{"id":12289,"date":"2010-04-19T00:00:00","date_gmt":"2010-04-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100419-01n"},"modified":"2010-04-19T00:00:00","modified_gmt":"2010-04-18T22:00:00","slug":"eu-biospritstudie-der-ifpri-beschaeftigt-agrarpolitik-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-biospritstudie-der-ifpri-beschaeftigt-agrarpolitik-weiter\/","title":{"rendered":"EU: Biospritstudie der IFPRI besch\u00e4ftigt Agrarpolitik weiter"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Biokraftstoffziele der Europ\u00e4ischen Union sind durch die im M\u00e4rz erschienene Studie des renommierten Internationalen Forschungsinstituts f\u00fcr Ern\u00e4hrungspolitik (IFPRI) weiter in der Diskussion. Nach kritischen Medienberichten zu den Auswirkungen der EU-Biokraftstoffpolitik stellte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Rainer Erdel vergangene Woche hinter diese Ziele. &#8220;Das 10-Prozent-Ziel ist moderat und wird mit Sicherheit nicht zu der viel beschworenen weltweiten Fl\u00e4chenkonkurrenz f\u00fchren&#8221;, betonte der Abgeordnete aus Ansbach, der aus einem Landkreis stammt, in dem die Dichte an Biogasanlagen besonders hoch ist. Das zeigten nicht zuletzt auch die derzeit historisch niedrigen Preise f\u00fcr Nahrungsmittel in Deutschland. Diese b\u00f6ten derzeit keinen Anreiz f\u00fcr eine Produktionsausweitung.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;In Europa besteht noch viel Potential f\u00fcr den Ausbau des Biokraftstoffsektors&#8221;, unterstrich Erdel. Dadurch k\u00f6nnten fossile Treibstoffe ersetzt und damit ein wichtiger Beitrag f\u00fcr den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit geleistet werden. Die IFPRI-Studie komme zum Ergebnis, dass der weitere Ausbau der Nutzung von Biokraftstoffen keine negativen Effekte haben werde. Konkret hatte das IFPRI einen Wert von 5,6% Biokraftstoffanteil f\u00fcr die EU angegeben, der sich f\u00fcr die Umwelt positiv auswirkt. Bedenken hegen die Wissenschaftler aus Washington hingegen, wenn die Biokraftstoffquote \u00fcber diesen Wert hinaus steigt. Das 10-Prozent-Ziel der EU gr\u00fcndet sich zwar vor allem auf Biokraftstoffe, kann aber auch durch andere alternative Energietr\u00e4ger wie beispielsweise die Elektromobilit\u00e4t erreicht werden.<\/p>\n<p>Ein Anteil von 5,6% Biokraftstoff in der Europ\u00e4ischen Union entspricht laut der IFPRI-Studie einem Verbrauch von rund 17,8 Mio t Erd\u00f6l\u00e4quivalent. Die erforderliche Ausweitung der Biodieselproduktion k\u00f6nnte dabei laut dem von der Europ\u00e4ischen Kommission in Auftrag gegebenen Papier vorwiegend aus EU-Quellen stammen. Beim Bioethanol m\u00fcsste man hingegen auf umfangreiche Importe aus Brasilien zur\u00fcckgreifen, und das trotz der hohen Z\u00f6lle f\u00fcr brasilianisches Ethanol aus Zuckerrohr. Die Klimagaseinsparungen bei Erf\u00fcllung einer solchen Quote von 5,6% in der EU werden vom IFPRI auf 18 Mio t Kohlendioxyd\u00e4quivalente veranschlagt. Dem stehen zus\u00e4tzliche Emissionen durch indirekte Landnutzungs\u00e4nderungen vor allem in Brasilien in H\u00f6he von 5,3 Mio t gegen\u00fcber, so dass es netto zu einer Treibhausgaseinsparung von knapp 13 Mio t kommt. Laut den Modellberechnungen bleiben die Auswirkungen der EU-Biokraftstoffpolitik auf den Nahrungsmittelsektor sehr begrenzt. Die Preiserh\u00f6hungen sollen sich in einem Korridor von 0,14% in Europa bis 0,5% in Brasilien abspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Biokraftstoffziele der Europ&auml;ischen Union sind durch die im M&auml;rz erschienene Studie des renommierten Internationalen Forschungsinstituts f&uuml;r Ern&auml;hrungspolitik (IFPRI) weiter in der Diskussion. 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