{"id":12244,"date":"2010-05-17T00:00:00","date_gmt":"2010-05-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100517-03n"},"modified":"2010-05-17T00:00:00","modified_gmt":"2010-05-16T22:00:00","slug":"biokraftstoff-bielefelder-wissenschaftler-warnen-vor-hoeheren-schadstoffemissionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokraftstoff-bielefelder-wissenschaftler-warnen-vor-hoeheren-schadstoffemissionen\/","title":{"rendered":"Biokraftstoff: Bielefelder Wissenschaftler warnen vor h\u00f6heren Schadstoffemissionen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Erforschung von Verbrennungsprozessen ist ein wichtiger Aspekt bei der Einf\u00fchrung von alternativen Brennstoffen wie Ethanol, Butanol oder Biodiesel. Biokraftstoffe sollen zur Minderung von CO<sub>2<\/sub> beitragen. Aus chemischer Sicht sind ihre  Verbrennung und ihr Schadstoffpotential jedoch noch wenig untersucht. In dem renommierten Journal &#8220;Angewandte Chemie&#8221; ist hierzu jetzt eine umfangreiche Abhandlung internationaler Forscher unter ma\u00dfgeblicher Beteiligung der Bielefelder Chemikerin Professorin Dr. Katharina Kohse-H\u00f6inghaus und ihrer Arbeitsgruppe erschienen.<\/b><\/p>\n<p>Die Umweltfreundlichkeit von Brennstoffen ergibt sich nicht allein aus der CO<sub>2<\/sub>-Bilanz. Chemisch betrachtet ist deren Verbrennung ein au\u00dferordentlich komplexer Prozess. Bei der Verbrennung von Biodiesel laufen zum Beispiel etwa 35.000 verschiedene chemische Reaktionen ab. Viele Zwischenprodukte dieser Reaktionen beobachten die Bielefelder Arbeitsgruppe und ihre internationalen Kollegen direkt in der Flamme. Sie benutzen dazu eine weltweit einmalige Methodenkombination aus hochempfindlichen laserspektroskopischen und massenspektrometrischen Verfahren, bei denen auch zwei Teilchenbeschleuniger \u2013 in Berkeley, USA und Hefei, China \u2013 zum Einsatz kommen. Diese Analysen sind nicht zuletzt Grundlage f\u00fcr genauere Aussagen zur Umweltvertr\u00e4glichkeit von Biobrennstoffen. Das Team interessiert sich dabei f\u00fcr die Frage, wie der strukturelle Aufbau der beteiligten Kraftstoffmolek\u00fcle die Schadstoffbilanzen beeinflusst.<\/p>\n<p>Das international zusammengesetzte Forscherteam umfasst neben der Bielefelder Arbeitsgruppe mehrere namhafte wissenschaftliche Einrichtungen in den USA und China. Ihre Forschungsergebnisse zeigen die im Allgemeinen geringere Tendenz von Biokraftstoffen zur Bildung von Ru\u00df; verglichen mit fossilen Brennstoffen entstehen jedoch deutlich mehr bedenkliche Carbonylverbindungen, wie zum Beispiel Formaldehyd und Acetaldehyd. Solche Ergebnisse dienen insbesondere als Grundlage f\u00fcr die Entwicklung von Reaktionsmechanismen, die in Computersimulationen zur Vorhersage von Schadstoffemissionen benutzt werden. Inzwischen greifen namhafte Institute aus der ganzen Welt auf diese Daten zu.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung gro\u00dfer wissenschaftlicher Akademien wie der Leopoldina oder der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wird die Verbrennung fossiler und alternativer Energietr\u00e4ger in den n\u00e4chsten zehn bis zwanzig Jahren weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Verbrennungsforschung ist daher als wichtiges Element zur Reduktion von Schadstoffen unverzichtbar.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Professorin Dr. Katharina Kohse-H\u00f6inghaus<br \/><a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/\" >Universit\u00e4t Bielefeld<\/a><br \/>Fakult\u00e4t f\u00fcr Chemie<br \/>Tel.: 0521-106-20 52<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:kkh@pc1.uni-bielefeld.de\">kkh@pc1.uni-bielefeld.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Erforschung von Verbrennungsprozessen ist ein wichtiger Aspekt bei der Einf&uuml;hrung von alternativen Brennstoffen wie Ethanol, Butanol oder Biodiesel. 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