{"id":12507,"date":"2011-05-30T00:00:00","date_gmt":"2011-05-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110530-04n"},"modified":"2011-05-30T00:00:00","modified_gmt":"2011-05-29T22:00:00","slug":"starkes-holz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/starkes-holz\/","title":{"rendered":"Starkes Holz"},"content":{"rendered":"<p><b>Holz, das nicht brennt, nicht bricht, dem Wind und Wetter, Pilze und Insekten nichts anhaben k\u00f6nnen? Schon in naher Zukunft k\u00f6nnte ein solch starkes Holz Realit\u00e4t werden. \u00d6sterreichische Forscher der Universit\u00e4t Innsbruck t\u00fcfteln an einem &#8220;Nano-Infiltrationsverfahren&#8221;. Nach Angaben der Wissenschaftler werden Holz und Holzwerkstoffe durch diese Methode robust.<\/b><\/p>\n<p>Die Innsbrucker Wissenschaftler trocknen heimisches Laub- und Nadelholz, wie z.B. Fichte, in einer industriellen Mikrowellenanlage zum Teil auch im Grobvakuum. Das Holz trocknet dadurch vom Kern her und die Poren verschlie\u00dfen sich nicht so stark. Anschlie\u00dfend werden die bis zu einem Meter langen Holzproben in eine Impr\u00e4gnierl\u00f6sung mit siliziumoxidischen Solen getaucht und wiederum in der Mikrowelle getrocknet. Die Impr\u00e4gnierungsl\u00f6sung besteht aus Wasserglas und Kieselsol. &#8220;Das Material ist ungiftig und gilt als \u00f6kologisch unbedenklich. In die Holzmatrix eingelagert bilden sich in oberfl\u00e4chennahen Bereichen Siliziumoxid-Nanopartikel. Unsere bisherigen Ergebnisse zeigen, dass billiges, heimisches Holz durch dieses Nano-Infiltrationsverfahren so modifiziert werden kann, dass es \u00e4hnliche Eigenschaften wie vergleichsweise teures Hartholz hat&#8221;, erkl\u00e4rt DI Christian Lux vom Institut f\u00fcr Ionenphysik und Angewandte Physik der Universit\u00e4t Innsbruck.<\/p>\n<p><b>Vorbild aus der Natur<\/b><br \/>Das Vorbild der Wissenschaftler stammt mit versteinertem Holz aus der Natur. &#8220;Mit unserem Nano-Infiltrationsverfahren stellen wir sehr vereinfachend erkl\u00e4rt unter anderem jene Prozesse nach, die beim Versteinern von Holz, im Speziellen bei der so genannten &#8220;Verkieselung&#8221;, ablaufen&#8221;, sagt Lux. Bei den seit 2009 laufenden Forschungen gelang es den Forschern mit dem &#8220;Nano-Infiltrationsverfahren&#8221; bisher unter anderem, heimisches Fichtenholz, welches leicht schwindet und quellt, anf\u00e4llig und leicht brennbar ist, zu modifizieren. Die bisher ausgewerteten Proben haben laut den Forschern verbesserte mechanische Eigenschaften, sind widerstandsf\u00e4higer und brandbest\u00e4ndiger, weisen zudem Wasser, \u00d6l und Schmutz sowie Pilze und Schadinsekten ab. &#8220;Ziel unseres ungiftigen und vergleichsweise kosteng\u00fcnstigen Verfahrens ist wirkliche Nachhaltigkeit. Ein wirkungsvoller Holzschutz mit \u00f6kologisch unbedenklichen Wassergl\u00e4sern k\u00f6nnte dem Abbau von Tropenh\u00f6lzern und dem Einsatz toxischer Holzschutzmittel entgegenwirken&#8221;, betont der Chemiker Lukas Bittner vom Forschungsteam.<\/p>\n<p>Bei dem Holzforschungsprojekt arbeiten seit 2009 Experten des Institutes f\u00fcr Ionenphysik und Angewandte Physik der Arbeitsgruppe von Prof. Hans K. Pulker mit dem Institut f\u00fcr Analytische Chemie und Radiochemie der Arbeitsgruppe von Prof. Christian Huck sowie dem Arbeitsbereich Holzbau von Prof. Michael Flach am Institut f\u00fcr Konstruktion und Materialwissenschaften zusammen. Beteiligt sind insgesamt f\u00fcnf durchwegs junge Nachwuchswissenschaftler. Die bis 2012 laufenden Forschungen werden von der Standortagentur Tirol gef\u00f6rdert. Die industrielle Mikrowellen-Trockungsanlage wird den Wissenschaftlern von dem deutschen Unternehmen Linn High Therm GmbH in Eschenfelden zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Holz, das nicht brennt, nicht bricht, dem Wind und Wetter, Pilze und Insekten nichts anhaben k&ouml;nnen? 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