{"id":122450,"date":"2023-02-16T07:20:00","date_gmt":"2023-02-16T06:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=122450"},"modified":"2023-02-13T10:56:54","modified_gmt":"2023-02-13T09:56:54","slug":"biokraftstoffe-mit-strom-boostern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokraftstoffe-mit-strom-boostern\/","title":{"rendered":"Biokraftstoffe mit Strom boostern"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.igb.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/presseinformationen\/2023\/biokraftstoffe-mit-strom-boostern\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage_426725973\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1675273776671\/TUMCS-Demoanlage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.igb.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/presseinformationen\/2023\/biokraftstoffe-mit-strom-boostern\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage_426725973\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1675273776671\/TUMCS-Demoanlage.jpg\" alt=\"Neben der Demonstrationsanlage am TUM Campus Straubing produzieren Forschende auch an acht weiteren Standorten neue Kraftstoffe.\" width=\"301\" height=\"175\"\/><\/a><figcaption>Neben der Demonstrationsanlage am TUM Campus Straubing produzieren Forschende auch an acht weiteren Standorten neue Kraftstoffe. \u00a9 Jan Winter\/TUM<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>In einem zu Jahresbeginn gestarteten Projekt unter Koordination der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) will ein B\u00fcndnis aus Forschungsinstitutionen und Unternehmen den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck des Verkehrssektors senken. Dazu entwickeln die Beteiligten ein Raffineriekonzept, um erneuerbare Kraftstoffe im Tonnenma\u00dfstab f\u00fcr eine Vielzahl von Anwendungen zu produzieren. Die Forschenden kombinieren daf\u00fcr die Herstellung von E-Fuels mit der von fortschrittlichen Biokraftstoffen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland stehen verschiedene Technologien wie Brennstoffzellen, Batterien oder erneuerbare Kraftstoffe bereit, um CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Verkehrssektor zu minimieren. Die Elektromobilit\u00e4t alleine reicht nicht aus, um den Verkehr klimaneutral zu gestalten. Bestandsflotten sowie schwer zu elektrifizierende Anwendungen etwa in der Schiff- und Luftfahrt ben\u00f6tigen noch auf lange Zeit erneuerbare Kraftstoffe in gro\u00dfen Mengen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erneuerbare Kraftstoffe ganzheitlich gedacht<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei der Herstellung von E-Fuels, also unter Anwendung von erneuerbarem Strom und CO<sub>2<\/sub>&nbsp;produzierte synthetische Kraftstoffe, bestehen in der nachhaltigen Bereitstellung von Kohlenstoff noch Herausforderungen \u2013 ebenso bei fortschrittlichen, aus biogenen Reststoffen hergestellten Biokraftstoffen. Diese sind in der Nutzung von Kohlenstoff wenig effizient, weil bis zu 50 Prozent des in der Biomasse verf\u00fcgbaren Kohlenstoffes bei der Umwandlung zu Kraftstoffen als CO<sub>2<\/sub>&nbsp;verloren geht. Dies vergr\u00f6\u00dfert den Rohstoffbedarf.<\/p>\n\n\n\n<p>Im neuen Verbundprojekt \u00bbSynergy Fuels\u00ab wollen die Forschenden diese Herausforderungen meistern, indem sie E-Fuels- mit Biokraftstoff-produzierenden Demonstrationsanlagen zusammenschalten. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbDie stoffliche und energetische Integration der Synthesen von E-Fuels und Biokraftstoffen schafft Synergien: Die Nutzung von erneuerbarem Strom zur Umwandlung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;zu fl\u00fcssigen Kraftstoffen erh\u00f6ht die Kohlenstoffeffizienz der biotechnologischen Verfahren. Zudem erm\u00f6glicht die langfristige Kohlenstoffbindung in Form des Nebenprodukts Pflanzenkohle sogar negative CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, also eine netto Kohlenstoffabscheidung aus der Atmosph\u00e4re\u00ab, sagt Projektkoordinator <strong>Prof. Dr.-Ing. Jakob Burger, Professor f\u00fcr Chemische und Thermische Verfahrenstechnik am TUM Campus Straubing <\/strong>f\u00fcr Biotechnologie und Nachhaltigkeit.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>So nutzt der Verbund Abw\u00e4rme aus den (thermo-)chemischen Synthesen (z.B. der Methanolsynthese) f\u00fcr die Produktaufarbeitung. Wesentlich ist auch die Bereitstellung von biogenem CO<sub>2<\/sub>&nbsp;f\u00fcr die Methanolsynthese sowie von biogenem Wasserstoff durch die thermochemische Konversion von Biomassereststoffen. Dadurch wird die Nutzung fossiler CO<sub>2<\/sub>-Quellen, beispielsweise Abgase der Verbrennung von Kohle oder Erdgas, oder eine aufw\u00e4ndige CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung aus der Atmosph\u00e4re umgangen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.igb.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/presseinformationen\/2023\/biokraftstoffe-mit-strom-boostern\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1675685616063\/161108-BioCat-Screeningstation-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.igb.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/presseinformationen\/2023\/biokraftstoffe-mit-strom-boostern\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1675685616063\/161108-BioCat-Screeningstation-04.jpg\" alt=\"An dieser Screeningstation entwickelt das Fraunhofer IGB die Prozessschritte zur Umwandlung von CO2aus Prozessgasen zu E-Fuels wie Kerosin und Diesel.\" width=\"247\" height=\"371\"\/><\/a><figcaption>An dieser Screeningstation entwickelt das Fraunhofer IGB die Prozessschritte zur Umwandlung von CO<sub>2<\/sub>aus Prozessgasen zu E-Fuels wie Kerosin und Diesel. \u00a9 Fraunhofer IGB<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kerosin und Diesel aus CO<sub>2<\/sub><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Fraunhofer IGB konzentriert sich in SynergyFuels auf die heterogenkatalytische Synthese von Mitteldestillatkraftstoffen, also Kerosin und Diesel, aus CO<sub>2&nbsp;<\/sub>und erneuerbarem<sub>&nbsp;<\/sub>Strom. Die zu entwickelnde Prozessroute verl\u00e4uft \u00fcber Alkohole und Olefine als Zwischenprodukte. Das CO<sub>2<\/sub>&nbsp;stammt direkt aus technischen Prozessgasen, zum einen aus der fermentativen Ethanolproduktion, zum anderen der thermokatalytischen Biomassekonversion. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbSo gelingt es uns, Power-to-X- und Biomasse-basierte Verfahren wertsch\u00f6pfend zu verbinden. Dabei ist uns wichtig, nicht nur linear entlang einzelner Prozessketten zu denken, sondern wie in einer Raffinerie verschiedene Stoffstr\u00f6me durch Prozessvernetzung m\u00f6glichst effizient zu nutzen\u00ab, stellt<strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.igb.fraunhofer.de\/de\/ueber-uns\/mitarbeitende\/roth-arne.html\">Dr. Arne Roth<\/a>, Projektleiter am Fraunhofer IGB<\/strong> in Straubing, klar. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Arbeiten erfolgen dabei von kleinskaligen Tests im Labor bis in den Technikumsma\u00dfstab zur Produktion von Kraftstoffmustern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schnelle Markteinf\u00fchrung der produzierten Kraftstoffe<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbWir ben\u00f6tigen hocheffiziente Verfahren, um nachhaltige Drop-in-Kraftstoffe in industriellen Mengen zu vertretbaren Preisen herzustellen. Unser Verbund pilotiert diese Verfahren, damit eine schnelle Markteinf\u00fchrung der neuen Kraftstoffe gelingt\u00ab, sagt <strong>Prof. Burger<\/strong>. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Drop-in bedeutet, dass die Kraftstoffe nahtlos dem bestehenden Kraftstoffpool zugemischt werden k\u00f6nnen und so die fossilen Kraftstoffe ersetzen, ohne die Motoren technisch zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Raffinerieverbund werden in den n\u00e4chsten vier Jahren neun Syntheseanlagen in Ostbayern integriert, darunter bestehende in Straubing und Sulzbach-Rosenberg. Diese Anlagen produzieren eine breite Palette von erneuerbaren Kraftstoffen im Tonnenma\u00dfstab. Die Projektbeteiligten \u00fcberpr\u00fcfen deren physikalische Eigenschaften wie Schmierf\u00e4higkeit oder K\u00e4lteverhalten. Anwendungspartner aus den Bereichen Luft- und Schifffahrt sowie Fahrzeuge und mobile Maschinen demonstrieren die Eignung der Kraftstoffe im Realbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>An dem Projekt \u00bbSynergien durch Integration von Biomassenutzung und Power-to-X in der Produktion erneuerbarer Kraftstoffe (Synergy Fuels)\u00ab beteiligen sich neben der TUM als Koordinator und dem Fraunhofer IGB auch das Technologie- und F\u00f6rderzentrum (TFZ), das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) sowie die Industrieunternehmen Clariant, Martech GmbH und Volkswagen AG. Das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr (BMDV) f\u00f6rdert das Vorhaben \u00fcber die F\u00f6rderrichtlinie \u00bbMa\u00dfnahmen zur Entwicklung regenerativer Kraftstoffe\u00ab mit 13,6 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"95\" height=\"120\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/Roth-Arne.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-122465\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Arne Roth<\/strong><br>Leiter Innovationsfeld Nachhaltige katalytische Prozesse<br>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB<br>Telefon&nbsp;+49 9421 9380-1030<br><\/p>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.igb.fraunhofer.de\/content\/businesscards\/igb_v\/vogelgsang-ferdinand\/jcr:content\/businesscard\/image.img.1col.jpg\/1645507503600\/Vogelgsang-Ferdinand.jpg\" alt=\"Ferdinand Vogelgsang M. Sc.\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Ferdinand Vogelgsang M. Sc.<\/strong><br>Nachhaltige katalytische Prozesse<br>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB<br>Telefon&nbsp;+49 9421 9380-1023<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem zu Jahresbeginn gestarteten Projekt unter Koordination der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) will ein B\u00fcndnis aus Forschungsinstitutionen und Unternehmen den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck des Verkehrssektors senken. Dazu entwickeln die Beteiligten ein Raffineriekonzept, um erneuerbare Kraftstoffe im Tonnenma\u00dfstab f\u00fcr eine Vielzahl von Anwendungen zu produzieren. 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