{"id":12182,"date":"2010-02-17T00:00:00","date_gmt":"2010-02-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100217-02n"},"modified":"2010-02-17T00:00:00","modified_gmt":"2010-02-16T22:00:00","slug":"gute-klimabilanz-durch-holztuerme-fuer-windanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gute-klimabilanz-durch-holztuerme-fuer-windanlagen\/","title":{"rendered":"Gute Klimabilanz durch Holzt\u00fcrme f\u00fcr Windanlagen"},"content":{"rendered":"<p><b>Ingenieure haben in Zusammenarbeit mit der Uni Hannover einen Holzturm f\u00fcr Windkraftanlagen entwickelt. F\u00fcr den TimberTower wurde das Start-up-Unternehmen bereits mit mehreren Gr\u00fcnderpreisen ausgezeichnet. Ende 2009 wurde der Turm von der T\u00dcV Nord zertifiziert. Der &#8220;h\u00f6lzerne Riese&#8221; soll in diesem Jahr auf dem Universit\u00e4tsgel\u00e4nde errichtet werden.<\/b><\/p>\n<p>Die Idee entstand aus Zufall. Die Ingenieure gaben die Materialwerte von Holz in das Berechnungsprogramm f\u00fcr T\u00fcrme ein und stellten fest, dass ein Hohlk\u00f6rper aus Holz den Anforderungen an T\u00fcrmen f\u00fcr Windkraftanlagen standh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&#8220;Der Markt verlangt nach h\u00f6heren T\u00fcrmen&#8221;, so Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Holger Giebel. &#8220;Der Stahlrohrturm w\u00fcrde gerne in die H\u00f6he wachsen, doch bei einer Turmh\u00f6he von 110 m m\u00fcsste der Turmfu\u00df vergr\u00f6\u00dfert werden. Und Betont\u00fcrme haben sich nicht durchsetzen k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p>Der TimberTower wird aus einem Verbundsystem aus Fichten-Brettsperrholzplatten und Oberfl\u00e4chenkomponenten gefertigt (Fu\u00df: 7,0 x 7,0 m \/ Spitze: 2,40 x 2,40 m). Die geleimten Bauelemente werden computergesteuert ges\u00e4gt und in Containern an den Standort geliefert. Dort werden sie zu einem Hohlk\u00f6rper mit sechs-, acht- oder zw\u00f6lfeckigem Querschnitt verbaut. Durch den Aufbau des TimberTowers vor Ort entfallen teure und umweltbelastende Schwertransporte wie f\u00fcr Stahlrohrturmsegmente. Zum Schluss wird der Turm mit einer grauen Kunststoffmembran \u00fcberzogen.<\/p>\n<p>Windkraftanlagen m\u00fcssen hohen dynamischen Belastungen standhalten. Durch die spezielle Zusammensetzung und Bauweise der Bretter werden die Lasten in alle Richtungen verteilt. Dar\u00fcber hinaus weist Holz eine geringere Materialm\u00fcdigkeit wie Stahl auf.<\/p>\n<p>Die TimberTower GmbH strebt bei der Umsetzung ihres Holzturms hohe Qualit\u00e4tsstandards an. Offshore-Windanlagen m\u00fcssen korrosionsbest\u00e4ndig gegen salzhaltige Luft sein. Um sich diesem Problem zu stellen, wird der Tower in einer Klimakammer des Instituts f\u00fcr Bauphysik an der Uni Hannover Belastungstests unterzogen und wechselnden Luftfeuchten und Temperaturschwankungen von -20\u00b0 C bis +80\u00b0 C ausgesetzt. Es werden jedoch noch weitere Material- und Verbindungsmitteltests folgen.<\/p>\n<p>Nabil Fouad, Leiter des Instituts f\u00fcr Bauphysik an der Uni Hannover und Holzbau-Experte, unterst\u00fctzt das junge Unternehmen, das sich aus festangestellten Mitarbeitern sowie Praktikanten, Diplomanden und Statikern zusammensetzt. So ist geplant, dieses Jahr den ersten TimberTower auf dem Unigel\u00e4nde in Garbsen-Marienwerder zu errichten. <\/p>\n<p>Durch die Zusammenarbeit mit TimberTower kann sich die Uni Hannover noch einen Schritt weiter in Richtung bundesweit f\u00fchrendes Testzentrum f\u00fcr Windenergieforschung etablieren. Auch Diplomarbeiten wurden schon \u00fcber die Belastungstests geschrieben. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Giebel begr\u00fc\u00dft ein weiteres Engagement von studentischer Seite: &#8220;Wenn es vom Thema her passt, auf jeden Fall. Wir suchen vor allem in Richtung Physik, Bauphysik und insbesondere Statik.&#8221;<\/p>\n<p>Sandro Mainusch, der ehemals beim Windanlagenhersteller REpower besch\u00e4ftigt war, wei\u00df, welche \u00dcberzeugungsarbeit im Bereich Windkraftanlagen vonn\u00f6ten ist.  Hersteller von Windkraftanlagen seien der Holzbau-Technologie gegen\u00fcber durchaus aufgeschlossen. Man k\u00f6nne mit der Herstellung der Holzt\u00fcrme einen echten Wettbewerbsvorteil im Markt realisieren, so Giebel.<\/p>\n<p>Der Turm verf\u00fcgt laut Holger Giebel auch \u00fcber eine gute \u00d6kobilanz: &#8220;367 t CO<sub>2<\/sub> werden im Holzturm dauerhaft gebunden.&#8221; Bei einer Turmh\u00f6he von 100 Metern wie beim TimberTower w\u00fcrden rund 300 Tonnen Stahlblech anfallen, f\u00fcr die enorm viel Energie erforderlich sei.  Nach einer Lebensdauer von ca. 20 Jahren k\u00f6nnte der Turm anschlie\u00dfend recycelt werden. &#8220;Wenn die Beschichtung vom Turm abgekratzt ist, lassen sich die Platten noch zu Carports oder \u00e4hnlichem verwenden.&#8221; Und danach lie\u00dfe sich das Holz zu Pellets verarbeiten.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.timbertower.de\/\" >TimberTower GmbH<\/a><br \/>Vahrenwalder Stra\u00dfe 7<br \/>30165 Hannover<br \/>Tel.: 0511-859 300 20<br \/>Fax: 0511-165 975 079<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@timbertower.de\">info@timbertower.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ingenieure haben in Zusammenarbeit mit der Uni Hannover einen Holzturm f&uuml;r Windkraftanlagen entwickelt. F&uuml;r den TimberTower wurde das Start-up-Unternehmen bereits mit mehreren Gr&uuml;nderpreisen ausgezeichnet. 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