{"id":121825,"date":"2023-02-01T07:26:00","date_gmt":"2023-02-01T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=121825"},"modified":"2023-01-27T12:28:51","modified_gmt":"2023-01-27T11:28:51","slug":"polymerkonzerne-in-davos-viele-nullen-wenig-dahinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/polymerkonzerne-in-davos-viele-nullen-wenig-dahinter\/","title":{"rendered":"Polymerkonzerne in Davos: Viele Nullen, wenig dahinter"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Konzerne spucken gerne gro\u00dfe T\u00f6ne. Doch die werden durch h\u00e4ufigeres Wiederholen nicht besser. Aber vielleicht kann man von der globalen Vorstandselite auf dem <a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/de\/open-forum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos<\/a> auch keine differenzierte Leisetreterei erwarten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt-1024x759-1.jpg\" alt=\"Sven Arnold, stellvertretender Chefredakteur von \u201eKI \u2013 Kunststoff Information\u201c, kommentiert die Ank\u00fcndigungen global aufgestellter Petrochemiekonzerne zum Thema Kreislaufwirtschaft \" class=\"wp-image-121842\" width=\"221\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt-1024x759-1.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt-1024x759-1-300x222.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt-1024x759-1-150x111.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt-1024x759-1-768x569.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt-1024x759-1-364x270.jpg 364w\" sizes=\"auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><figcaption>Sven Arnold, stellvertretender Chefredakteur von \u201eKI \u2013 Kunststoff Information\u201c, kommentiert die Ank\u00fcndigungen globaler Petrochemiekonzerne zum Thema Kreislaufwirtschaft (Foto: KI)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>J\u00fcngstes Beispiel f\u00fcr gro\u00dfe T\u00f6ne ist der saudi-arabische Polymer-Erzeuger Sabic (Riad \/ Saudi-Arabien). Dessen CEO Abdulrahman Al-Fageeh k\u00fcndigte in Davos an, dass sein Konzern von 2030 an \u2013 also in acht Jahren \u2013 1 Mio t Kreislaufmaterialien produzieren wolle. Wohlgemerkt: wolle, nicht werde.<a href=\"https:\/\/www.k-aktuell.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Arnold_Sven_KI_Ausschnitt.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den genannten Werkstoffen geh\u00f6ren neben chemisch recycelten Monomeren alle m\u00f6glichen Polymere, chemisch recycelte, mechanisch aufgearbeitete, biobasierte und eher plakativ aus dem Meer gesammelte. Dem stehen bei Sabic, laut der KI-Datenbank Polyglobe (<a href=\"https:\/\/www.polyglobe.net\/\">www.polyglobe.net<\/a>), klassisch fossilbasierte Produktionskapazit\u00e4ten von 19,7 Mio jato Polymere sowie 39 Mio jato Monomere aller Art gegen\u00fcber. Resultierender Faktor: 60.<\/p>\n\n\n\n<p>Um mit dem Finger aber nicht nur auf einen einzelnen Akteur aus der Petrochemiebranche zu zeigen, hier ein Vergleich zur BASF (Ludwigshafen) und zu Dow (Michigan \/ USA). Beide schneiden, was die hohle Vollmundigkeit ihrer Ank\u00fcndigungen angeht, nicht besser ab.<\/p>\n\n\n\n<p>BASF will bis 2025 rund 250.000 t fossiler Rohstoffe ersetzen \u2013 mit rezyklierten und abfallbasierten Ausgangsmaterialien. Auch wenn sich die Ludwigshafener weniger Zeit daf\u00fcr nehmen: Viel ist das dennoch nicht. Auf Monomerseite f\u00fchrt der Konzern n\u00e4mlich Kapazit\u00e4ten von knapp 12 Mio jato ins Feld, hinzu kommen gute 5 Mio jato Polymere \u2013 das ergibt einen Faktor von 68.<\/p>\n\n\n\n<p>Dows CEO Jim Fitterling hatte k\u00fcrzlich das anfangs kommunizierte Ziel von 1 Mio t zirkul\u00e4ren und erneuerbaren Materialien, die von 2030 an pro Jahr hergestellt werden sollen, auf rasante 3 Mio t hochgeschraubt. Demgegen\u00fcber stehen 14,5 Mio jato Polymere und knapp 32 Mio jato Monomere. Der Faktor ist hier immerhin nur 15,5 nach 47,5. Rein rechnerisch also besser als bei den beiden anderen Konzernen. Von gut aber ebenfalls noch weit entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um auf die gro\u00dfen T\u00f6ne zur\u00fcckzukommen: Den Petrochemieriesen scheint es vor allem darum zu gehen, mit einem Verve zeigenden Markennamen in die \u00d6ffentlichkeit preschen zu k\u00f6nnen. Das immerhin d\u00fcrfte den meisten gelungen sein. Wortsch\u00f6pfungen wie \u201eTrucircle\u201c, \u201eCirculen\u201c, \u201eBorcycle\u201c oder auch \u201eCcycled\u201c klingen gr\u00fcn und regen beim Leser die Fantasie an. Weniger griffig erscheint dagegen der Brand \u201ePolymers with purpose\u201c, also: Polymere mit Sinn. Denn alles anderes w\u00e4re in den heutigen Zeiten ja wohl auch Unsinn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Konzerne spucken gerne gro\u00dfe T\u00f6ne. 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