{"id":12341,"date":"2010-10-22T00:00:00","date_gmt":"2010-10-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20101022-04n"},"modified":"2010-10-22T00:00:00","modified_gmt":"2010-10-21T22:00:00","slug":"eu-groesster-nettoimporteur-landwirtschaftlicher-produkte-wettbewerb-um-produktionsflaechen-nimmt-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-groesster-nettoimporteur-landwirtschaftlicher-produkte-wettbewerb-um-produktionsflaechen-nimmt-zu\/","title":{"rendered":"EU gr\u00f6\u00dfter Nettoimporteur landwirtschaftlicher Produkte: Wettbewerb um Produktionsfl\u00e4chen nimmt zu"},"content":{"rendered":"<p><b>Berlin &#8211; Die Ern\u00e4hrungssituation in den armen L\u00e4ndern verschlechtert sich zunehmend. Am diesj\u00e4hrigen Weltern\u00e4hrungstag, dem 16. Oktober 2010, m\u00fcssen 925 Millionen Menschen hungern.<\/b><\/p>\n<p>Weltern\u00e4hrung &#8220;Selbst unter den besten aller denkbaren und realistischen Umst\u00e4nde werden die armen L\u00e4nder in den kommenden Jahrzehnten nicht einmal ann\u00e4hernd in der Lage sein, ihre rasch wachsenden Bev\u00f6lkerungen aus eigener Produktion ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen&#8221;, sagt Harald von Witzke, Pr\u00e4sident des Humboldt Forums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, einem internationalen Think Tank mit Sitz in Berlin. Die rasch wachsende Nahrungsl\u00fccke der armen L\u00e4nder w\u00fcrde sich nur schlie\u00dfen lassen, wenn auch die reichen L\u00e4nder selbst mehr Nahrung produzierten und exportierten. Die Europ\u00e4ische Union habe dieses Problem bisher weitgehend ignoriert und heute einen gro\u00dfen Nachholbedarf, der auch in der \u00d6ffentlichkeit bisher unbekannt sei.<\/p>\n<p>Die EU habe die Agrarforschung allzu lange vernachl\u00e4ssigt. Unter anderem dadurch sei die Europ\u00e4ische Gemeinschaft heute zum weltgr\u00f6\u00dften Nettoimporteur von Agrarg\u00fctern geworden. Rechne man die Nettoimporte der EU in die zu ihrer Produktion notwendigen Fl\u00e4chen um, erg\u00e4be sich ein Import an virtuellem Boden von etwa 35 Millionen. Hektar, so von Witzke weiter. Denn die EU nutze in anderen L\u00e4ndern Fl\u00e4chen von einer Gesamtgr\u00f6\u00dfe, die dem Territorium Deutschlands entspr\u00e4che, um ihren eigenen Bedarf an Nahrung, Naturfasern, Bioenergie oder anderen Agrarprodukten zu decken. <\/p>\n<p>Nach dieser Berechnung habe sich allein in den letzten zehn Jahren der Nettoimport an virtuellem Ackerland um 10 Millionen Hektar erh\u00f6ht. &#8220;Die EU ist zu einem &#8216;virtuellen&#8217; Landnutzer au\u00dferhalb ihres Territoriums geworden,&#8221; so von Witzke. Die Ausdehnung der von der EU in anderen L\u00e4ndern genutzten Fl\u00e4chen f\u00fchre dort zur Entwaldung und trage dadurch au\u00dferdem zum Klimawandel bei. &#8220;Auch die EU muss in der Landwirtschaft wieder auf Innovation und hohe Produktivit\u00e4t setzen, wenn es gelingen soll, den Hunger in der Welt zu besiegen, dem Klimawandel Paroli zu bieten und nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume zu erhalten,&#8221; fordert von Witzke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Berlin &#8211; Die Ern&auml;hrungssituation in den armen L&auml;ndern verschlechtert sich zunehmend. Am diesj&auml;hrigen Weltern&auml;hrungstag, dem 16. 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