{"id":12201,"date":"2010-02-05T00:00:00","date_gmt":"2010-02-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100205-02n"},"modified":"2010-02-05T00:00:00","modified_gmt":"2010-02-04T22:00:00","slug":"rwe-power-und-brain-kooperieren-in-der-weien-biotechnologie-cosub2sub-als-rohstoff-fr-neue-produkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rwe-power-und-brain-kooperieren-in-der-weien-biotechnologie-cosub2sub-als-rohstoff-fr-neue-produkte\/","title":{"rendered":"RWE Power und BRAIN kooperieren in der Wei&szlig;en Biotechnologie: CO&lt;sub&gt;2&lt;\/sub&gt; als Rohstoff f&uuml;r neue Produkte"},"content":{"rendered":"<p><b>Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umwandeln: Das ist das Ziel einer Forschungskooperation, die RWE Power und die BRAIN AG aus dem hessischen Zwingenberg abgeschlossen haben. Der Stromproduzent und das Biotechnologie-Unternehmen wollen Mikroorganismen z\u00fcchten und mit ihnen innovative CO<sub>2<\/sub>-Umwandlungs- und Synthesewege erforschen.<\/b> <\/p>\n<p>Die CO<sub>2<\/sub>-haltigen Rauchgase aus Braunkohlenkraftwerken sollen das &#8220;Futter&#8221; f\u00fcr diese &#8220;Designer-Mikroorganismen&#8221; sein. Es entstehen Biomasse und industriell nutzbare Produkte wie neue Biomaterialien, Bio-Kunststoffe und chemische Zwischenprodukte. F\u00fcr die werden Anwendungsm\u00f6glichkeiten zum Beispiel als Bau- und D\u00e4mmstoff sowie zur Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien wie m\u00f6glicherweise auch Massenchemikalien untersucht. Neben Forschungs- und Entwicklungst\u00e4tigkeiten in Zwingenberg soll auch eine Versuchseinrichtung im Innovationszentrum Kohle von RWE Power am Kraftwerksstandort Niederau\u00dfem angesiedelt werden.<\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20100205-02\/Novel_Metagenome_Libraries_2009_2.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"&copy; B.R.A.I.N.\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">&copy; B.R.A.I.N.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>BRAIN, ein f\u00fchrendes Unternehmen der Wei\u00dfen Biotechnologie, verf\u00fcgt \u00fcber den Zugang zu bislang unbekannten Mikroorganismen sowie Millionen neuartiger Enzyme und Synthesewege. Aufbauend auf diesem &#8220;Werkzeugkasten der Natur&#8221; erm\u00f6glichen Technologien der Synthetischen Biologie die Konstruktion von Mikroorganismen, mit denen sich neuartige Wege zu Produkten und Materialien aus CO<sub>2<\/sub> entwickeln lassen. Im Zuge der Kooperation zwischen BRAIN und RWE Power werden solche neuartigen Mikroorganismen entwickelt und erforscht. Es geht bei der Entwicklung darum, dass die Mikroorganismen durch neue und optimierte Stoffwechselwege (&#8220;Pathway-Engineering&#8221;) mehr CO<sub>2<\/sub> effizienter einbinden als ihre urspr\u00fcnglichen Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p>&#8220;Unsere Suche nach biotechnologischen L\u00f6sungen der CO<sub>2<\/sub>-Umwandlung zeigt: Wir gehen bei der Klimavorsorge voRWEg&#8221;, betont Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power. &#8220;Wir wollen unser Spektrum in diesem Bereich stetig erweitern und neben der Kohlendioxid-Reduzierung und -Speicherung weitere Optionen f\u00fcr intelligente Nutzungsm\u00f6glichkeiten erarbeiten. Wir kombinieren ganz bewusst unser Wissen aus der Stromerzeugung mit der Expertise von Spezialunternehmen wie BRAIN, um neuartige, m\u00f6glichst erfolgversprechende L\u00f6sungen zu finden&#8221;, so Lambertz weiter.<\/p>\n<p>&#8220;Durch den gezielten Einsatz des &#8220;Werkzeugkastens der Natur&#8221; werden viele industrielle Prozesse effektiver, umweltfreundlicher und nachhaltiger. So steht die Wei\u00dfe Biotechnologie f\u00fcr eine umwelt- und ressourcenschonende Industrie der Zukunft&#8221;, f\u00fchrt Dr. Holger Zinke aus. Der BRAIN-Mitbegr\u00fcnder und Vorstandsvorsitzende erhielt 2008 als &#8220;Pionier des nachhaltigen Wirtschaftens&#8221; den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. &#8220;Wir wollen zusammen mit RWE Power in neue Bereiche der CO<sub>2<\/sub>-Konversion vorsto\u00dfen&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. J\u00fcrgen Eck, Forschungsvorstand von BRAIN. &#8220;Die sich aus der Vielfalt an mikrobiellen Stoffwechselwegen und der Synthetischen Biologie ergebenden M\u00f6glichkeiten einer effizienteren CO<sub>2<\/sub>&#8211; Konversion durch leistungsstarke Designer-Mikroorganismen lassen uns, was die ausstehenden Kooperationserfolge anbelangt, positiv in die Zukunft blicken.&#8221;<\/p>\n<p>Im Vergleich zu Pflanzen und selbst zu Algen haben Mikroorganismen eine schnellere Wachstumsrate und lassen sich in Fermentationsanlagen zu intensiverer Stoffwechselleistung und damit Produktion heranziehen. Dies f\u00fchrt insgesamt zu einer h\u00f6heren Verarbeitung von Kohlendioxid. &#8220;Die Kooperation erg\u00e4nzt und beschleunigt unsere Forschungsaktivit\u00e4ten im Bereich CO<sub>2<\/sub>-Nutzung. Sie ist ein wichtiger Schritt, die Biotechnologie als Probleml\u00f6ser bei technischen Herausforderungen wie der CO<sub>2<\/sub>-Umwandlung einzusetzen&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Johannes Ewers, Leiter Neue Technologien\/CCS bei RWE Power. Die Zusammenarbeit mit BRAIN ist nach der Algenkonversion bereits das zweite Vorhaben des Unternehmens im Bio-Bereich, um CO<sub>2<\/sub> zu knacken und einer Nutzung zuzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im Innovationszentrum Kohle am Kraftwerksstandort Niederau\u00dfem b\u00fcndelt RWE Power die Aktivit\u00e4ten zur klimafreundlichen Kohleverstromung. Dort betreibt das Unternehmen bereits Deutschlands erste CO<sub>2<\/sub>-W\u00e4sche, eine Prototypanlage zur Vortrocknung von Braunkohle (WTA) und einen REAplus-Hochleistungsw\u00e4scher f\u00fcr eine verbesserte Staub- und Schwefeldioxid- Abtrennung aus dem Rauchgas. Mit dem RWE-Algenprojekt wird Kohlendioxid in eine pflanzliche Substanz eingebunden, die zum Beispiel als Biomasse verwendet werden kann. Alle Projekte, f\u00fcr die das Unternehmen insgesamt 90 Millionen Euro aufbringt, arbeiten im Verbund mit dem zurzeit modernsten und effizientesten Braunkohlenkraftwerk der Welt (BoA 1).<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><br \/>Die BRAIN AG geh\u00f6rt in Europa zu den technologisch f\u00fchrenden Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Wei\u00dfen Biotechnologie. Im Rahmen strategischer Kooperationen identifiziert und entwickelt die BRAIN AG f\u00fcr Industrieunternehmen in der Chemie-, Pharma-, Kosmetik- und Nahrungsmittelbranche innovative Produkte und L\u00f6sungen auf Basis der in der Natur vorhandenen, aber bislang unerschlossenen mikrobiellen Vielfalt. Die aktiven Produktkomponenten ermittelt die BRAIN AG im unternehmenseigenen &#8220;BioArchive&#8221;, das zu den umfangreichsten seiner Art geh\u00f6rt. Seit der Unternehmensgr\u00fcndung 1993 ist die BRAIN AG \u00fcber 60 strategische Kooperationen mit nahezu allen relevanten Akteuren der chemischen Industrie wie BASF, Ciba, Clariant, DSM, Evonik Degussa, Henkel, Nutrinova, Sandoz, Bayer Schering, S\u00fcdzucker und Symrise eingegangen. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt zurzeit 78 hoch qualifizierte Mitarbeiter.<\/p>\n<p>RWE Power ist der gr\u00f6\u00dfte Stromerzeuger Deutschlands. In den Tagebauen und Kraftwerke, Veredlungsbetrieben und Forschungsprojekten, Ausbildungszentren und Verwaltungen sind \u00fcber 17.000 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt. Das Unternehmen tr\u00e4gt mit einer Kraftwerksleistung von gut 33.000 Megawatt zu dem breiten RWE-Energiemix aus Braunkohle, Steinkohle, Kernkraft, Gas und erneuerbaren Energie bei. RWE Power investiert Milliarden in den Bau neuer, klimaschonender Kraftwerke und in die Entwicklung noch effizienterer, umweltfreundlicherer Techniken f\u00fcr die Stromerzeugung der Zukunft.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Dr. Martin Langer<br \/>Corporate Development<br \/><a href=\"http:\/\/www.brain-biotech.de\/\" >B.R.A.I.N, AG<\/a><br \/>Darmst\u00e4dter Stra\u00dfe 34-36 64673 Zwingenberg \u00b7 Germany<br \/>Tel.: 06251-93 31 16<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:public@brain-biotech.de\">public@brain-biotech.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umwandeln: Das ist das Ziel einer Forschungskooperation, die RWE Power und die BRAIN AG aus dem<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[736,839],"class_list":["post-12201","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-brain-ag-biotechnology-research-and-information-network-ag","supplier-rwe-ag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12201\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12201"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}