{"id":123335,"date":"2023-03-01T07:32:00","date_gmt":"2023-03-01T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=123335"},"modified":"2023-02-24T13:57:46","modified_gmt":"2023-02-24T12:57:46","slug":"bio-kunstrasen-nachhaltig-umweltfreundlich-spieltauglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-kunstrasen-nachhaltig-umweltfreundlich-spieltauglich\/","title":{"rendered":"Bio-Kunstrasen: nachhaltig, umweltfreundlich, spieltauglich"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"400\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/PM_2023-03_AdobeStock_212804949.jpg\" alt=\"Kunststoffrasen - pflegeleicht und zu jeder Jahreszeit bespielbar. \" class=\"wp-image-123354\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/PM_2023-03_AdobeStock_212804949.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/PM_2023-03_AdobeStock_212804949-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/PM_2023-03_AdobeStock_212804949-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/PM_2023-03_AdobeStock_212804949-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption>Kunststoffrasen &#8211; pflegeleicht und zu jeder Jahreszeit bespielbar. Bild: mtaira \u2013 stock.adobe.com<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Mit einem biobasierten, biologisch abbaubaren Kunststoffrasensystem will die Stadt Ellwangen den Austrag von Mikroplastik in die Umwelt reduzieren und eine nachhaltige, zukunftsf\u00e4hige Alternative f\u00fcr neue Sportpl\u00e4tze mit Kunststoffrasen schaffen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Entwicklung des Systems \u00fcbernehmen der Biopolymerhersteller TECNARO und das Institut f\u00fcr Kunststofftechnik der Universit\u00e4t Stuttgart. Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) unterst\u00fctzt das Vorhaben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sportpl\u00e4tze aus Kunstrasen stellt man bislang aus fossilen Ressourcen her. Ellwangen plant nun den deutschlandweit ersten Kunstrasenplatz, der nahezu vollst\u00e4ndig aus biobasierten Werkstoffen bestehen wird. Der Modellplatz soll mindestens dieselben sporttechnischen Eigenschaften aufweisen wie die herk\u00f6mmlichen Pendants und als Vorbild und Anschauungsobjekt dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kunststoffrasen sind mehrschichtig aufgebaut. In der obersten Faserschicht befindet sich ein Einstreugranulat (Infill), das dort f\u00fcr Stabilit\u00e4t und Elastizit\u00e4t sorgt und gleichzeitig der Hauptverursacher des Mikroplastikaustrags ist. Die Entwicklung eines biobasierten und biologisch abbaubaren Infills steht deshalb im Zentrum des Projektes. Das Projektteam setzt hier auf die Arboblend\u00ae-Werkstoffe von Tecnaro als Grundlage f\u00fcr ihr neues Material. Ziel ist eine biologische Abbaubarkeit von 90 Prozent, im Erdreich innerhalb von 24 Monaten bzw. im Wasser innerhalb von sechs Monaten. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung besteht allerdings darin, dass der biologische Abbau erst einsetzt, wenn das Infill in die Umwelt gelangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben sucht das Forscherteam auch f\u00fcr die Faserschicht des Kunststoffrasens nach biobasierten Alternativen. Es gilt, Bio-Compounds mit passenden technischen Eigenschaften zu finden und sie optimal zu additiveren. Bei den Materialien ist insbesondere eine hohe Temperaturbest\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Sommermonate erforderlich. F\u00fcr die Elastikschicht sollen sortenreine hochwertige Rezyklate genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"213\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/csm_PM_2023-03_Aufbau-Kunstrasen-Hintergrundweiss_0d946ac2e8.jpg\" alt=\"Kunststoffrasen - Aufbau.\" class=\"wp-image-123355\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/csm_PM_2023-03_Aufbau-Kunstrasen-Hintergrundweiss_0d946ac2e8.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/csm_PM_2023-03_Aufbau-Kunstrasen-Hintergrundweiss_0d946ac2e8-300x80.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/csm_PM_2023-03_Aufbau-Kunstrasen-Hintergrundweiss_0d946ac2e8-150x40.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/csm_PM_2023-03_Aufbau-Kunstrasen-Hintergrundweiss_0d946ac2e8-768x204.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/csm_PM_2023-03_Aufbau-Kunstrasen-Hintergrundweiss_0d946ac2e8-400x107.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Kunststoffrasen &#8211; Aufbau. Bild: IKT Stuttgart<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Projektes \u00fcberpr\u00fcfen die Forschenden den tats\u00e4chlichen Kunststoffaustrag vom Platz und dessen Umweltauswirkungen. Sie erstellen eine \u00d6kobilanz f\u00fcr ihr Kunststoffrasensystem und initiieren einen Dialog zwischen den B\u00fcrger\/-innen und Nutzer\/-innen des Platzes im Sinne einer Aus- und Weiterbildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hintergrund<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mikroplastik, also kleinste Kunststoffteile, reichern sich immer mehr in der Umwelt an. Sie stammen aus verschiedensten Quellen. Zum Mikroplastik z\u00e4hlt auch das Kunststoffgranulat (Infill), das f\u00fcr die Bef\u00fcllung von Kunstrasenfl\u00e4chen eingesetzt und von dort durch Regenf\u00e4lle, Wind, Schuhe und B\u00e4lle unkontrolliert in die Umwelt ausgetragen wird. Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Chemieagentur (ECHA) verursachen Kunststoffrasenpl\u00e4tze europaweit j\u00e4hrlich 16.000 Tonnen Mikroplastik-Austrag. Die ECHA hat daher der EU-Kommission ein Verbot des Einsatzes von Kunststoffgranulat auf Kunststoffrasenfl\u00e4chen empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland gibt es aktuell bereits rund 9.000 Kunstrasenpl\u00e4tze. Diese Anzahl k\u00f6nnte in den n\u00e4chsten Jahren noch steigen, denn vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten und Ballungsr\u00e4umen werden mehr Sportpl\u00e4tze ben\u00f6tigt. Kunststoffrasenfl\u00e4chen sind im Gegensatz zu Naturrasenfl\u00e4chen zu jeder Jahreszeit nutzbar, pflegeleichter und im Unterhalt kosteng\u00fcnstiger. Im Vergleich mit Sand- und Aschepl\u00e4tzen geht von ihnen eine geringere Verletzungsgefahr aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Projektinformationen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><br>Der Bau und die Nutzung des Modell-Platzes wird im Verbundprojekt \u201eNachhaltiger Kunststoffrasenplatz &#8211; Entwicklung und Untersuchung am Beispiel der Stadt Ellwangen\u201c durch das BMEL gef\u00f6rdert und vom Projekttr\u00e4ger des BMEL, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) betreut. Die TECNARO Gesellschaft zur industriellen Anwendung nachwachsender Rohstoffe mbH und die Universit\u00e4t Stuttgart, Institut f\u00fcr Kunststofftechnik f\u00fchren das bis Mitte 2025 laufende Projekt durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Weiterentwicklung und Optimierung der biogenen Kunststoffe werden die beiden Partner vom Institut f\u00fcr Biomaterialien und biomolekulare Systeme (IBBS) der Universit\u00e4t Stuttgart unterst\u00fctzt. Die Extrusionsversuche f\u00fcr die Kunstrasenfasern werden von der Morton Extrusionstechnik GmbH durchgef\u00fchrt, die Systementwicklung von Kunststoffrasenteppich und Elastikschicht erfolgt durch FieldTurf Tarkett. Eingebunden in die Arbeiten ist neben der Stadt Ellwangen ein projektbegleitender Ausschuss, an dem u.&nbsp;a. die baden-w\u00fcrttembergischen Ministerien f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz sowie f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, das Bundesinstitut f\u00fcr Sportwissenschaft und der Landessportbund Baden-W\u00fcrttemberg beteiligt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Informationen und Ansprechpartner stehen in der Projektdatenbank der FNR (<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/projektdatenbank-der-fnr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/projektdatenbank-der-fnr<\/a>) unter folgenden F\u00f6rderkennzeichen zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR267A\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2220NR267A<\/a>&nbsp;&#8211; Teilvorhaben 1: Werkstoffentwicklung \u2013 TECNARO Gesellschaft zur industriellen Anwendung nachwachsender Rohstoffe mbH&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR267A\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR267A<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR267B\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2220NR267B<\/a>&nbsp;&#8211; Teilvorhaben 2: Analyse des Werkstoffverhaltens \u2013 Universit\u00e4t Stuttgart, Institut f\u00fcr Kunststofftechnik (IKT) &#8211;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR267B\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR267B<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Infos unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/ausgewaehlte-projekte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fnr.de\/projektfoerderung\/ausgewaehlte-projekte<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber die FNR<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fnr-struktur-aufgaben-lage\/fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-fnr\" target=\"_blank\"><strong>https:\/\/www.fnr.de\/fnr-struktur-aufgaben-lage\/fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-fnr<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.<br>Dr. Gabriele Peterek<br>Tel.: +49 3843 6930-119<br>E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:g.peterek@fnr.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">g.peterek@fnr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem biobasierten, biologisch abbaubaren Kunststoffrasensystem will die Stadt Ellwangen den Austrag von Mikroplastik in die Umwelt reduzieren und eine nachhaltige, zukunftsf\u00e4hige Alternative f\u00fcr neue Sportpl\u00e4tze mit Kunststoffrasen schaffen.&nbsp; Die Entwicklung des Systems \u00fcbernehmen der Biopolymerhersteller TECNARO und das Institut f\u00fcr Kunststofftechnik der Universit\u00e4t Stuttgart. Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) unterst\u00fctzt das Vorhaben. 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