{"id":12279,"date":"2010-04-23T00:00:00","date_gmt":"2010-04-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100423-03n"},"modified":"2010-04-23T00:00:00","modified_gmt":"2010-04-22T22:00:00","slug":"forscher-der-montanuniversitaet-entwickeln-synthetisches-papier-auf-basis-von-biopolymeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forscher-der-montanuniversitaet-entwickeln-synthetisches-papier-auf-basis-von-biopolymeren\/","title":{"rendered":"Forscher der Montanuniversit\u00e4t entwickeln synthetisches Papier auf Basis von Biopolymeren"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Entwicklung und Produktion eines v\u00f6llig neuartigen Kopierpapiers ist Wissenschaftern der Montanuniversit\u00e4t Leoben gelungen. Das synthetische Papier auf Basis von Biopolymeren entspricht nicht nur in Aussehen und Funktion dem gewohnten Produkt, sondern weist durch seine Wasserresistenz und auch in \u00f6kologischer Hinsicht etliche Vorteile auf.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Herk\u00f6mmliches Papier auf Zellstoffbasis ist ein bew\u00e4hrtes Produkt, die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Rohstoffe wie Holz und Wasser sind jedoch nicht in jeder Region im gleichen Ausma\u00df verf\u00fcgbar&#8221;, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Stephan Laske vom Institut f\u00fcr Kunststoffverarbeitung der Montanuniversit\u00e4t Leoben. So hatte in den vergangenen Monaten als Folge des Erdbebens in Chile und des dadurch entstandenen Zellstoffengpasses auch Europas Papierindustrie ihre Kapazit\u00e4ten drosseln m\u00fcssen. &#8220;Synthetisches Kopierpapier auf Basis nachwachsender, polymerer Rohstoffe w\u00e4re da eine Alternative, aber das Material muss auf Grund der Vorg\u00e4nge beim Bedrucken und den Anforderungen im Gebrauch hohen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen. So muss z.B. f\u00fcr den Einsatz in einem Laserdrucker eine kurzzeitige Temperaturstabilit\u00e4t zwischen 180\u00b0C und 200\u00b0C gegeben sein. Des Weiteren muss das synthetische Papier \u00f6kologische (z.B. geringere Umweltbelastung) und \u00f6konomische (z.B. geringere Investitionskosten) Vorteile bieten&#8221;, betont Laske.<\/p>\n<p>Im Zuge seiner Dissertation in Kooperation mit dem Polymer Competence Center Leoben (PCCL) gelang es Laske, einen Prozess zur Herstellung von synthetischem Papier auf Basis nachwachsender, polymerer Rohstoffe zu entwickeln, dessen industrielle Umsetzung durch den R\u00fcckgriff auf existierende Technologien sehr schnell m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p><b>Drei Schichten f\u00fcr beste Qualit\u00e4t<\/b><br \/>Das neuartige &#8220;Kunststoff-Papier&#8221; besteht aus drei Schichten, wobei die beiden hochgef\u00fcllten Deckschichten die haptischen, optischen, thermischen und mechanischen Eigenschaften \u00fcbernehmen. Eine gesch\u00e4umte Mittelschicht dient vor allem zur Gewichts- und damit Preisreduktion.<\/p>\n<p>&#8220;Die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit bei der Verwendung von PLA (polylactic acid, Polymilchs\u00e4ure) f\u00fcr Druckprozesse mittels Lasertechnologie ist die kurzfristige Temperaturbelastung von bis zu 200\u00b0C in der Fixiereinheit&#8221;, erl\u00e4utert Laske. &#8220;Um das vorzeitige Anschmelzen der PLA-Matrix zu verhindern, wurden die Deckschichten mittels energiereicher Strahlung vernetzt. Dadurch wird die Kristallisation behindert, und das Material erh\u00e4lt einen amorphen Charakter.&#8221;<br \/>Ein die Forschung abschlie\u00dfender Test zeigte die einwandfreie Bedruckbarkeit des synthetischen Papiers. <\/p>\n<p>&#8220;Verwendet wurde dabei ein herk\u00f6mmlicher Laserdrucker, der mit ca. 190\u00b0C fixiert und dabei das Papier mit ca. 50 mm\/s durch den Drucker bef\u00f6rdert&#8221;, so Laske. &#8220;Es wurden alternierend ein Referenz- und ein synthetisches Papier bedruckt und miteinander verglichen. Dabei konnte bez\u00fcglich der Druckqualit\u00e4t kein wesentlicher Unterschied erkannt werden. Im Gegenteil war die Haftung des Toners am synthetischen Papier sogar besser.&#8221;<\/p>\n<p><b>Bessere \u00d6kobilanz<\/b><br \/>F\u00fcr das neue Produkt wurde auch eine \u00d6kobilanz nach ISO 14044 durchgef\u00fchrt und die Lebenszyklen eines herk\u00f6mmlichen und eines synthetischen Papiers verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass das synthetische Papier bei Miteinbezug des Recyclings \u00f6kologische Vorteile bietet. Diese Vorteile werden noch ausgepr\u00e4gter, wenn man Faktoren, die das neue Produkt bevorzugen (z.B. CO<sub>2<\/sub>-Speicherung des Maisfeldes oder Herstellung von PLA aus sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen) auch ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Prof. Dr. Stephan Laske<br \/>Institut f\u00fcr Kunststoffverarbeitung<br \/><a href=\"http:\/\/www.unileoben.ac.at\/\" >Montanuniversit\u00e4t Leoben<\/a><br \/>Tel.: 03842 402-35 06<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:Stephan.Laske@unileoben.ac.at\">Stephan.Laske@unileoben.ac.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Entwicklung und Produktion eines v&ouml;llig neuartigen Kopierpapiers ist Wissenschaftern der Montanuniversit&auml;t Leoben gelungen. Das synthetische Papier auf Basis von Biopolymeren entspricht nicht nur in<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[5155,5154],"class_list":["post-12279","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-montanuniversitaet-leoben","supplier-polymer-competence-center-leoben-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12279"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12279\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12279"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}