{"id":12414,"date":"2011-03-01T00:00:00","date_gmt":"2011-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110301-03n"},"modified":"2013-12-24T08:06:50","modified_gmt":"2013-12-24T06:06:50","slug":"tab-fuer-abschaffung-der-biokraftstoffquoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tab-fuer-abschaffung-der-biokraftstoffquoten\/","title":{"rendered":"TAB f\u00fcr Abschaffung der Biokraftstoffquoten"},"content":{"rendered":"<p><b>Experten des Bundestages empfehlen im Interesse des Umweltschutzes einen Verzicht auf die Pflicht zur Beimischung von Bioethanol zu Benzin. Wegen der geringen Energieproduktivit\u00e4t pro Fl\u00e4che bringe Biokraftstoff &#8220;nur begrenzte Einsparungen bei den Klimaemissionen&#8221;, zitiert die &#8220;Wirtschaftswoche&#8221; aus einem Bericht des B\u00fcros f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Deutlich effizienter seien dagegen Strom und W\u00e4rme aus Biomasse, etwa auf Basis von Festbrennstoffen oder Biogas. Hier sieht das TAB &#8220;die besseren Einsparpotenziale bei den Treibhausgasemissionen&#8221;.<\/b><\/p>\n<p>Wenn der Bund auf eine m\u00f6glichst hohe Energieproduktivit\u00e4t pro Fl\u00e4che aus ist und Treibhausgase vermeiden will, m\u00fcsse die Konsequenz eine &#8220;stufenweise Zur\u00fccknahme der Biokraftstoffquote bis zu ihrer v\u00f6lligen Abschaffung sein&#8221;, fordern die Experten laut &#8220;Wirtschaftswoche&#8221;. Dem Bericht zufolge beansprucht die Biokraftstoffproduktion au\u00dferdem zunehmend Ackerland, das f\u00fcr die Produktion von Nahrungsmitteln gebraucht wird. Dies treibe die Bodenpreise hoch und verteuere Lebensmittel. Zumindest in diesem Punkt wolle die Bundesregierung einlenken. Das Bundesumweltministerium m\u00f6chte &#8220;die Nachhaltigkeitskriterien so ausweiten, dass es k\u00fcnftig zu keiner Verdr\u00e4ngung von Nahrungspflanzen kommt&#8221;, zitierte die &#8220;Wirtschaftswoche&#8221; Umwelt-Staatssekret\u00e4rin Ursula Heinen.<\/p>\n<p>Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) wies den Bericht des B\u00fcros f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung am Montag mit dem Hinweis zur\u00fcck, er basiere auf veral- teten Argumenten, die schon seit Jahren widerlegt seien. Stattdessen verkenne der Bundestagsbericht andere wesentliche Argumente und habe keinen \u00fcbergreifenden Ansatz f\u00fcr eine Wende hin zu Erneuerbaren Energien, sagte VDB-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Elmar Baumann. Er konterte die Empfehlung des Bundestagsberichts zum Verzicht auf die Beimischung von Bioethanol mit dem Hinweis auf eine Studie im Auftrag des World Wildlife Funds (WWF), die gerade im G\u00fcterverkehrsbereich und im Luftfahrtsektor keinerlei Alternativen zu fossilem Diesel und Benzin als Biokraftstoffe sieht.<\/p>\n<p>Baumann wies auch die Aussage der Autoren des Bundestagsberichts zur\u00fcck, mehr Biomasse station\u00e4r f\u00fcr Strom und W\u00e4rme zu nutzen, da so besonders viele Treibhausgasemissionen vermieden w\u00fcrden. Bei dieser Wertung werde verkannt, dass Biokraftstoffe emissionsintensives Erd\u00f6l ersetzten, sagte Baumann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Experten des Bundestages empfehlen im Interesse des Umweltschutzes einen Verzicht auf die Pflicht zur Beimischung von Bioethanol zu Benzin. 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