{"id":12128,"date":"2010-03-24T00:00:00","date_gmt":"2010-03-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100324-02n"},"modified":"2010-03-24T00:00:00","modified_gmt":"2010-03-23T22:00:00","slug":"energiepflanzen-erstmalig-in-einem-deutschlandweiten-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiepflanzen-erstmalig-in-einem-deutschlandweiten-vergleich\/","title":{"rendered":"Energiepflanzen erstmalig in einem deutschlandweiten Vergleich"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:left;margin-right:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20100324-02\/EVA.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Standortangepasste Anbausysteme f\u00fcr Energiepflanzen <br \/>(3. Auflage, FNR 2010, ISBN 978-3-942147-02-6,<br \/>FNR-Bestellnummer: 335)&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px\" align=\"left\">Standortangepasste Anbausysteme f\u00fcr Energiepflanzen <br \/>(3. Auflage, FNR 2010, ISBN 978-3-942147-02-6,<br \/>FNR-Bestellnummer: 335)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ver\u00f6ffentlich aktuell die Brosch\u00fcre &#8220;Standortangepasste Anbausysteme f\u00fcr Energiepflanzen&#8221;. Sie fasst die Ergebnisse des vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gef\u00f6rderten Vorhabens &#8220;Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands&#8221; (EVA) zum Energiepflanzenanbau zusammen.<\/b><\/p>\n<p>2009 endete das vierj\u00e4hrige bundesweite Verbundprojekt, das den Anbau von Energiepflanzen in verschiedenen, breit angelegten Anbausystemen sowie vielf\u00e4ltigen Einzelkulturen an den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Standorten Deutschlands verglich. Darin gelang es, neben etablierten Kulturen auch neue Arten einzubinden. \u00d6konomische und \u00f6kologische Aspekte des Anbaus von Biogassubstraten standen bei den Untersuchungen im Vordergrund.<\/p>\n<p>Mittlerweile werden die Ergebnisse der Anbauforschung im Folgeprojekt EVA II mit insgesamt 14 beteiligten Institutionen deutschlandweit weiter abgesichert.<\/p>\n<p>Im Zentrum des Projektes stand ein einheitlicher Fruchtfolgeversuch f\u00fcr Energiepflanzen. An ihm beteiligten sich sieben Landeseinrichtungen, die wesentliche Ackerbauregionen Deutschlands repr\u00e4sentierten und so erstmals in einem bundesweiten und interdisziplin\u00e4ren Projektansatz den Vergleich des Energiepflanzenanbaus bei stark variierenden Klima- und Bodenbedingungen erm\u00f6glichten. Daraus ergeben sich wichtige Fakten und Erkenntnisse f\u00fcr Praktiker, die Landwirtschaft \u00f6kologisch vertr\u00e4glich und dennoch nicht weniger gewinnbringend betreiben.<\/p>\n<p>Wie erwartet ist die Bedeutung von Mais als ertragsst\u00e4rkste und \u00f6konomisch vorteilhafteste Kultur besonders gro\u00df. Dennoch zeigen sich auch andere Kulturarten als interessante Erg\u00e4nzungen, mit denen die Vielfalt in Anbausystemen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau gesteigert und Anbaurisiken gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So lassen sich z. B. Sorghumarten hervorheben, die besonders an trocken-warmen Standorten gute Ergebnisse aufweisen, wobei noch erhebliche Potenziale f\u00fcr eine z\u00fcchterische Verbesserung des Sortenmaterials festzustellen sind. Perspektivisch k\u00f6nnen sich die gegen\u00fcber Sommertrockenheit sehr toleranten Sorghumarten so zu wertvollen Maisalternativen entwickeln. Nicht zuletzt reduzieren die geringeren Reihenweiten beim Anbau von Sorghum deutlich die Erosionsrisiken.<\/p>\n<p>Auch Wintergetreidearten konnten erfolgreich in die Fruchtfolgesysteme eingebunden werden und zeigten insbesondere auf den besseren Standorten Ostdeutschlands hohe Ertr\u00e4ge bei vergleichsweise geringen Kosten.<\/p>\n<p>Ebenfalls als Biogassubstrat \u00f6konomisch und \u00f6kologisch interessant zeigten sich standortangepasste Ackerfuttermischungen.<\/p>\n<p>Bei dem als Anbausystem getesteten Zweikultur-Nutzungssystem stehen den h\u00f6heren Ertr\u00e4gen zun\u00e4chst h\u00f6here Kosten gegen\u00fcber, die sich nur bei eindeutiger Steigerung der Fl\u00e4chenleistung rentieren.<\/p>\n<p>Keineswegs vernachl\u00e4ssigen sollten Landwirte die pflanzenbaulichen und \u00f6kologischen Vorteile, die abwechslungsreiche Anbausysteme von Energiepflanzen bieten und die letztlich eine Verbesserung der Ertragssicherheit bewirken. Es gibt durchaus vielf\u00e4ltigste Ans\u00e4tze, die besonders ertragsstarken Kulturen wie Mais in nachhaltige Fruchtfolgesysteme zu integrieren.<\/p>\n<p>In der Brosch\u00fcre &#8220;Standortangepasste Anbausysteme f\u00fcr Energiepflanzen&#8221; werden konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Praxis gegeben, die mit wissenschaftlichen Ergebnissen untersetzt sind und die auf die wesentlichen zu beachtenden Bereiche bei der Erzeugung von Biogassubstraten eingehen. Zu nennen sind u. a. die R\u00fcckf\u00fchrung von G\u00e4rresten als Voraussetzung f\u00fcr eine ausreichende Humusreproduktion, der Wasserbedarf verschiedener Kulturen, die Fruchtfolgegestaltung bis hin zum Mischfruchtanbau, erosionsmindernde Ma\u00dfnahmen und die Wirkungen auf die Biodiversit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die bisherigen Versuchsergebnisse best\u00e4tigen die Bedeutung der Fruchtfolgegestaltung ganz besonders im Hinblick auf die Biodiversit\u00e4t. So f\u00f6rdern unterschiedliche Anbauzeitr\u00e4ume und Vegetationsstrukturen das Vorkommen einer Vielzahl wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Hierzu tr\u00e4gt auch der Energiemais bei, sofern bestimmte Anbaukonzentrationen in der Agrarlandschaft nicht \u00fcberschritten werden. <\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Die Brosch\u00fcre &#8220;Standortangepasste Anbausysteme f\u00fcr Energiepflanzen&#8221; kann kostenlos bei der FNR \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/service\/mediathek\/literatur.html\" >www.fnr.de (Mediathek)<\/a> angefordert werden. Die Abschlussberichte und weitere Informationen zum Verbundvorhaben EVA finden Sie unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&#038;tabelle=fnr_projekte%20%20&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;fkz=22002305&#038;suche=Stichwort%20eingeben!&#038;suchefkz=22002305&#038;sucheadresse=Namen%20eingeben!&#038;von=01.04.1992&#038;bis=23.03.2010&#038;zeitraum=formular&#038;minz=0&#038;maxz=1&#038;anzahl=10&#038;zurueck=1\" >FKZ 22002305<\/a> ff. in der Projektdatenbank auf: <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/projekte-foerderung.html\" >www.fnr.de (Projekte und F\u00f6rderung)<\/a> sowie unter <a href=\"http:\/\/www.tll.de\/vbp\" >www.tll.de\/vbp<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ver&ouml;ffentlich aktuell die Brosch&uuml;re &#8220;Standortangepasste Anbausysteme f&uuml;r Energiepflanzen&#8221;. 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