{"id":123803,"date":"2023-03-13T07:32:00","date_gmt":"2023-03-13T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=123803"},"modified":"2023-03-08T13:42:55","modified_gmt":"2023-03-08T12:42:55","slug":"biobasierte-additive-und-fullstoffe-fur-farben-und-lacke-erfolgreich-getestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biobasierte-additive-und-fullstoffe-fur-farben-und-lacke-erfolgreich-getestet\/","title":{"rendered":"Biobasierte Additive und F\u00fcllstoffe f\u00fcr Farben und Lacke erfolgreich getestet"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2023\/PM_2023-12_Foto_Lacke_klein.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/PM_2023-12_Foto_Lacke_klein.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-123828\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/PM_2023-12_Foto_Lacke_klein.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/PM_2023-12_Foto_Lacke_klein-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/PM_2023-12_Foto_Lacke_klein-150x85.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/PM_2023-12_Foto_Lacke_klein-400x225.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>crevis &#8211; stock.adobe.com<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die J. Rettenmaier und S\u00f6hne GmbH (JRS) hat Cellulosegele f\u00fcr den Einsatz als Rheologieadditive sowie ultrafeine, teilweise oberfl\u00e4chenmodifizierte Cellulosefasern als funktionale F\u00fcllstoffe in Farben und Lacken entwickelt. Die Produkte wurden in ausgew\u00e4hlten Richtformulierungen erfolgreich getestet. Die biobasierten Zus\u00e4tze sind mit Umwelt- und Klimavorteilen verbunden. \u00d6konomische Vorteile lie\u00dfen sich in der Projektlaufzeit aufgrund der stark schwankenden Rohstoffpreise noch nicht belegen.<br>Das Vorhaben \u201eLackverbesserer\u201c ist das erste abgeschlossene Projekt von\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2023\/PM_2023-12_Anhang_zur_PM.pdf\" target=\"_blank\"><strong>insgesamt 13<\/strong><\/a>\u00a0 zum Thema \u201eBiobasierte Beschichtungen\u201c aus einem F\u00f6rderaufruf des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Lacken k\u00f6nnen Gele aus mikrokristalliner Cellulose, compoundiert mit Carboxymethylcellulose (CMC), Additive aus Acrylaten und PU-Verdickern vollst\u00e4ndig oder teilweise ersetzen. Das Gleiche gilt f\u00fcr den Ersatz anorganischer Additive, z.B. aus Kiesels\u00e4ure oder Bentonit. JRS hatte die Celluloseprodukte auf Fichten- und Buchenholzbasis in einem Forschungsprojekt entwickelt und in Klar-, Holz- und Wei\u00dflacken als Rheologieadditive getestet. Die Einsatzkonzentration musste im Vergleich zu dem zu ersetzenden Rheologieadditiv etwas erh\u00f6ht werden, um die gew\u00fcnschten Viskosit\u00e4ten zu erreichen. Zus\u00e4tzlich konnte in wasserbasierten Lacken eine L\u00f6semitteleinsparung von ca. 60% erzielt werden. Die Umwelt- und potenziellen \u00f6konomischen Vorteile: Mikrokristalline Cellulose aus Holz ist weniger wassergef\u00e4hrdend, zu ihrer Herstellung ben\u00f6tigt man keine kritischen Substanzen wie Ethylenoxid oder Glycolderivate. Die Produkte k\u00f6nnen, im Gegensatz zu Acrylat- und PU-Verdickern, als Pulver mit 100 Prozent Wirkstoffgehalt geliefert werden, das spart Transportaufwand und Treibhausgas-Emissionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem untersuchte JRS, inwieweit ultrafeine oberfl\u00e4chenmodifizierte Cellulosefasern anorganische F\u00fcllstoffe wie Calciumcarbonat in Farben und Lacken ersetzen k\u00f6nnen. Konkret pr\u00fcften die Forschenden, wie sich mit TiO<sub>2<\/sub>modifizierte Cellulosefasern anstelle eines Titandioxid-Extenders auf Basis von Calciumcarbonat in einer Dispersionsfarbe verhielten. Im Ergebnis verbesserte sich das Deckverm\u00f6gen der Farbe. Durch den Einsatz von SiO<sub>2<\/sub>-modifizierten Fasern konnte der Nassabrieb verbessert werden. Au\u00dferdem hatten die organischen F\u00fcllstoffe eine geringere Dichte, mit positiven Auswirkungen auf die Ergiebigkeit der Farbe.<\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit ist Calciumcarbonat der meist verkaufte F\u00fcllstoff f\u00fcr Farben, Lacke und weitere Anstrichsysteme, seine Herstellung ist rohstoffbedingt mit hohen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen verbunden. Hier weisen die Cellulosefasern aus Klimaschutzsicht deutliche Vorteile auf.<\/p>\n\n\n\n<p>JRS untersuchte auch, wie sich die Eigenschaften Glanz, Kratzfestigkeit und Mindestfilmbildetemperatur (MFT) durch Zusatz der Cellulose als Rheologie-Additiv und als F\u00fcllstoff ver\u00e4nderten. Im Ergebnis kam es hier zu keinen signifikanten Unterschieden gegen\u00fcber den konventionellen Vergleichsprodukten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die Celluloseprodukte dank ihres geringeren Transportaufwandes und ihrer gr\u00f6\u00dferen Ergiebigkeit unterm Strich auch \u00f6konomisch attraktiver f\u00fcr die Farben- und Lackindustrie sind, lie\u00df sich nicht abschlie\u00dfend bewerten. Dazu waren die Energie- und Rohstoffkosten in der Projektlaufzeit zu volatil. JRS sieht trotzdem Marktchancen, da der Trend eindeutig in Richtung nachhaltige Produkte geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abschlussbericht zum Projekt \u201eLackverbesserer\u201c steht in der Projektdatenbank der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) (<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/projektdatenbank-der-fnr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/projektdatenbank-der-fnr\/<\/a>) unter dem F\u00f6rderkennzeichen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220HV055X\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2220HV055X<\/a>&nbsp;zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Vorhaben \u201eLackverbesserer\u201c wurde vom BMEL \u00fcber die FNR als Projekttr\u00e4ger im Rahmen des F\u00f6rderaufrufs \u201eBiobasierte Beschichtungen\u201c von 2019 unterst\u00fctzt. Insgesamt wurden 13 Vorhaben bewilligt, in denen Forschende nach biogenen Alternativen f\u00fcr Beschichtungen f\u00fcr diverse Anwendungen suchen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Kurz\u00fcbersicht der Vorhaben finden Sie hier\u00a0<\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2023\/PM_2023-12_Anhang_zur_PM.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2023\/PM_2023-12_Anhang_zur_PM.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dr. Dietmar Peters<br>Tel.:\u00a0+49 3843 6930-109<br>E-Mail:\u00a0<a>d.peters@fnr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die J. Rettenmaier und S\u00f6hne GmbH (JRS) hat Cellulosegele f\u00fcr den Einsatz als Rheologieadditive sowie ultrafeine, teilweise oberfl\u00e4chenmodifizierte Cellulosefasern als funktionale F\u00fcllstoffe in Farben und Lacken entwickelt. 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