{"id":123747,"date":"2023-03-10T07:26:00","date_gmt":"2023-03-10T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=123747"},"modified":"2023-03-07T12:14:39","modified_gmt":"2023-03-07T11:14:39","slug":"abwasser-verrat-auch-toilettenpapier-kann-pfas-enthalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/abwasser-verrat-auch-toilettenpapier-kann-pfas-enthalten\/","title":{"rendered":"Abwasser verr\u00e4t: Auch Toilettenpapier kann PFAS enthalten"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>PFAS sind \u00fcberall. Weil sie u.a. wasser- und schmutzabweisend sind, stecken sie in Unmengen Alltagsprodukten, Jacken, Teppichen, Pfannen, Kosmetika. Erst vor wenigen Tagen zeigte eine Recherche, dass die Chemikalien \u00fcberall zu finden sind,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/pfas-chemikalie-belastung-krebs-100.html\">an 1.500 Orten<\/a>\u00a0konnten sie nachgewiesen werden.<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/ewigkeitschemikalien-pfas-sollen-in-der-eu-verboten-werden100.html\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1013\" height=\"380\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/Bildschirmfoto-2023-03-07-um-12.10.46.png\" alt=\" Sanft zum Ges\u00e4\u00df - aber giftig f\u00fcr die Umwelt. Toilettenpapier ist eine Quelle f\u00fcr die sogenannten Ewigkeitschemikalie PFAS. \" class=\"wp-image-123765\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/Bildschirmfoto-2023-03-07-um-12.10.46.png 1013w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/Bildschirmfoto-2023-03-07-um-12.10.46-300x113.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/Bildschirmfoto-2023-03-07-um-12.10.46-150x56.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/Bildschirmfoto-2023-03-07-um-12.10.46-768x288.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/03\/Bildschirmfoto-2023-03-07-um-12.10.46-400x150.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1013px) 100vw, 1013px\" \/><figcaption>Sanft zum Ges\u00e4\u00df &#8211; aber giftig f\u00fcr die Umwelt. Toilettenpapier ist eine Quelle f\u00fcr die sogenannten Ewigkeitschemikalie PFAS.\u00a0Bildrechte: IMAGO \/ Bihlmayerfotografie<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">PFAS k\u00f6nnen im Toilettenpapier zur\u00fcckbleiben<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch im Abwasser, das sp\u00e4testens seit Corona besonders intensiv \u00fcberwacht wird, landen PFAS \u2013 zum Beispiel aus Kosmetikartikeln oder Reinigungsmitteln. Eine Quelle allerdings wurde bisher noch nicht untersucht: Toilettenpapier. Dar\u00fcber berichten Forscher der der American Chemical Society in den &#8220;<a href=\"https:\/\/pubs.acs.org\/doi\/abs\/10.1021\/acs.estlett.3c00094\">Environmental Science &amp; Technology Letters<\/a>&#8220;. Ausgangspunkt der Forschenden war die Tatsache, dass einige Papierhersteller bei der Umwandlung von Holz in Zellstoff PFAS hinzuf\u00fcgen, die zur\u00fcckbleiben und das endg\u00fcltige Papierprodukt kontaminieren k\u00f6nnen. Auch recyceltes Toilettenpapier k\u00f6nnte mit Fasern hergestellt worden sein, die aus Materialien stammen, die PFAS enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forschenden sammelten Toilettenpapierrollen, die in Amerika, Afrika und Westeuropa verkauft wurden und sammelten Kl\u00e4rschlammproben aus US-amerikanischen Kl\u00e4ranlagen. Anschlie\u00dfend wurde der Schlamm auf 34 Verbindungen, die allesamt zu den PFAS z\u00e4hlen, analysiert. Prim\u00e4r nachgewiesen wurden disubstituierte Polyflouralkylphosphate (diPAPs). Diese Verbindungen k\u00f6nnen sich in stabilere PFAS umwandeln, die potenziell krebserregend sind.<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/ratgeber\/gesundheit\/studie-pfas-chemikalien-im-blut-von-kindern-100.html\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stark unterschiedliche Anteile von PFAS<\/h3>\n\n\n\n<p>In Kombination mit Daten zum Pro-Kopf-Toilettenpapierverbrauch in verschiedenen L\u00e4nder berechneten die Forschenden, dass alleine Toilettenpapier mitunter f\u00fcr einen nicht unerheblichen Anteil an PFAS im Abwasser verantwortlich ist. In Frankreich ist Toilettenpapier f\u00fcr 89 Prozent des 6:2 diPAP (einer Unterart der PFAS) im Abwasser verantwortlich. In Schweden liegt dieser Anteil bei 35 Prozent und in den USA bei vier Prozent. Zahlen f\u00fcr Deutschland wurden nicht erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Forscherteam res\u00fcmiert angesichts dieser stark schwankenden Werte, dass Toilettenpapier an einigen Orten der Welt sogar als Hauptquelle f\u00fcr PFAS im Abwasser gelten k\u00f6nnen \u2013 an anderen Orten wiederrum spiele es eher eine untergeordnete Rolle. Andere Quellen f\u00fcr PFAS im Abwasser sind Kosmetika, Textilien oder Lebensmittelverpackungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Links\/Studien<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Die ganze Studie zum Nachlesen\u00a0<a href=\"https:\/\/pubs.acs.org\/doi\/abs\/10.1021\/acs.estlett.3c00094\">gibt es hier<\/a>: Per- and Polyfluoroalkyl Substances in Toilet Paper and the Impact on Wastewater Systems.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PFAS sind \u00fcberall. Weil sie u.a. wasser- und schmutzabweisend sind, stecken sie in Unmengen Alltagsprodukten, Jacken, Teppichen, Pfannen, Kosmetika. 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Die umstrittenen Ewigkeitschemikalien, die krebserregend sein k\u00f6nnten, sind auch dort, wo wir sie nicht vermuten: im Toilettenpapier","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[21848,12361,14278,10453,11567,13197],"supplier":[1143],"class_list":["post-123747","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-abwasser","tag-chemikalien","tag-fasern","tag-recycling","tag-umwelt","tag-zellstoff","supplier-american-chemical-society-acs"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123747","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123747"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123747\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123747"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=123747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}