{"id":12106,"date":"2009-11-30T00:00:00","date_gmt":"2009-11-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20091130-06n"},"modified":"2009-11-30T00:00:00","modified_gmt":"2009-11-29T22:00:00","slug":"geheimnis-der-schwarzerde-geknackt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/geheimnis-der-schwarzerde-geknackt\/","title":{"rendered":"Geheimnis der Schwarzerde geknackt"},"content":{"rendered":"<p><b>Die juwi-Gruppe und Joachim B\u00f6ttcher, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der areal GmbH, haben gestern am juwi-Firmensitz in W\u00f6rrstadt das Gemeinschaftsunternehmen Palaterra GmbH&#038;Co.KG gegr\u00fcndet. Im Joint Venture wollen juwi und areal k\u00fcnftig ein &#8220;bahnbrechendes neues Produkt&#8221; herstellen, hei\u00dft es in einer Pressemeldung. Das Produkt um was es sich handelt: Terra Preta, die &#8220;schwarze Erde&#8221;.<\/b><\/p>\n<p>Im rheinland-pf\u00e4lzischen Hengstbacherhof (Donnersbergkreis) errichten areal und juwi nach eigenen Angaben die weltweit erste Anlage zur Produktion der neuen Terra Preta. Der Pilotanlage sollen Werke in ganz Europa folgen.<\/p>\n<div style=\"float:left;margin-right:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20091130-06\/grab_pic.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"&copy; fotolia.com\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px\" align=\"left\">&copy; fotolia.com<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Die &#8220;schwarze Erde&#8221; wurde vor tausenden von Jahren von den Hochkulturen am Amazonas aus Ernteresten und organischen Siedlungsabf\u00e4llen geschaffen. Sie machte den n\u00e4hrstoffarmen Boden des Regenwaldes so fruchtbar, dass Terra Preta heute auch als &#8220;Gold der Erde&#8221; bezeichnet wird. Doch die Hochkulturen gingen unter und mit ihnen das Rezept f\u00fcr das revolution\u00e4re Humussubstrat. Jahrzehnte haben Wissenschaftler versucht, dieses Rezept zu rekonstruieren bislang vergeblich.<\/p>\n<p>Einem Forscherteam um den Pflanzen- und Bodenexperten Joachim B\u00f6ttcher, Gesch\u00e4fts-f\u00fchrer der areal GmbH, sei es nach Angaben von juwi und areal nun gelungen, den Code zu knacken und auf moderne gro\u00dftechnische Verfahren und Produktionsabl\u00e4ufe zu \u00fcbertragen. &#8220;Wir haben das R\u00e4tsel gel\u00f6st. Wir sind die ersten und einzigen, die Terra Preta herstellen k\u00f6nnen weltweit&#8221;, sagt B\u00f6ttcher.<\/p>\n<p>Zur wirtschaftlichen Umsetzung der neuen Technologie haben B\u00f6ttcher und juwi heute in W\u00f6rrstadt eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft gegr\u00fcndet, die dem &#8220;Gold der Erde&#8221; zum Durchbruch verhelfen soll: die Palaterra GmbH&#038;Co.KG. Nach der Pilotanlage am Hengstbacherhof wird Palaterra (abgeleitet vom lateinischen Begriff Palatina, Pfalz) 2010 in der Morbacher Energielandschaft im Hunsr\u00fcck das weltweit erste Werk errichten, in dem die neue Terra Preta in gro\u00dfem Stil hergestellt werden soll.<\/p>\n<p><b>juwi: &#8220;Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung zentraler Probleme&#8221;<\/b> <br \/>Zudem soll das Morbacher Werk den Auftakt f\u00fcr weitere Projekte in Europa bilden. &#8220;Wir haben die schwarze Erde\u201a zur Marktreife gebracht. Die neue Terra Preta liefert einen Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung zentraler Probleme unseres Planeten: Sie kann nicht nur die Menschheit mit Nahrung versorgen, sondern zus\u00e4tzlich noch das Weltklima sch\u00fctzen&#8221;, sagt juwi-Vorstand Matthias Willenbacher.<\/p>\n<p>In Morbach wird das Gemeinschaftsunternehmen Palaterra das neue Produkt Terra Preta in einem einmaligen Bioabfall-Kreislauf herstellen. Basis der Produktion bilden, erg\u00e4nzt durch bislang ungenutzte Biomasse-Potenziale der Region (zum Beispiel Gr\u00fcnschnitt), mehr als 40.000 Tonnen G\u00e4rreste, die j\u00e4hrlich in Biogasanlagen der Morbacher Energielandschaft entstehen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die festen Bestandteile der G\u00e4rreste aus Biogasanlagen bei der Terra-Preta-Herstellung weitgehend zu Humussubstrat verarbeitet werden, k\u00f6nnen die fl\u00fcssigen Bestandteile nach Durchlaufen verschiedener Behandlungsstufen zur Bew\u00e4sserung von Energiepflanzen verwendet werden.<\/p>\n<p>&#8220;Dieser ausgekl\u00fcgelte Stoffkreislauf ist einmalig und steht f\u00fcr eine zukunftsweisende, regionale Wertsch\u00f6pfung; wir nutzen und verwerten s\u00e4mtliche Stoffe optimal&#8221;, erl\u00e4utert J\u00fcrgen Bohn, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der juwi Bio GmbH.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die juwi-Gruppe und Joachim B&ouml;ttcher, der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der areal GmbH, haben gestern am juwi-Firmensitz in W&ouml;rrstadt das Gemeinschaftsunternehmen Palaterra GmbH&amp;Co.KG gegr&uuml;ndet. 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