{"id":12470,"date":"2011-01-21T00:00:00","date_gmt":"2011-01-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110121-01n"},"modified":"2011-01-21T00:00:00","modified_gmt":"2011-01-20T22:00:00","slug":"verbundwerkstoffe-aus-biopolymeren-natuerlich-stabil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/verbundwerkstoffe-aus-biopolymeren-natuerlich-stabil\/","title":{"rendered":"Verbundwerkstoffe aus Biopolymeren &#8211; nat\u00fcrlich stabil"},"content":{"rendered":"<p><b>Biobasierte Polymere werden bislang vor allem f\u00fcr Verpackungen oder Einweggeschirr eingesetzt. Fraunhofer-Forscher entwickeln stabile, nat\u00fcrliche Verbundwerkstoffe, die sich auch im Autobau nutzen lassen. Auf der <a href=\"http:\/\/www.naturetec-igw.de\/\" >nature.tec<\/a>, der Fachschau f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe auf der Gr\u00fcnen Woche in Berlin (21. &#8211; 30. Januar), stellen sie umfangreiche Ergebnisse vor.<\/b><\/p>\n<p>Biobasierte Kunststoffe haben einige Vorz\u00fcge: Sie lassen sich aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen und sind meist biologisch abbaubar. Allerdings haben Biopolymere wie zum Beispiel Polymilchs\u00e4ure (Polylactid, PLA) einen Nachteil: Sie sind spr\u00f6de und ihre Schlagz\u00e4higkeit ist gering. Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen finden deshalb bislang vor allem als Massenkunststoff bei Lebensmittelverpackungen, Blister, Flaschen und als Einweg-Geschirr Anwendung. Spezialprodukte, wie beispielsweise medizinische Implantate sind auf dem Vormarsch. Fraunhofer-Forscher haben nun Polymilchs\u00e4ure und weitere nat\u00fcrliche Kunststoffe mit Spinnfasern aus Cellulose (Rayon) verst\u00e4rkt. Durch diese Kombination entsteht ein Material, das komplett biobasiert und bioabbaubar ist, aber dennoch stabil.<\/p>\n<p>&#8220;Die Rayonfasern haben die Schlagz\u00e4higkeit des Polylactid mehr als verdreifacht&#8221;, berichtet Dr. Johannes Ganster, Koordinator des Forschungsverbundes &#8220;Biopolymere&#8221;, an dem drei Institute und 14 Industriepartner beteiligt sind. Auch die Zug- und Biegefestigkeit des Biopolymers konnten gesteigert werden. Das Material l\u00e4sst sich einfach im Spritzguss verarbeiten. Der nat\u00fcrliche Verbundwerkstoff k\u00f6nnte k\u00fcnftig auch im Autobau zum Einsatz kommen. &#8220;Eine realistische Zielstellung ist es, zum Beispiel eine Instrumententr\u00e4gertafel aus rayonverst\u00e4rktem Polylactid zu fertigen&#8221;, sagt Ganster, der auch die Abteilung &#8220;Materialentwicklung&#8221; am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm leitet . <\/p>\n<p>Cellulosische Spinnfasern sind eine interessante Alternative zu Kurzglasfasern \u2013 auch in anderen Verbundwerkstoffen. \u00bbDas mechanische Eigenschaftsprofil wie etwa die Schlagz\u00e4higkeit und die Zugfestigkeit von Cellulosefaser verst\u00e4rktem Polypropylen entspricht dem von typischen Kurzglasfaserverbunden. Dabei weisen Rayonfasern eine geringere Dichte und Abrasivit\u00e4t auf. Das erm\u00f6glicht Leichtbau und schont die Verarbeitungsmaschinen. Ein weiterer Vorteil: Die Verbundwerkstoffe lassen sich besser recyclen und, am Ende der Lebensdauer, r\u00fcckstandsfrei verbrennen\u00ab, erl\u00e4utert Ganster. Auf der Fachschau f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe stellen Fraunhofer-Forscher eine Autot\u00fcr-Innenverkleidung aus Rayonfaser verst\u00e4rktem Polypropylen vor.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrliche Verbundwerkstoffe sind nur ein Thema auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftstand in Halle 4.2. Weitere Schwerpunkte sind biobasierte Verpackungen (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT), Komposite und Spaltprodukte aus dem Biopolymer Lignin (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Chemische Technologien ICT), biobasierte Lacke und Bindemittel (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Holzforschung WKI), &#8220;Natur als Chemische Fabrik&#8221; (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB). Au\u00dferden werden nat\u00fcrliche Komposite (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik IWM) sowie Biopolymere (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP) ausgestellt.<\/p>\n<p>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP l\u00e4dt am Dienstag, 25.1.2011, zum <a href=\"http:\/\/www.iap.fraunhofer.de\/downloads\/Biopolymerkolloquium_2011.pdf\" >3. Biopolymer-Kolloquium<\/a> (PDF-Download) in das ICC Berlin, Saal 8, ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Biobasierte Polymere werden bislang vor allem f&uuml;r Verpackungen oder Einweggeschirr eingesetzt. Fraunhofer-Forscher entwickeln stabile, nat&uuml;rliche Verbundwerkstoffe, die sich auch im Autobau nutzen lassen. Auf der<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[104,201,649,22779,303,68],"class_list":["post-12470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-fraunhofer-institut-fuer-angewandte-polymerforschung-iap","supplier-fraunhofer-institut-fuer-chemische-technologie-ict","supplier-fraunhofer-institut-fuer-grenzflaechen-und-bioverfahrenstechnik-igb","supplier-fraunhofer-institut-fur-holzforschung-wilhelm-klauditz-institut-wki","supplier-fraunhofer-institut-fuer-umwelt-sicherheits-und-energietechnik-umsicht","supplier-fraunhofer-institut-fuer-werkstoffmechanik-iwm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12470\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12470"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}