{"id":12310,"date":"2010-11-23T00:00:00","date_gmt":"2010-11-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20101123-01n"},"modified":"2010-11-23T00:00:00","modified_gmt":"2010-11-22T22:00:00","slug":"algen-zur-produktion-von-bio-kunststoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/algen-zur-produktion-von-bio-kunststoffen\/","title":{"rendered":"Algen zur Produktion von Bio-Kunststoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Experten von See-o-Two arbeiten gemeinsam mit der Energie AG an der gro\u00dfindustriellen Marktreife eines neuen Algenbr\u00fcters. Aus dem gewonnenen Algen\u00f6l kann etwa einfach Biodiesel oder Kunststoff auf Bio-Basis hergestellt werden.<\/b><\/p>\n<p>Das Unternehmen See-o-Two (SOT) entwickelt Technologien weiter, mit der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in Biomasse umgewandelt werden k\u00f6nnen. Dabei wird das CO<sub>2<\/sub> zur Zucht von Mikroalgen in industriellem Ma\u00dfstab verwendet. Damit wird es erstmals m\u00f6glich Mikroalgen-Biomasse als kommerziell wettbewerbsf\u00e4higen Rohstoff herzustellen.<\/p>\n<p>Nach Unternehmensangaben konvertiert die SOT-Technologie die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in Algenbiomasse mit einem Faktor von ca. 1:2. Die energetische Verwertung der damit erzeugten Algenbiomasse ist daher &#8220;CO<sub>2<\/sub> neutral&#8221; entsprechend dem Kyoto-Protokoll.<\/p>\n<p>Die gewonnenen Algenbiomasse kann sowohl als Rohmaterial f\u00fcr die pharmazeutische und kosmetische Industrie, f\u00fcr Biokunststoffe \/ Biochemie als auch als Grundstoff f\u00fcr Bio\u00f6lerzeugung genutzt werden. Algen\u00f6l kann etwa technisch z.B. einfach in Biodiesel umgewandelt werden. Der proteinreiche Algenrest ist zudem ein Tierfutter, das insbesondere f\u00fcr Aquakulturen genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Vor allem verweist Joachim Grill, CEO von Finanzier SEEPEG und Investorenvertreter, auf die gegen\u00fcber h\u00f6here Produktivit\u00e4t der eigenen Technologie gegen\u00fcber jener von Mitbewerbern. Die Produktivit\u00e4t der See-o-Two-Anlagen \u00fcbertrifft nach Unternehmensangaben jene von landwirtschaftlichen \u00d6lsaaten um ein Vielfaches, ben\u00f6tigt keine landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen und steht auch nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln.<\/p>\n<p>Daraus sowie aus dem Technologievorsprung resultiert auch ein weiterer Vorteil der See-o-Two-Anlagen, der geringere Platzbedarf. Techniker Karl Stagl: &#8220;Der Fl\u00e4chenbedarf des SOT-Systems ist um rund zwei Drittel bis 90 Prozent geringer als bei Anlagen von Mitbewerbern. W\u00e4hrend herk\u00f6mmliche Anlagen f\u00fcr den gleichen Ertrag vergleichsweise die Gr\u00f6\u00dfe eines Fu\u00dfballfeldes ben\u00f6tigen, erreicht dies See-o-Two bei einer Anlagengr\u00f6\u00dfe eines Strafraumes.&#8221; Dies wird durch die Verwednung von silof\u00f6rmigen Tanks anstelle Fu\u00dfballfeldgro\u00dfer Zuchtbecken erm\u00f6glicht. Damit wird die Technik auch unabh\u00e4ngig vom Klima anwendbar.<\/p>\n<p>Das System arbeitet mit dem dem Abgasstrom von Industrieanlagen. Diesem wird das CO<sub>2<\/sub> entzogen, das wiederum in die Algen-N\u00e4hrl\u00f6sung (Wasser, versetzt mit Speziald\u00fcnger) f\u00fcr die Mikroalgen eingespeist wird. In den silof\u00f6rmigen Bioreaktoren wachsen dann die Algen. Die Bioreaktoren sind dabei mit einer neuartigen, eigens f\u00fcr See-o-Two entwickelten Beleuchtungstechnik ausgestattet, die vor allem ausreichende Lichtverh\u00e4ltnisse auch in den tieferen Zonen der Bioreaktoren schafft und dabei mit geringstem Energieaufwand das Auslangen findet.<\/p>\n<p>Derzeit wird am Kraftwerksstandort Timelkam der Energie AG Ober\u00f6sterreich ein Prototyp im Gro\u00dfma\u00dfstab getestet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Experten von See-o-Two arbeiten gemeinsam mit der Energie AG an der gro&szlig;industriellen Marktreife eines neuen Algenbr&uuml;ters. 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