{"id":12435,"date":"2011-02-16T00:00:00","date_gmt":"2011-02-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110216-04n"},"modified":"2011-02-16T00:00:00","modified_gmt":"2011-02-15T22:00:00","slug":"tuev-sued-zertifiziert-biobrennstoff-der-zellstoffindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tuev-sued-zertifiziert-biobrennstoff-der-zellstoffindustrie\/","title":{"rendered":"T\u00dcV S\u00dcD zertifiziert Biobrennstoff der Zellstoffindustrie"},"content":{"rendered":"<p><b>Bei der Zellstoffherstellung f\u00e4llt als Nebenprodukt die so genannte Ablauge an, die sich als Biobrennstoff verwenden l\u00e4sst. Daraus erzeugter Strom kann nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verg\u00fctet werden. Voraussetzung ist ein unabh\u00e4ngiger Nachweis zur Nachhaltigkeit. T\u00dcV S\u00dcD hat den Einsatz des Sekund\u00e4rrohstoffs bei allen sechs gro\u00dfen Zellstoffwerken in Deutschland zertifiziert. Da Ablauge aus Zellstoffherstellung gesetzlich als Reststoff gilt, werden hohe CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen von \u00fcber 90 Prozent erreicht.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Ein modernes Zellstoffwerk kann aus Ablauge in Industrieheizkraftwerken neben W\u00e4rme auch Strom erzeugen und \u00dcbersch\u00fcsse ins \u00f6ffentliche Netz einspeisen&#8221;, sagt Igor Dormuth, Projektleiter Biokraftstoff-Zertifizierung bei der T\u00dcV S\u00dcD Industrie Service GmbH. Um daf\u00fcr EEG-Einspeiseverg\u00fctungen zu erhalten, ist seit Januar 2011 eine Zertifizierung gem\u00e4\u00df BioSt-NachV n\u00f6tig. Denn die hochviskose Ablauge gilt als fl\u00fcssige Biomasse, die als Biobrennstoff genutzt werden kann, wenn sie nach gesetzlich festgelegten Nachhaltigkeitskriterien erzeugt wurde. Igor Dormuth: &#8220;Da im Gegensatz zu konventionellen Biobrennstoffen wie Palm\u00f6l und Raps\u00f6l keine Erfahrungen f\u00fcr den Zertifizierungsprozess von Ablauge aus Zellstoffherstellung existierten, mussten wir den Prozess an die Vorgaben des Standards anpassen.&#8221; Die T\u00dcV S\u00dcD-Experten analysieren daf\u00fcr, welches CO<sub>2<\/sub>-Reduktionspotenzial besteht und ob die Nachhaltigkeitskriterien \u00fcber die gesamte Prozesskette eingehalten wurden. Die Zertifizierung umfasst neben einer Bewertung der Produktionsprozesse und Managementvorgaben auch die Verifizierung der Massenbilanzierung, R\u00fcckverfolgbarkeit sowie der freigesetzten Emissionen.<\/p>\n<p>CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen von \u00fcber 90 Prozent Die T\u00dcV S\u00dcD Industrie Service GmbH hat den Einsatz von Ablauge aus Zellstoffherstellung bei allen sechs gro\u00dfen Zellstoffwerken Deutschlands nach der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung (BioSt-NachV) gem\u00e4\u00df dem Standard REDcert zertifiziert. Darunter sind auch drei Standorte des f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Herstellers von gestrichenen Feinpapieren, der Sappi Fine Paper Europe, zu der die Sappi Stockstadt GmbH geh\u00f6rt, ein integriertes Werk mit Zellstoffproduktion und eigenem Kraftwerk. &#8220;Mit der Nachhaltigkeitszertifizierung von T\u00dcV S\u00dcD demonstrieren wir unsere Vorreiterrolle bei der klimaschonenden Produktion von hochwertigen Feinpapieren&#8221;, sagt Burkhard Sauer, Leiter Energiemanagement bei der Sappi Stockstadt GmbH. &#8220;Aus dem Biobrennstoff Ablauge erzeugen wir \u00fcber umweltfreundliche Kraft-W\u00e4rme-Kopplung (KWK) erneuerbaren Strom und nutzen zugleich die anfallende W\u00e4rme in der Zellstoffproduktion.&#8221; Mit Alfeld, Ehingen und Stockstadt haben alle deutschen Produktionsst\u00e4tten von Sappi das Nachhaltigkeitszertifikat f\u00fcr die Stromeinspeisung erhalten.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber fossilen Energietr\u00e4gern spart die Verstromung von Ablauge aus Zellstoffherstellung mindestens 90 Prozent an CO<sub>2<\/sub>-Emissionen ein. Weil Ablauge im Sinne der BioSt-NachV als Reststoff aus der Zellherstellung gilt und im Vorfeld keine Emissionen verursacht hat, ist ihre Klimabilanz optimal. Wesentlicher Bestandteil der Ablauge ist das nach der Zellstoffabtrennung zur\u00fcckbleibende Lignin, das aus den pflanzlichen Geweben stammt. Der Einsatz fossiler Zusatzstoffe bel\u00e4uft sich auf ein Minimum.<\/p>\n<p>T\u00dcV S\u00dcD ist eines der ersten Unternehmen, die von der Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung (BLE) als Zertifizierungsstelle f\u00fcr Biobrennstoffe und Biokraftstoffe anerkannt wurden. Die T\u00dcV S\u00dcD-Experten verf\u00fcgen neben umfassendem technischen Know-how \u00fcber wichtige internationale Erfahrung aus der Entwicklung innovativer Zertifizierungssysteme und z\u00e4hlen zu den weltweit f\u00fchrenden Zertifizierungspartnern in den Bereichen Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Klimaschutz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Bei der Zellstoffherstellung f&auml;llt als Nebenprodukt die so genannte Ablauge an, die sich als Biobrennstoff verwenden l&auml;sst. 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