{"id":122130,"date":"2023-02-07T07:26:00","date_gmt":"2023-02-07T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=122130"},"modified":"2023-02-06T10:29:51","modified_gmt":"2023-02-06T09:29:51","slug":"nachhaltigkeitsziele-nur-mit-kunststoff-erreichbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltigkeitsziele-nur-mit-kunststoff-erreichbar\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeitsziele nur mit Kunststoff erreichbar"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Die l\u00e4ngere Haltbarkeit von in Kunststoff verpackten Lebensmitteln spart mehr CO<sub>2<\/sub>, als durch die Herstellung der Verpackungen entsteht. Effekt: W\u00fcrde man im Lebensmittelsektor komplett auf Kunststoffverpackungen verzichten, w\u00e4re der CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df um den Faktor 2,7 h\u00f6her. Fakten wie diese \u00fcberraschen nur auf den oberfl\u00e4chlichen Blick.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/Bildschirmfoto-2023-02-02-um-12.12.28.png\" alt=\"Viele frische Lebensmittel wie Gem\u00fcse und Fleisch sind in Kunststoff verpackt \u2013 ein klarer Hygienegewinn f\u00fcr Konsumenten und ein Nachhaltigkeitsgewinn f\u00fcr die Umwelt\" class=\"wp-image-122144\" width=\"503\" height=\"454\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/Bildschirmfoto-2023-02-02-um-12.12.28.png 671w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/Bildschirmfoto-2023-02-02-um-12.12.28-300x270.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/Bildschirmfoto-2023-02-02-um-12.12.28-150x135.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/02\/Bildschirmfoto-2023-02-02-um-12.12.28-299x270.png 299w\" sizes=\"auto, (max-width: 503px) 100vw, 503px\" \/><figcaption>Viele frische Lebensmittel wie Gem\u00fcse und Fleisch sind in Kunststoff verpackt \u2013 ein klarer Hygienegewinn f\u00fcr Konsumenten und ein Nachhaltigkeitsgewinn f\u00fcr die Umwelt. Foto: Alpla<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In der \u00f6ffentlichen Diskussion um Kunststoffe wird selten differenziert. Bilder von M\u00fcllbergen emotionalisieren stark. Schaut man genau hin, stellt sich heraus, dass Plastikabf\u00e4lle ein l\u00f6sbares Problem sind. Und dass die Verwendung von Kunststoffver\u00adpackungen dazu beitragen kann, den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df zu senken. Denn die favorisierten Alternativen zu Kunststoff verursachen bei Herstellung und Transport h\u00f6here CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Studien wie&nbsp;<a href=\"https:\/\/denkstatt.eu\/download\/13611\/?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie Auswirkungen von Kunststoffen auf Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen in Europa\u201c<\/a>&nbsp;von Denkstatt kommen zum Ergebnis, dass in Europa 2,7-mal mehr CO<sub>2<\/sub>&nbsp;emittiert w\u00fcrde, wenn Kunststoffe im Lebensmittelbereich durch Glas, Metalle oder Papier ersetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alternativen zu Kunststoff bewirken CO<sub>2<\/sub>-Anstieg<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein konkretes Beispiel: Getr\u00e4nkeflaschen aus PET lassen sich wegen des niedrigeren Schmelzpunkts und der geringeren Materialmenge mit viel weniger Energie herstellen als etwa Glasflaschen. PET-Flaschen sind bei einer Temperatur von etwa 260\u00b0 Celsius aus Granulat formbar. Zum Schmelzen und Formen von Glas sind Temperaturen von \u00fcber 1.000\u00b0 Celsius notwendig. Mehr Energieeinsatz bedeutet einen h\u00f6heren CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/drimage\/1120\/0\/13211\/-\/sites\/default\/files\/ww\/2023-01\/alpla_kunststoffabfall_sortierung.jpeg\" alt=\"PET ist ein praktisches und umweltvertr\u00e4gliches Verpackungsmaterial. In Deutschland liegt die Recycling-Quote von PET dank eines etablierten Pfandsystems mittlerweile bei 94%.\" width=\"747\" height=\"498\"\/><figcaption>PET ist ein praktisches und umweltvertr\u00e4gliches Verpackungsmaterial. In Deutschland liegt die Recycling-Quote von PET dank eines etablierten Pfandsystems mittlerweile bei 94 %.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Aber auch beim Transport zum Abf\u00fcller und in den Handel sparen PET-Flaschen durch ihr geringes Gewicht Energie und verursachen damit weniger CO<sub>2<\/sub>. Dass Kunststoffe wie PET sehr gut zu recyceln sind, verbessert ihre Umweltbilanz zus\u00e4tzlich. Im Vergleich zu einer 0,5-Liter-Limonadenflasche aus Recycling-PET ist der Klimaeffekt einer Einweg-Glasflasche um 342 % h\u00f6her. Selbst als Mehrweg-Verpackung schneidet eine Glasflasche meist schlechter ab als eine Flasche aus Recycling-PET.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mehr Nachhaltigkeit mit Kunststoffverpackungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele frische Lebensmittel wie Gem\u00fcse und Fleisch sind heute in Kunststoff verpackt. Ein klarer Hygienegewinn f\u00fcr Konsumenten. Aber auch ein Gewinn an Nachhaltigkeit. Denn verpackte Lebensmittel sind l\u00e4nger haltbar. Rechnet man die l\u00e4ngere Haltbarkeit hoch, kommt man zum Resultat, dass der CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df bei der Herstellung derFolienverpackungen deutlich kleiner ist<strong>&nbsp;<\/strong>als<strong>&nbsp;<\/strong>die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, die bei der Produktion einer entsprechend gr\u00f6\u00dferen Menge von Lebensmitteln entstehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">PET ideal f\u00fcr einen Materialkreislauf<\/h3>\n\n\n\n<p>PET ist ein praktisches und umweltvertr\u00e4gliches Verpackungsmaterial. Konsumenten sch\u00e4tzen das geringe Gewicht der Verpackung gemessen am Inhalt. Da PET sich sehr gut wiederverwerten l\u00e4sst, kann es zum Beispiel bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/pet-flaschen-werden-immer-umweltfreundlicher\">PET-Getr\u00e4nkeflaschen<\/a>&nbsp;mehr als zehnmal im Bottle-to-Bottle-Recycling eingesetzt werden. Nach dem Sammeln und Einschmelzen entstehen aus den Getr\u00e4nkeflaschen erneut Getr\u00e4nkeflaschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland liegt die Recycling-Quote von PET dank eines etablierten Pfandsystems mittlerweile bei 94 %. In Schwellenl\u00e4ndern ist die Quote deutlich geringer \u2013 einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die Bilder von M\u00fcllbergen an Stra\u00dfenr\u00e4ndern, an Str\u00e4nden oder im Meer. Die L\u00f6sung des Problems besteht aber nicht in Verboten von Kunststoffen, sondern im Aufbau geeigneter Sammelsysteme. Wenn PET einen Wert als Sekund\u00e4rrohstoff erh\u00e4lt, wird es nicht mehr wild entsorgt, sondern gesammelt und an Recycling-Werke abgegeben. Neben zahlreichen eigenen Recycling-Werken beteiligt sich das auf Kunststoffverpackungen spezialisierte Unternehmen Alpla in Mexiko erfolgreich an einem Joint-Venture, das PET im Wertstoffkreislauf h\u00e4lt. Dies kann beispielgebend f\u00fcr weitere Regionen sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Energie gewinnen statt wegwerfen<\/h3>\n\n\n\n<p>Zwar sind Folienverpackungen derzeit nur bedingt wiederverwertbar. Doch auch sie k\u00f6nnen nach Gebrauch sinnvoll verwendet werden. Beim Verbrennen der Kunststoffe l\u00e4sst sich Energie gewinnen, beispielsweise in Kraftwerken. Gleiches gilt f\u00fcr PET am Ende seines Verwendungszyklus. So wird aus den fossilen Rohstoffen nach ihrem Weg durch die Konsumg\u00fcterindustrie Strom. Auch f\u00fcr Kraftwerke, die aus M\u00fcll Energie gewinnen, gibt es in Schwellenl\u00e4ndern Beispiele, die Hoffnung machen. Denn Kunststoffe sind ein viel zu wertvoller Sekund\u00e4rrohstoff, um am Strand oder im Meer zu landen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die l\u00e4ngere Haltbarkeit von in Kunststoff verpackten Lebensmitteln spart mehr CO2, als durch die Herstellung der Verpackungen entsteht. 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