{"id":124738,"date":"2023-03-31T07:23:00","date_gmt":"2023-03-31T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=124738"},"modified":"2023-03-28T12:23:40","modified_gmt":"2023-03-28T10:23:40","slug":"nachhaltige-naturfaserbewehrung-fur-textilbetonbauteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltige-naturfaserbewehrung-fur-textilbetonbauteile\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Naturfaserbewehrung f\u00fcr Textilbetonbauteile"},"content":{"rendered":"\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2023\/PI_2023-02_nachhaltige-naturfaserbewehrung-fuer-textilbetonbauteile\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1678866973476\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-1024x683.jpg\" alt=\"Am Fraunhofer WKI entwickelten die Forschenden ein Flachsdrehergewebe mit einer biobasierten Beschichtung als Grundlage f\u00fcr eine Naturfaserbewehrung.\" class=\"wp-image-124755\" width=\"413\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-400x267.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print-1320x880.jpg 1320w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachs-Drehergewebe-Beschichtung-c-Fraunhofer-WKI-print.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><\/a><figcaption>Am Fraunhofer WKI entwickelten die Forschenden ein Flachsdrehergewebe mit einer biobasierten Beschichtung als Grundlage f\u00fcr eine Naturfaserbewehrung. \u00a9 Fraunhofer WKI<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Textilbetonteile mit einer nachhaltigen Naturfaserbewehrung haben ein ausreichendes Verbund- und Zugtragverhalten f\u00fcr den Einsatz im Bau. Das konnten Forschende des Fraunhofer WKI gemeinsam mit der Hochschule Biberach und dem Industriepartner FABRINO nachweisen. Damit k\u00f6nnten k\u00fcnftig Textilbetonbauteile mit Naturfaserbewehrung herk\u00f6mmlich bewehrte Betonbauteile ersetzen und die Umweltbilanz im Bauwesen verbessern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nichtmetallische Bewehrungen von Betonk\u00f6rpern werden derzeit h\u00e4ufig aus unterschiedlichen, synthetisch erzeugten Fasern hergestellt \u2013 zum Beispiel aus Glas- oder Carbonfasern. Eine \u00f6kologische Alternative zu den synthetischen Fasern stellen Flachs- oder andere Naturfasern dar. Diese sind vielerorts verf\u00fcgbar und nachhaltiger, unter anderem aufgrund ihrer nachwachsenden Rohstoffbasis, den Vorteilen im Recycling und dem geringeren Energiebedarf in der Herstellung. Hier setzten die Forschenden des Fraunhofer WKI und der Hochschule Biberach gemeinsam mit einem Industriepartner an. Ihr Ziel war, nachzuweisen, dass sich Bewehrungen aus Textilfasern f\u00fcr den Einsatz im Bau ebenso eignen wie synthetische Fasern.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbWir haben am Fraunhofer WKI mit einer Webmaschine Drehergewebe aus Flachsfasergarn hergestellt. Um die Nachhaltigkeit zu erh\u00f6hen, haben wir eine Behandlung der Flachsgarne zur Verbesserung der Zugfestigkeit, Dauerhaftigkeit und Verbundhaftung erprobt, die im Vergleich zu petrobasierten Behandlungen \u00f6kologisch vorteilhafter ist\u00ab, erl\u00e4utert <strong>Jana Winkelmann, Projektleiterin am Fraunhofer WKI<\/strong>. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Beschichtungsverfahren konnte ein g\u00e4ngiges petrobasiertes Epoxidharz erfolgreich durch eine zum Teil biobasierte Tr\u00e4nkung ersetzt werden. Ein gro\u00dfer Anteil (56 Prozent) der molekularen Struktur des verwendeten Epoxidharzes besteht aus Kohlenwasserstoffen pflanzlichen Ursprungs und kann somit die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz verbessern.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2023\/PI_2023-02_nachhaltige-naturfaserbewehrung-fuer-textilbetonbauteile\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent2\/image.img.4col.large.jpg\/1678875283285\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print.jpg\" alt=\"Die f\u00fcr das Drehergewebe verwendeten, regional oder europaweit verf\u00fcgbaren, nachwachsende Naturfasern und eine zum Teil biobasierte Beschichtung, tragen zu einer Verbesserung des CO2-Fu\u00dfabdrucks der Bauindustrie bei.\" class=\"wp-image-124756\" width=\"398\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print.jpg 1440w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print-400x267.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/NF-Bewehrung-Flachsgewebe-c-Fraunhofer-WKI-print-1320x880.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><figcaption>Die f\u00fcr das Drehergewebe verwendeten, regional oder europaweit verf\u00fcgbaren, nachwachsende Naturfasern und eine zum Teil biobasierte Beschichtung, tragen zu einer Verbesserung des CO<sup>2<\/sup>-Fu\u00dfabdrucks der Bauindustrie bei. \u00a9 Fraunhofer WKI<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Textile Bewehrungen haben grunds\u00e4tzlich eine Reihe von Vorteilen. So weisen sie eine deutlich reduzierte Korrodierbarkeit bei gleicher oder h\u00f6herer Zugfestigkeit als Stahl auf, so dass das notwendige Nennma\u00df der Beton\u00fcberdeckung reduziert werden kann. Dies f\u00fchrt bei gleicher Tragf\u00e4higkeit h\u00e4ufig zu geringeren erforderlichen Querschnitten. Bisher wurde das Tragverhalten von textilen Bewehrungen aus Naturfasern in Betonbauteilen allerdings noch nicht systematisch untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Hochschule Biberach testeten die Forschenden das Verbund- und Zugtragverhalten sowie das einachsige Biegetragverhalten von Betonbauteilen mit textiler Bewehrung aus Flachsfasern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich die naturfaserbasierten Textilbetonbauteile mit einer biobasierten Tr\u00e4nkung grunds\u00e4tzlich eignen. Die Eignung zeigte sich sowohl durch eine signifikante Erh\u00f6hung der Bruchlast im Vergleich zu unbewehrten und unterbewehrten Betonbauteilen als auch durch fein verteilte Rissbilder. Die Kurven der Spannungs\u00adDehnungs\u00adDiagramme konnten in drei f\u00fcr bewehrte Dehnk\u00f6rper typische Bereiche unterteilt werden (Zustand I \u2013 ungerissen, Zustand IIa \u2013 Erstrissbildung und Zustand IIb \u2013 abgeschlossenes Rissbild). Die Abgrenzung der Bereiche ist mit zunehmendem Bewehrungsgrad deutlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt tragen regional oder europaweit verf\u00fcgbare, nachwachsende Naturfasern und eine zum Teil biobasierte Beschichtung zu einer Verbesserung des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks der Bauindustrie bei. Damit er\u00f6ffnet sich f\u00fcr die energie- und rohstoffintensive Bauindustrie eine weitere M\u00f6glichkeit, zunehmend strengere Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbTextilbetone erm\u00f6glichen leichtere und schlankere Konstruktionen und bieten daher architektonische Spielr\u00e4ume. An den zahlreichen Einsatzm\u00f6glichkeiten von naturfaserbewehrten Textilbetonen m\u00f6chten wir gern weiterforschen\u00ab, sagt <strong>Christina Haxter, Mitarbeiterin am Fraunhofer WKI<\/strong>.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Textilbetonteile mit einer nachhaltigen Naturfaserbewehrung haben ein ausreichendes Verbund- und Zugtragverhalten f\u00fcr den Einsatz im Bau. Das konnten Forschende des Fraunhofer WKI gemeinsam mit der Hochschule Biberach und dem Industriepartner FABRINO nachweisen. 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