{"id":12503,"date":"2010-12-02T00:00:00","date_gmt":"2010-12-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20101202-03n"},"modified":"2014-12-01T11:36:03","modified_gmt":"2014-12-01T09:36:03","slug":"holzfurnierlagenverbundwerkstoff-schwingungsdaempfend-und-korrosionstraege-im-maschinen-und-anlagenbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holzfurnierlagenverbundwerkstoff-schwingungsdaempfend-und-korrosionstraege-im-maschinen-und-anlagenbau\/","title":{"rendered":"Holzfurnierlagenverbundwerkstoff &#8211; schwingungsd\u00e4mpfend und korrosionstr\u00e4ge im Maschinen- und Anlagenbau"},"content":{"rendered":"<p><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"margin-left: 10px; border: 0px none;\" alt=\"Bild\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20101202-03\/rollenbahn_WVC.jpg\" width=\"381\" height=\"201\" align=\"right\" border=\"0\" \/>Etwa seit Ende des 20. Jahrhunderts erf\u00e4hrt die technische Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, ausgehend vom Bauwesen, eine Renaissance. Davon ausgenommen ist bislang jedoch der Maschinen- und Anlagenbau. Dabei besitzt Holz auch potenzielle Vorteile f\u00fcr den Einsatz in diesem Bereich. Zu nennen sind dabei vor allem folgende Aspekte:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>kosteng\u00fcnstiger, lokal verf\u00fcgbarer Rohstoff<\/li>\n<li>energieeffiziente Herstellung, gute Recyclingf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>hohe Festigkeit bei geringer Materialdichte<\/li>\n<li>hohe Resistenz gegen\u00fcber Chemikalieneinwirkung (ph-Wert 2 \u2013 9) und Salzen<\/li>\n<li>positive schall- und schwingungsd\u00e4mpfende Eigenschaften<\/li>\n<li>bei ausreichendem Querschnitt im Brandfall sicher<\/li>\n<li>Verarbeitungsfreundlichkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vor diesem Hintergrund pr\u00fcfte die Professur F\u00f6rdertechnik der TU Chemnitz mit drei Partnern aus der Industrie zwischen 2006 und 2010 mittels Material- und Bauteilanalysen die Eignung spezieller Holzfurnierlagenverbundwerkstoffe (WVC) als Konstruktionsmaterial f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau. Mit dem Begriff WVC will die TU Chemnitz traditionell als Lagenholz bekannte Holzwerkstoffe wieder verst\u00e4rkt ins Bewusstsein bringen und inhaltlich weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Im Projekt entwickelten die Forscher die Bauweise f\u00fcr ein modulares Gestellsystem aus WVC und bauten einen Prototyp einer Transportrollenbahn aus Sperrholz. Die grundlegende Bauweise des Gestellsystems ist modular und somit auch auf andere Anwendungen von Maschinengestellen \u00fcbertragbar.<\/p>\n<p>Bei der Werkstoffpr\u00fcfung best\u00e4tigte sich im Wesentlichen die erwartete Eignung des WVC f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau. G\u00e4ngigen Metallwerkstoffen wie unlegiertem Baustahl oder Standard-Aluminiumlegierungen zeigten sich die untersuchten Werkstoffe als ebenb\u00fcrtig, in manchen Punkten auch als \u00fcberlegen, etwa bei der besseren Schall- und Schwingungsd\u00e4mpfung. Es zeigten sich au\u00dferdem bereits Kosteneinsparungspotenziale gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Bauweisen aus Stahlwerkstoffen.<br \/>\nAndererseits wurde auch deutlich, wo die Grenzen der Werkstoffgruppe liegen oder wo noch Handlungsbedarf besteht:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Steifigkeit bez\u00fcglich der Materialdichte ist weniger vorteilhaft als die Festigkeit. Dieser Aspekt senkt das Materialleichtbaupotenzial.<\/li>\n<li>Die Qualit\u00e4t der verf\u00fcgbaren Holzlagenwerkstoffe muss verbessert bzw. die Werkstoffe selbst weiterentwickelt werden.<\/li>\n<li>Hochwertige Glas- und Kohlefaserverbundwerkstoffe sind den untersuchten WVC in Leichtbauanwendungen mechanisch \u00fcberlegen.<\/li>\n<li>Die Vielfalt der unterschiedlichen Holztypen (40.000 bekannte Holzarten, davon 1.500 n\u00e4her beschrieben) ist Herausforderung und Chance zugleich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ergebnisse des Vorhabens sind vielversprechend, wenngleich noch weitere Entwicklungsarbeit n\u00f6tig ist. Diese betrifft unter anderem eine weitere Kostensenkung in der Bauteilherstellung, die Umsetzung einer Serienfertigung der Bauweise sowie deren Anpassung und Weiterentwicklung an andere technisch sinnvolle Anwendungen.<\/p>\n<p>Das Projekt wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) \u00fcber dessen Projekttr\u00e4ger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>N\u00e4here Informationen zum Projekt &#8220;Schwingungs- und ger\u00e4uschd\u00e4mpfende Leichtbauelemente im Maschinenbau auf Basis von Konstruktionswerkstoffen aus Holz&#8221; stehen auf <a>www.fnr.de<\/a> im Men\u00fc Projekte &amp; F\u00f6rderung unter dem F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&amp;tabelle=fnr_projekte%20%20&amp;alles=1&amp;status=Inhalt&amp;fkz=22021705&amp;suche=Stichwort%20eingeben!&amp;suchefkz=22021705&amp;sucheadresse=Namen%20eingeben!&amp;von=01.04.1992&amp;bis=02.12.2010&amp;zeitraum=formular&amp;minz=0&amp;maxz=1&amp;anzahl=10&amp;zurueck=1\">22021705<\/a> oder unter <a href=\"http:\/\/www.tu-chemnitz.de\/mb\/FoerdTech\/aew\/aew_start.php\">www.tu-chemnitz.de\/mb\/FoerdTech\/aew\/aew_start.php<\/a> bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Etwa seit Ende des 20. 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