt":"2011-05-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110518-03n"},"modified":"2011-05-18T00:00:00","modified_gmt":"2011-05-17T22:00:00","slug":"staatssekretaer-bleser-btl-kraftstoffe-koennen-wesentlichen-beitrag-zur-energieversorgung-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/staatssekretaer-bleser-btl-kraftstoffe-koennen-wesentlichen-beitrag-zur-energieversorgung-leisten\/","title":{"rendered":"Staatssekret\u00e4r Bleser: BtL-Kraftstoffe k\u00f6nnen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten"},"content":{"rendered":"<p><b>Am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) wurde aus Anlass der Montage aller wesentlichen technischen Ausr\u00fcstungen der bioliq-Pilotanlage heute Richtfest gefeiert. Die Anlage dient dazu, neuartige BtL (Biomass-to-liquid)-Kraftstoffe zu erzeugen.<\/b><\/p>\n<p>Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r bei der Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, zeigte sich beeindruckt von der Leistung des KIT und seiner Industriepartner. &#8220;Die Bundesregierung setzt in das hier entwickelte bioliq-Konzept gro\u00dfe Hoffnungen. Mit diesem Verfahren k\u00f6nnen synthetische Biokraftstoffe f\u00fcr Diesel- und Benzinmotoren erzeugt werden. Ihr Einsatz in Pkw, Lkw und Schiffsmotoren bis hin zum Flugzeugtriebwerk ist denkbar, sie verbrennen sauber und verbinden das Potenzial hoher Fl\u00e4chenertr\u00e4ge mit einer breit einsetzbaren Rohstoffpalette inklusive organischer Reststoffe. Lassen sich diese Potenziale in der Praxis tats\u00e4chlich erschlie\u00dfen, k\u00f6nnen BtL-Kraftstoffe einen wesentlichen Beitrag zum Umbau der Energieversorgung leisten&#8221;, so Bleser.<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unterst\u00fctzt den Bau der Pilotanlage in Karlsruhe seit 2005 \u00fcber seinen Projekttr\u00e4ger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), mit insgesamt knapp 25 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem F\u00f6rderprogramm &#8220;Nachwachsende Rohstoffe&#8221; und dem Konjunkturpaket II. Der Pilotbetrieb soll 2013 starten. Die Anlage sei ein &#8220;Meilenstein&#8221; auf dem Weg zu den synthetischen Biokraftstoffen, allerdings gebe es noch einige H\u00fcrden zu meistern, sagte Bleser. &#8220;Um wirklich nachhaltig zu sein, muss der bioliq-Prozess das theoretisch Machbare auch praktisch umsetzen und landwirtschaftliche Reststoffe wie zum Beispiel Stroh mit hoher Effizienz in hochwertige Kraftstoffe umwandeln.&#8221; Bleser appellierte an die Industrie, sich st\u00e4rker bei der Entwicklung der BtL-Technologien zu engagieren. Noch immer seien Biokraftstoffe die einzige bestehende Alternative zu den begrenzten fossilen Kraftstoffen.<\/p>\n<p>Das in Karlsruhe entwickelte bioliq-Verfahren besteht aus vier Stufen, deren erste r\u00e4umlich von den Stufen 2 bis 4 getrennt werden kann:<\/p>\n<p>1. Mittels einer dezentralen Pyrolyseeinheit wird die Rohbiomasse, in diesem Fall Stroh, zu einem so genannten BioSynCrude aufbereitet. Ihr Energiegehalt pro Volumen erh\u00f6ht sich dabei um den Faktor 10.<\/p>\n<p>2. Das BioSynCrude wird in einem Flugstromvergaser in Synthesegas umgewandelt.<\/p>\n<p>3. Synthesestufe I verwandelt das Synthesegas in das Zwischenprodukt Dimethylether (DME), das auch der chemischen Industrie als wichtiger Rohstoff dient.<\/p>\n<p>4. Synthesestufe II schlie\u00dflich erzeugt aus DME Synthesekraftstoffe, die sich auf motorische Anforderungen &#8220;ma\u00dfgeschneidert&#8221; anpassen lassen.<\/p>\n<p>Die Vervollst\u00e4ndigung der bioliq-Versuchsanlage ist f\u00fcr 2012 vorgesehen. Im Gegensatz zu den heute genutzten Biokraftstoffen Biodiesel oder Ethanol verspricht BtL deutlich h\u00f6here Energieertr\u00e4ge pro Fl\u00e4cheneinheit. Neben landwirtschaftlichen Reststoffen und Nebenprodukten sind auch Holzhackschnitzel und Bioabf\u00e4lle verwertbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie (KIT) wurde aus Anlass der Montage aller wesentlichen technischen Ausr&uuml;stungen der bioliq-Pilotanlage heute Richtfest gefeiert. 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