{"id":12297,"date":"2010-04-14T00:00:00","date_gmt":"2010-04-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100414-07n"},"modified":"2010-04-14T00:00:00","modified_gmt":"2010-04-13T22:00:00","slug":"biomasse-ist-motor-der-energiestrategie-sterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomasse-ist-motor-der-energiestrategie-sterreich\/","title":{"rendered":"Biomasse ist Motor der &#8220;Energiestrategie &Ouml;sterreich&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Biomasse ist Motor der neuen Energiestrategie. Sie ist klar Nummer eins bei der inl\u00e4ndischen Energieerzeugung und hat die besten Arbeitsplatzeffekte. Diese zentrale Rolle der biogenen Rohstoffe f\u00fcr das \u00f6sterreichische Energiesystem best\u00e4tigt die am 11.03.2010 vom Umweltminister und Wirtschaftsminister pr\u00e4sentierte Energiestrategie ganz klar.<\/b> <\/p>\n<p>&#8220;Sowohl das 34%-Ziel f\u00fcr die Erneuerbaren als auch das 16%-Reduktionsziel f\u00fcr Treibhausgase k\u00f6nnen wir bis 2020 nur mit einem weiteren Ausbau der Bioenergie schaffen. Biomasse hat bereits jetzt den gr\u00f6\u00dften Anteil an inl\u00e4ndischer Energieerzeugung und sie wird durch die Umsetzung der Ma\u00dfnahmen im Rahmen der Energiestrategie bis 2020 einen noch gr\u00f6\u00dferen Beitrag f\u00fcr die Versorgung leisten m\u00fcssen. Die Ausgangslage und die Ziele liegen nun als Fakten auf dem Tisch. Jetzt m\u00fcssen rasch konkrete Taten folgen, damit wir unsere Potenziale in allen Bereichen optimal nutzen k\u00f6nnen&#8221;, erkl\u00e4rte Gerhard Wlodkowski, Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><b>Platz 1 f\u00fcr Biomasse<\/b><br \/>Rund die H\u00e4lfte der inl\u00e4ndischen Energieerzeugung (46 %) kommt derzeit aus Biomasse, etwa 29 % aus Wasserkraft, und nur 3% aus sonstigen erneuerbaren Quellen (Windkraft, PV, Solarthermie, W\u00e4rmepumpe, etc.), wie die Statistik Austria belegt. Die \u00f6sterreichische \u00d6l- und Gasproduktion tr\u00e4gt mit 22% nur einen bescheidenen Anteil zur inl\u00e4ndischen Energieaufbringung bei, wobei die heimischen Reserven bereits 2020 weitgehend aufgebraucht sein werden. Schon in den Verhandlungen mit der Europ\u00e4ischen Kommission zum 34%-Ziel stellte \u00d6sterreich sein weiteres Ausbaupotenzial f\u00fcr erneuerbare Energie bis zum Jahr 2020 dar.<\/p>\n<p>&#8220;Als Ergebnis muss bei einem Gesamtpotenzial von etwa 200 Petajoule (PJ) mehr als die H\u00e4lfte (ca. 105 PJ) aus Biomasse kommen, der Rest teilt sich zu ungef\u00e4hr gleichen Teilen auf Wasserkraft, Windkraft, Solarthermie und W\u00e4rmepumpe sowie ein wenig Photovoltaik auf. Um das auch umzusetzen, brauchen wir jetzt positive Rahmenbedingungen, auf die wir uns verlassen k\u00f6nnen. Die notwendigen Investitionen k\u00f6nnen nur get\u00e4tigt werden, wenn sich nicht abermals eine unsinnige Stop-&#038;-Go-Politik wie beim \u00d6kostromgesetz wiederholt. Stabile Rahmenbedingungen f\u00fcr den kontinuierlichen Bioenergieausbau m\u00fcssen daher ein wichtiges Ergebnis der Strategiearbeit sein&#8221;, forderte Wlodkowski.<\/p>\n<p><b>Gr\u00f6\u00dfte Arbeitsplatzeffekte<\/b><br \/>&#8220;Aktuelle Studien auf EU- und nationaler Ebene best\u00e4tigen die enorm positiven Arbeitsplatzeffekte biogener Energietr\u00e4ger. Das zeigt auch der EurObserver, der f\u00fcr 2008 die direkten Besch\u00e4ftigungseffekte der regenerativen Energietechnologien in 14 EU-L\u00e4ndern untersucht hat. In diesen L\u00e4ndern wurden durch die Erneuerbaren 660.000 Arbeitspl\u00e4tze als direkter Besch\u00e4ftigungseffekt geschaffen beziehungsweise abgesichert. Davon entfielen mehr als 42% auf biogene Energietr\u00e4ger&#8221;, strich Wlodkowski hervor.<\/p>\n<p>Auch aktuelle Zahlen f\u00fcr \u00d6sterreich zeigen die \u00fcberragende Rolle biogener Rohstoffe bei der Absicherung von Jobs. Eine Studie der TU Wien weist f\u00fcr das Jahr 2008 etwa 38.000 Vollzeit\u00e4quivalent als Arbeitsplatzeffekte erneuerbarer Energietechnologien aus. Davon sind 60% den biogenen Energietr\u00e4gern zuzuordnen. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Differenzierung der Arbeitsplatzeffekte zwischen Investitionseffekten (18.000 Vollzeit\u00e4quivalent) und Betriebseffekten (20.000 Vollzeit\u00e4quivalent). Dabei zeigt sich nochmals der \u00fcberdeutliche Vorteil biogener Energietr\u00e4ger f\u00fcr die Besch\u00e4ftigungseffekte im l\u00e4ndlichen Raum, denn die besonders langfristig wirksamen Betriebseffekte gehen zu 85% auf das Konto der Biomasse.<\/p>\n<p>&#8220;Gerade in der Wirtschaftskrise sind die langfristig wirksamen Besch\u00e4ftigungseffekte der Bioenergie besonders wichtig. Biomasse schafft nicht nur in der Investitionsphase wertvolle Arbeitspl\u00e4tze, sondern \u00fcber die gesamte Betriebsdauer der Anlagen. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Kr\u00e4ften die richtigen Weichen zur Absicherung und Schaffung m\u00f6glichst vieler Jobs in \u00d6sterreich zu stellen. Die Energiestrategie ist ein wichtiger Baustein dabei. Dar\u00fcber hinaus bleibt die Versorgungssicherheit f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte eine der wichtigsten Herausforderungen der Energiepolitik. Auch hier gilt: Nachhaltige L\u00f6sungen gibt es nur mit erneuerbarer Energie&#8221;, hielt Wlodkowski fest. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Biomasse ist Motor der neuen Energiestrategie. Sie ist klar Nummer eins bei der inl&auml;ndischen Energieerzeugung und hat die besten Arbeitsplatzeffekte. 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