{"id":12212,"date":"2010-06-02T00:00:00","date_gmt":"2010-06-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100602-04n"},"modified":"2010-06-02T00:00:00","modified_gmt":"2010-06-01T22:00:00","slug":"forstvermehrungsgutgesetz-bei-kurzumtriebsplantagen-nach-wie-vor-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forstvermehrungsgutgesetz-bei-kurzumtriebsplantagen-nach-wie-vor-notwendig\/","title":{"rendered":"Forstvermehrungsgutgesetz bei Kurzumtriebsplantagen &#8211; nach wie vor notwendig"},"content":{"rendered":"<p><b>Hann.-M\u00fcnden &#8211; Bei der Anlage von Kurzumtriebsplantagen mit Pappeln gilt das Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG). Ohne diese Regelungen k\u00f6nnte ungeeignetes Vermehrungsgut v\u00f6llig unkontrolliert erzeugt und vertrieben werden, was nicht im Sinne der Verbraucher sein kann.<\/b><\/p>\n<p>Der Geltungsbereich des FoVG geht dann \u00fcber die forstrechtliche Walddefinition hinaus, wenn forstliches Vermehrungsgut au\u00dferhalb des Waldes f\u00fcr forstliche Zwecke zum Einsatz kommt. Entsprechend den Ausf\u00fchrungen zur Begr\u00fcndung des Gesetzes umfassen forstliche Zwecke die Verj\u00fcngung und Begr\u00fcndung von Wald einschlie\u00dflich Ausgleichs- und Ersatzaufforstungen, Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie Kurzumtriebs- oder Schnellwuchsplantagen. Erzeugung und Vertrieb von forstlichem Vermehrungsgut f\u00fcr die Anlage von Kurzumtriebsplantagen (KUP) unterliegen daher den Regelungen des FoVG, auch wenn es sich um landwirtschaftliche Fl\u00e4chen handelt.<\/p>\n<p>Da Pappeln in der Hauptsache vegetativ vermehrt werden, darf f\u00fcr den Anbau auf KUP nur Vermehrungsgut der Kategorie &#8220;gepr\u00fcft&#8221; erzeugt und vertrieben werden. Vor allem bei Klonen entscheidet die Wahl des geeigneten Vermehrungsgutes in hohem Ma\u00dfe \u00fcber Ertr\u00e4ge und Betriebssicherheit. Es bestehen gro\u00dfe individuelle Unterschiede bei wirtschaftlich bedeutenden Merkmalen wie Biomasseproduktion, Regenerationsf\u00e4higkeit, Anwuchssicherheit und Resistenzeigenschaften zwischen den einzelnen Klonen (Sorten). Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die teilweise sehr standortspezifischen Bed\u00fcrfnisse unbedingt beachtet werden.<\/p>\n<p>Der Anbau von Pappelsorten, die nicht unter hiesigen Standortsbedingungen gepr\u00fcft worden sind, w\u00fcrde zu einem erheblichen und nicht kalkulierbaren Betriebsrisiko f\u00fcr den Besitzer der KUP f\u00fchren. Als Beispiel sei der der in Belgien zugelassene und gepr\u00fcfte Pappelklon Beaupr\u00e9 genannt, der auf vielen Versuchsfl\u00e4chen in Deutschland aufgrund seiner Anf\u00e4lligkeit gegen\u00fcber dem Pappelblattrost nach zwei bis drei Umtriebszeiten komplett ausgefallen ist. <\/p>\n<p>Leider werden zurzeit haupts\u00e4chlich nur 5 Pappelsorten auf KUP angebaut. Um die leidvollen Erfahrungen im Flurholzanbau aus den 1950er Jahren mit der Konzentration des Pappelanbaus auf wenige Sorten zu vermeiden, muss unbedingt die Z\u00fcchtung geeigneter Sorten f\u00fcr KUP forciert werden. Das von der FNR gef\u00f6rderte Projekt FastWOOD wird hier Abhilfe schaffen. <\/p>\n<p><b>N\u00e4here Informationen gibt es auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.fastwood.org\/\" >www.fastwood.org<\/a>.<\/b> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Hann.-M&uuml;nden &#8211; Bei der Anlage von Kurzumtriebsplantagen mit Pappeln gilt das Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG). 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