{"id":12361,"date":"2010-09-22T00:00:00","date_gmt":"2010-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100922-02n"},"modified":"2013-12-24T08:21:07","modified_gmt":"2013-12-24T06:21:07","slug":"foerderbeispiel-biotechnologie-das-geheimnis-der-klebstoffe-aus-der-natur-lueften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/foerderbeispiel-biotechnologie-das-geheimnis-der-klebstoffe-aus-der-natur-lueften\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderbeispiel Biotechnologie: Das Geheimnis der Klebstoffe aus der Natur lueften"},"content":{"rendered":"<p><b>Ob bei Miesmuscheln, Seepocken oder an Spinnenweben \u2013 wenn es um Klebstoffe geht, h\u00e4lt die Natur gleich eine ganze Palette an Superklebern bereit. Ihr Vorteil: Sie haften an allen m\u00f6glichen Orten. Diese Eigenschaft macht die Naturkleber begehrt \u2013 auch in der Industrie. Grund genug, f\u00fcr Wissenschaftler von der Henkel AG &amp; Co. KGaA gemeinsam mit weiteren Partnern neue Klebstoffe nach dem Vorbild der Natur zu entwickeln. Die Arbeiten finden unter dem Dach von &#8220;CLIB 2021 \u2013 Cluster industrielle Biotechnologie&#8221; statt und werden bis zum Jahr 2013 vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,4 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/b><\/p>\n<p>Im Gegensatz zu bisher industriell hergestellten Klebern haben die nat\u00fcrlichen Vorbilder deutlich st\u00e4rkere Hafteigenschaften.<br \/>\nZum Beispiel die Miesmuschel: Sie bleibt fest in der Muschelbank verankert, auch wenn es in der Nordsee st\u00fcrmt. Von ihrem Ursprung her sind nat\u00fcrliche Kleber nichts anderes als kurze Eiwei\u00dfst\u00fccke, die auch Peptide genannt werden und aus einer Abfolge verschiedener Aminos\u00e4uren bestehen. Auf diese Peptide haben es die Forscher bei Henkel nun abgesehen.<\/p>\n<p>&#8220;Wir wollen die Peptide der Natur gezielt optimieren und nutzen, um in Kombination mit bew\u00e4hrten und neuen chemischen Prinzipien neuartige Klebstoffe zu entwickeln&#8221;, erl\u00e4utert Karl-Heinz Maurer, Leiter der Biotechnologie-Forschung bei Henkel. Als Ausgangspunkt ihrer Arbeit wird ein ganz spezielles Peptid genutzt, das so starke Hafteigenschaften besitzt, dass es auch an Stahl kleben bleibt.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Wissenschaftlern vom Forschungszentrum J\u00fclich, der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf sowie der Artes Biotechnology GmbH in Langenfeld sollen Ver\u00e4nderungen in der Abfolge der Aminos\u00e4uren dieses Ausgangspeptides zu neuen Klebstoffkandidaten mit ganz besonders guten Klebe-Eigenschaften f\u00fchren. Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine ganze Bibliothek an Varianten des Ausgangspeptids zu entwickeln. Hunderttausend Klebstoffkandidaten k\u00f6nnten auf diese Weise zusammengetragen werden, hoffen die Forscher. Die Analyse der Peptide gleicht also der ber\u00fchmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. &#8230;<\/p>\n<p><b>&#8230;Den kompletten Text zum Thema k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20100922-02\/Klebstoffe-aus-der-Natur.pdf\">hier als PDF-Datei downloaden<\/a>.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ob bei Miesmuscheln, Seepocken oder an Spinnenweben &ndash; wenn es um Klebstoffe geht, ha&#776;lt die Natur gleich eine ganze Palette an Superklebern bereit. 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