{"id":12306,"date":"2010-04-08T00:00:00","date_gmt":"2010-04-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100408-03n"},"modified":"2010-04-08T00:00:00","modified_gmt":"2010-04-07T22:00:00","slug":"energiebedarf-koenne-nur-bis-zu-4-prozent-aus-energiepflanzen-gewonnen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiebedarf-koenne-nur-bis-zu-4-prozent-aus-energiepflanzen-gewonnen-werden\/","title":{"rendered":"Energiebedarf k\u00f6nne nur bis zu 4 Prozent aus Energiepflanzen gewonnen werden"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen stellte im Rahmen eines Symposiums im Freilichtmuseum Hessenpark am 11. M\u00e4rz die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes &#8220;Energiepflanzen \u2013 Landschaft der Zukunft&#8221; vor. Demnach ist der Anbau von Energiemais in der Region S\u00fcdhessen zwar sowohl wirtschaftlich als auch umwelt- und ressourcenschonend, die vorhandenen Anbaufl\u00e4chen f\u00fcr Energiepflanzen im Untersuchungsgebiet seien jedoch nicht ausreichend. So k\u00f6nnten nur bis zu vier Prozent des W\u00e4rme- und Strombedarfs gedeckt werden. Ziel der Landesregierung ist eine Energieversorgung aus erneuerbaren Ressourcen von bis zu 20 Prozent.<\/b><\/p>\n<p>Die Forscher der Uni Gie\u00dfen untersuchten anhand eines speziell entwickelten Verfahrens zweieinhalb Jahre lang die landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen der Region S\u00fcdhessen. Gegenstand der Untersuchungen waren die Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Energiepflanzen wie Mais sowie deren Auswirkungen auf Artenvielfalt und Wasserqualit\u00e4t. Bei fachgerechter D\u00fcngung g\u00e4be es keinerlei Auswirkungen auf die Wasserqualit\u00e4t. Die Artenvielfalt ginge jedoch bei einem wirtschaftlichen Anbau von \u00fcber 40 Prozent Fl\u00e4che Mais deutlich zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus untersuchte man die Klimafreundlichkeit von Biogas. Dies sei bei einem optimalen Betrieb von Biogasanlagen der Fall, so Hans-Georg Frede vom Institut f\u00fcr Ressourcenmanagement der Uni Gie\u00dfen. <\/p>\n<p>Umweltministerin Silke Lautenschl\u00e4ger (CDU) k\u00fcndigte an, dass der Schwerpunkt beim Ausbau von erneuerbaren Energien auf Biomasse gelegt wird. Der Anteil des Energiepflanzenanbaus von zurzeit knapp 10 Prozent k\u00f6nne gesteigert werden, sagte Peter Voss-Fels, Generalsekret\u00e4r des hessischen Bauernverbandes gegen\u00fcber dpa. &#8220;Ich denke schon, dass f\u00fcr einzelne Betriebe deutlich \u00fcber 50 Prozent m\u00f6glich sind.&#8221; Es sei ausreichend Anbaufl\u00e4che vorhanden. Zudem sei statt eines Sechstels der landwirtschaftlichen Energiepflanzenfl\u00e4chen eine Verdoppelung auf ein Drittel m\u00f6glich, so Voss-Fels. Die aus Pflanzen gewonnene Energie m\u00fcsse aber effizienter genutzt werden, wie z.B. die Nutzung von W\u00e4rme, die bei der Erzeugung von Strom anfalle. Dazu geh\u00f6re auch eine Weiterentwicklung des EEG. Als Einnahmequelle f\u00fcr landwirtschaftliche Nutzung spiele Wind- und Solarenergie laut Voss-Fels eher eine untergeordnete Rolle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Justus-Liebig-Universit&auml;t Gie&szlig;en stellte im Rahmen eines Symposiums im Freilichtmuseum Hessenpark am 11. M&auml;rz die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes &#8220;Energiepflanzen &ndash; Landschaft der Zukunft&#8221; vor. 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