{"id":12160,"date":"2010-03-03T00:00:00","date_gmt":"2010-03-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100303-05n"},"modified":"2010-03-03T00:00:00","modified_gmt":"2010-03-02T22:00:00","slug":"genkartoffel-amflora-wird-fr-industrielle-zwecke-und-futtermittel-zugelassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/genkartoffel-amflora-wird-fr-industrielle-zwecke-und-futtermittel-zugelassen\/","title":{"rendered":"Genkartoffel &#8220;Amflora&#8221; wird f&uuml;r industrielle Zwecke und Futtermittel zugelassen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Europ\u00e4ische Kommission hat heute ihre Absicht angek\u00fcndigt, noch diesen Sommer einen Vorschlag vorzulegen, der den Mitgliedstaaten mehr Entscheidungsfreiheit in der Frage des Anbaus genetisch ver\u00e4nderter Sorten lassen w\u00fcrde. Au\u00dferdem hat die Kommission heute \u2013 auf der Grundlage der geltenden, von Rat und Parlament angenommenen Rechtsvorschriften \u2013 zwei Beschl\u00fcsse betreffend die Kartoffelsorte Amflora gefasst: Mit dem ersten Beschluss wird der Anbau von Amflora zu industriellen Zwecken genehmigt; der zweite betrifft die Verwendung der bei der St\u00e4rkegewinnung anfallenden Nebenerzeugnisse als Futtermittel.<\/b> <\/p>\n<p>Drei weitere Beschl\u00fcsse von heute betreffen das Inverkehrbringen von Erzeugnissen aus genetisch ver\u00e4ndertem Mais zur Verwendung als Lebens  und Futtermittel (nicht zum Anbau). Die Kommission hat alle f\u00fcnf Zulassungen \u00e4u\u00dferst sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft, um s\u00e4mtlichen Bedenken wegen des Vorhandenseins eines Antibiotikaresistenz-Markergens Rechnung zu tragen. Der Beschluss, den Amflora-Anbau zuzulassen, ist wissenschaftlich abgesichert und markiert das Ende eines Prozesses, der im Januar 2003 in Schweden begonnen hatte.<\/p>\n<p>John Dalli, Kommissar f\u00fcr Gesundheit und Verbraucherpolitik, erkl\u00e4rte: &#8220;Beim Umgang mit innovativer Technologie werde ich mich vom Prinzip der Verantwortung leiten lassen. Nach einer umfassenden und gr\u00fcndlichen Pr\u00fcfung der f\u00fcnf ausstehenden GVO-Antr\u00e4ge ist mir deutlich geworden, dass es keine weiteren wissenschaftlichen Fragen mehr gibt, die untersucht werden m\u00fcssten. Alle wissenschaftlichen Aspekte und besonders die Sicherheitsbedenken sind bereits ausgiebig ber\u00fccksichtigt worden. Eine weitere Verz\u00f6gerung bei der Zulassung w\u00e4re nicht zu rechtfertigen gewesen. <\/p>\n<p>Mit den Beschl\u00fcssen kommt die Kommission ihrer Aufgabe verantwortungsbewusst nach. Diese beruhen auf einer Reihe von Untersuchungen, die die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) in den letzten Jahren durchgef\u00fchrt hat. Parallel dazu haben wir heute einen Reflexionsprozess dar\u00fcber begonnen, wie sich ein europ\u00e4isches Zulassungssystem mit dem Recht der einzelnen Mitgliedstaaten vereinbaren lie\u00dfe, \u00fcber den Anbau genver\u00e4nderter Sorten selber zu entscheiden.&#8221;<\/p>\n<p>Entsprechend den politischen Leitlinien von Pr\u00e4sident Barroso vom September 2009 ist Kommissar Dalli gebeten worden, im Sommer einen Vorschlag zu unterbreiten, wie ein gemeinschaftliches, wissenschaftlich fundiertes Zulassungsverfahren kombiniert werden kann mit dem Recht der Mitgliedstaaten, selber zu bestimmen, ob sie in ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet genetisch ver\u00e4nderte Sorten anbauen m\u00f6chten oder nicht.<\/p>\n<p>Nach einem umfassenden, im Jahr 2003 eingeleiteten Zulassungsverfahren und aufgrund mehrerer bef\u00fcrwortender wissenschaftlicher Gutachten hat die Kommission die Zulassung f\u00fcr Amflora erteilt. Diese genetisch ver\u00e4nderte Kartoffelsorte soll f\u00fcr die Gewinnung einer (z. B. in der Papierproduktion einsetzbaren) Industriest\u00e4rke genutzt werden. Diese innovative Technologie optimiert den Produktionsprozess und senkt den Verbrauch an Rohstoffen, Energie, Wasser und mit Erd\u00f6l hergestellten chemischen Produkten.<\/p>\n<p>Der Beschluss enth\u00e4lt strenge Vorgaben f\u00fcr den Anbau, damit nach der Ernte keine genetisch ver\u00e4nderten Kartoffeln auf dem Acker liegen bleiben und damit sich die Amflorasamen nicht in der Umgebung ausbreiten. Ein erg\u00e4nzender Beschluss gilt den bei der St\u00e4rkegewinnung anfallenden Nebenerzeugnissen, soweit sie als Futtermittel verwendet werden.<\/p>\n<p>Drei ebenfalls heute von der Kommission angenommenen Beschl\u00fcsse betreffen die Verwendung der genetisch ver\u00e4nderten Maissorten MON863xMON810, MON863xNK603, MON863xMON810xNK603 als Lebens  und Futtermittel sowie deren Einfuhr und Verarbeitung.<\/p>\n<p>Die drei Maissorten sind von der EFSA positiv bewertet und dem vollst\u00e4ndigen, im EU-Recht vorgesehenen Zulassungsverfahren unterzogen worden. Sie entstehen durch die herk\u00f6mmliche Kreuzung von zwei bzw. drei Maissorten (MON863, NK603 and MON810), die in der EU bereits als Lebens  und Futtermittel sowie zur Einfuhr und Verarbeitung zugelassen sind.<\/p>\n<p>Da die Mitgliedstaaten sich im Rat nicht mit qualifizierter Mehrheit f\u00fcr oder gegen die Beschl\u00fcsse ausgesprochen hatten, wurden diese zur Entscheidung wieder an die Kommission zur\u00fcckverwiesen.<br \/>Dem Antibiotikaresistenz-Markergen in der genetisch ver\u00e4nderten St\u00e4rkekartoffel und in den drei genver\u00e4nderten Maiserzeugnissen galt die h\u00f6chste Aufmerksamkeit. Die EFSA hat diese Frage gepr\u00fcft und dazu am 11. Juni 2009 eine gesonderte, bef\u00fcrwortende Stellungnahme abgegeben. Die Zulassungen gelten f\u00fcr zehn Jahre.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.europa.eu\/rapid\/pressReleasesAction.do?reference=MEMO\/10\/58&#038;format=HTML&#038;aged=0&#038;language=EN&#038;guiLanguage=en\" >Questions and Answers on Genetically Modified Organisms (GMO&#8217;s)<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.ec.europa.eu\/food\/food\/biotechnology\/index_en.htm\" >Genetically Modified Food and Feed<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Europ&auml;ische Kommission hat heute ihre Absicht angek&uuml;ndigt, noch diesen Sommer einen Vorschlag vorzulegen, der den Mitgliedstaaten mehr Entscheidungsfreiheit in der Frage des Anbaus genetisch<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[2317,11729],"class_list":["post-12160","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-european-commission","supplier-european-food-safety-authority-efsa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12160"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12160\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12160"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}