{"id":123713,"date":"2023-03-09T07:32:00","date_gmt":"2023-03-09T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=123713"},"modified":"2023-03-06T13:01:40","modified_gmt":"2023-03-06T12:01:40","slug":"textiles-mikroplastik-neuer-standard-beurteilt-erstmals-faserfreisetzung-biodegradation-und-okotoxizitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/textiles-mikroplastik-neuer-standard-beurteilt-erstmals-faserfreisetzung-biodegradation-und-okotoxizitat\/","title":{"rendered":"Textiles Mikroplastik: Neuer Standard beurteilt erstmals Faserfreisetzung, Biodegradation und \u00d6kotoxizit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Der Pr\u00fcfdienstleister Hohenstein hat in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Trigema, Freudenberg Performance Materials APPAREL, DBL ITEX und Paradies eine neue DIN SPEC 4872 geschaffen, die k\u00fcnftig als standardisiertes Pr\u00fcfverfahren Umweltauswirkungen von Textilien beim Waschen bez\u00fcglich Faserfreisetzung, biologischer Abbaubarkeit sowie \u00d6kotoxizit\u00e4t detektiert und klassifiziert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Studien haben gezeigt, dass beim Waschen von Textilien Fasern in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von Mikroplastik im Waschwasser freigesetzt werden, die von Kl\u00e4ranlagen nur unzureichend zur\u00fcckgehalten werden k\u00f6nnen. Dabei stellen synthetische Fasern aufgrund ihrer Langlebigkeit das gr\u00f6\u00dfte Risiko f\u00fcr die Umwelt dar, denn sie sind biologisch nicht abbaubar. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Hohenstein Gesamtprojektleiterin<\/strong> <strong>Juliane Alberts<\/strong> gibt jedoch f\u00fcr biologisch abbaubare Fasern wie z.B. Naturfasern keine Entwarnung: \u201eDie biologische Abbaubarkeit alleine bedeutet jedoch nicht, dass beispielsweise reine Naturfasern f\u00fcr die Umwelt v\u00f6llig unsch\u00e4dlich sind. Auch sie verbleiben eine gewisse Zeit in der Umwelt, bis sie vollst\u00e4ndig abgebaut sind und k\u00f6nnen sich daher ebenfalls negativ auswirken. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen in der Textilproduktion verwendete Zusatzstoffe, Hilfsmittel oder Ausr\u00fcstungen den Abbauprozess weiter verlangsamen und sich als umweltsch\u00e4dlich erweisen.\u201c\u00a0<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der neue Standard erm\u00f6glicht es Produzenten und Anbietern von Textilien erstmals, ihre Produkte hinsichtlich der Faserfreisetzung beim Waschen und deren Umweltauswirkungen von Hohenstein testen, bewerten und vergleichen zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Juliane Alberts<\/strong> sieht in der systematischen Bewertung des textilen Austrags beim Waschen eine Chance f\u00fcr die Textilindustrie, die Initiative beim dr\u00e4ngenden Problem von Mikroplastik zu ergreifen: \u201eUnsere belastbaren Daten k\u00f6nnen bestens als Basis f\u00fcr eine gezieltere Produktentwicklung und eine generelle Optimierung des Produktportfolios herangezogen werden. Auf diese Weise kann es gelingen, die weitere Umweltbelastung aktiv und bewusst zu steuern bzw. zu vermeiden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Detaillierte Informationen finden sich unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hohenstein.de\/de\/kompetenz\/nachhaltigkeit\/mikroplastikanalyse?utm_source=pr-de&amp;utm_medium=release-2023-02&amp;utm_campaign=dinspec-4872#c62825\">www.hohenstein.de\/din-spec-4872&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber Hohenstein\u00a0<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit Hauptsitz in B\u00f6nnigheim, Deutschland, und rund 1.000 Mitarbeitern in den Niederlassungen und Laboren auf der ganzen Welt bietet Hohenstein seit mehr als 75 Jahren akkreditierte und unabh\u00e4ngige Dienstleistungen wie Pr\u00fcfung, Zertifizierung, Forschung und Entwicklung textiler Produkte sowie Schulungen an. Produktlabels wie das Hohenstein-Qualit\u00e4tslabel oder der UV STANDARD 801 unterst\u00fctzen Hersteller und H\u00e4ndler bei ihren Marketingaktivit\u00e4ten. Als Gr\u00fcndungsmitglied ist Hohenstein auch eines der wichtigsten Labore f\u00fcr Pr\u00fcfungen im Rahmen der OEKO-TEX\u00ae Labels.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Pr\u00fcfdienstleister Hohenstein hat in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Trigema, Freudenberg Performance Materials APPAREL, DBL ITEX und Paradies eine neue DIN SPEC 4872 geschaffen, die k\u00fcnftig als standardisiertes Pr\u00fcfverfahren Umweltauswirkungen von Textilien beim Waschen bez\u00fcglich Faserfreisetzung, biologischer Abbaubarkeit sowie \u00d6kotoxizit\u00e4t detektiert und klassifiziert. 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