{"id":12079,"date":"2009-12-14T00:00:00","date_gmt":"2009-12-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20091214-03n"},"modified":"2009-12-14T00:00:00","modified_gmt":"2009-12-13T22:00:00","slug":"hohe-cosub2sub-werte-kulturpflanzen-brauchen-weniger-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hohe-cosub2sub-werte-kulturpflanzen-brauchen-weniger-wasser\/","title":{"rendered":"Hohe CO&lt;sub&gt;2&lt;\/sub&gt;-Werte: Kulturpflanzen brauchen weniger Wasser"},"content":{"rendered":"<p><b>Forscher des Johann Heinrich von Th\u00fcnen-Instituts (vTI) in Braunschweig haben in mehrj\u00e4hrigen Feldversuchen untersucht, wie die Kulturpflanzen Weizen, Gerste, Zuckerr\u00fcbe oder Mais auf erh\u00f6hte CO<sub>2<\/sub>-Konzentrationen reagieren. CO<sub>2<\/sub> ist nicht nur ein Treibhausgas, sondern auch ein unverzichtbarer Baustein f\u00fcr die Photosynthese der Pflanzen. Einige Pflanzenarten konnten unter erh\u00f6hten CO<sub>2<\/sub>-Werten das vorhandene Wasser besser ausnutzen.<\/b> <\/p>\n<p>Um zu belastbaren Aussagen zu kommen, hat das Forscherteam unter der Leitung von Hans-Joachim Weigel vom vTI-Institut f\u00fcr Biodiversit\u00e4t auf einem Versuchsfeld eine europaweit einmalige CO<sub>2<\/sub>-Anreicherungsanlage errichtet. &#8220;Damit lassen sich die zuk\u00fcnftigen Konzentrationen dieses Gases in der Atmosph\u00e4re &#8211; etwa 550 ppm im Vergleich zu den heutigen 385 ppm &#8211; sowie unterschiedliche Trockenheitsbedingungen direkt im Freiland simulieren&#8221;, so Weigel gegen\u00fcber pressetext. <\/p>\n<p><b>Effizientere Wassernutzung der Pflanzen<\/b><br \/>&#8220;In mehrj\u00e4hrigen Versuchen mit der Fruchtfolge Gerste, Weizen und Zuckerr\u00fcben konnten wir zeigen, dass die Pflanzen in der CO<sub>2<\/sub>-angereicherten Fl\u00e4che zehn bis 15 Prozent mehr Biomasse bilden&#8221;, so Weigel. &#8220;Zudem haben die Pflanzen dabei je nach Versuchsjahr f\u00fcnf bis 20 Prozent weniger Wasser \u00fcber ihre Spalt\u00f6ffnungen in die Umgebungsluft abgegeben.&#8221; W\u00e4hrend der CO<sub>2<\/sub>-Anreicherung habe sich auch die Bodenfeuchte unter diesen Best\u00e4nden erh\u00f6ht. &#8220;Das bedeutet, dass diese Pflanzen das ihnen zur Verf\u00fcgung stehende Wasser effizienter nutzen konnten&#8221;, erkl\u00e4rt der Forscher. <\/p>\n<p>&#8220;In einem zweij\u00e4hrigen Versuch mit schnell wachsenden Energiemais wurden erstmals unter Feldbedingungen gezielt die Wechselwirkungen zwischen Trockenstress und einer gleichzeitig erh\u00f6hten CO<sub>2<\/sub>-Konzentration untersucht&#8221;, erkl\u00e4rt der Experte. Die Pflanzen reagierten auf den simulierten Trockenstress unter heutigen CO<sub>2<\/sub>-Bedingungen mit einem Wachstumsverlust von rund 28 Prozent. Bei h\u00f6heren CO<sub>2<\/sub>-Werten war das Wachstum allerdings um ca. elf Prozent erniedrigt. Der Trockenstresseffekt wurde also erheblich kompensiert.<\/p>\n<p><b>Weizen enthielt weniger Proteine<\/b><br \/>Bei den untersuchten Gersten- und Weizenpflanzen konnten die Forscher zwar feststellen, dass die Photosyntheserate zunahm und dass sie Wasser effizienter nutzten. H\u00f6here CO<sub>2<\/sub>-Werte beeinflussten aber die Qualit\u00e4t von Getreide ma\u00dfgeblich. &#8220;Die K\u00f6rner enthielten deutlich weniger Proteine und zum Teil weniger Spurenelemente&#8221;, so Weigel. <\/p>\n<p>&#8220;Die bisherigen Ergebnisse sind Beispiele f\u00fcr R\u00fcckkoppelungseffekte, die bei der Klimafolgenabsch\u00e4tzung beachtet werden m\u00fcssen&#8221;, meint Weigel. In den kommenden zwei Jahren wollen die Forscher die Versuche zur Kombinationswirkung von Trockenstress und erh\u00f6hter CO<sub>2<\/sub>-Konzentration unter dem Aspekt der Nutzung der genetischen Vielfalt mit verschiedenen Sorten von Sorghum-Hirse untersuchen. &#8220;Diese Ergebnisse werden im Rahmen eines Verbundprojektes in die z\u00fcchterische Optimierung von Sorghum-Hirse einflie\u00dfen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Forscher des Johann Heinrich von Th&uuml;nen-Instituts (vTI) in Braunschweig haben in mehrj&auml;hrigen Feldversuchen untersucht, wie die Kulturpflanzen Weizen, Gerste, Zuckerr&uuml;be oder Mais auf erh&ouml;hte CO<sub>2<\/sub>-Konzentrationen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[64],"class_list":["post-12079","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-johann-heinrich-von-thuenen-institut-vti"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12079"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12079\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12079"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}