{"id":12058,"date":"2010-01-05T00:00:00","date_gmt":"2010-01-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100105-03n"},"modified":"2010-01-05T00:00:00","modified_gmt":"2010-01-04T22:00:00","slug":"500-000-baeume-die-neuen-waelder-ostfrieslands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/500-000-baeume-die-neuen-waelder-ostfrieslands\/","title":{"rendered":"500.000 B\u00e4ume &#8211; Die neuen W\u00e4lder Ostfrieslands"},"content":{"rendered":"<p><b>Knapp eine halbe Million B\u00e4ume &#8211; Ein Baum pro Einwohner Ostfrieslands werden in den n\u00e4chsten Monaten am VW-Standort Emden gepflanzt. F\u00fcr das VW-Werk ist das ein weiterer Meilenstein hin zum Ziel der gr\u00fcnen Fabrik am Meer. F\u00fcr die Umwelt und die Region weit mehr. Energiewald ist hier das Stichwort.<\/b> <\/p>\n<p>Klimaschutz und Versorgungssicherheit sind die Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland, aber auch weltweit. Eine nachhaltige Nutzung muss \u00f6kologische, soziale und regionalwirtschaftliche Aspekte ber\u00fccksichtigen.  <\/p>\n<p>Seit zwei Jahren machen schnell wachsende H\u00f6lzer auf den deutschen \u00c4ckern Furore. Die B\u00e4ume, gr\u00f6\u00dftenteils Weiden und Pappeln, wachsen in Kurzumtriebsplantagen (KUPs) heran und k\u00f6nnen alle drei bis f\u00fcnf Jahre als Hackschnitzel geerntet werden. KUPs von heute entsprechen sehr dem Niederwald aus dem Vor-Industriezeitalter (vor Kohle und \u00d6l), nur die Technik ist neu. Ihr Vorteil gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Feldfr\u00fcchten wie z.B. Raps und selbst Mais ist der oft h\u00f6here Energieertrag pro Hektar. Auch der Einsatz von Kunstd\u00fcnger und Pestiziden oder Herbiziden ist weitaus geringer. Im waldarmen Ostfriesland k\u00f6nnen Energiew\u00e4lder damit eine Bereicherung der Landschaft darstellen.  <\/p>\n<p>Zusammen mit den VW-Fl\u00e4chen sind es im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr bereits um die 100 Hektar KUP in Ostfriesland. 500 Hektar sollen es in den n\u00e4chsten 3-4 Jahren nach den Vorstellungen von Wolfram Kudlich, gesch\u00e4ftsf\u00fchrendem Gesellschafter der WALD21 GmbH, werden. &#8220;Wir sprechen dann von ca. 0,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che. Umweltvertr\u00e4glichkeit ist uns wichtig; eine gro\u00dffl\u00e4chige Aufforstung ist nicht gewollt; ebensowenig Fl\u00e4chenkonkurrenz mit anderen Agrarprodukten. Mit Kooperationen, Abnahmevertr\u00e4gen oder praktische Unterst\u00fctzung der Landwirte in Ostfriesland wollen wir den Anbau von Energiew\u00e4ldern in Ostfriesland voranbringen. Regionale Energiekreisl\u00e4ufe und Energiepartnerschaften und kleine dezentrale Energieanlagen sind das erkl\u00e4rte Ziel. Erste Erfahrungen mit solchen und \u00e4hnlichen Konzepten haben wir bereits an einigen Standorten in Deutschland sammeln k\u00f6nnen&#8221;, so Kudlich &#8211; &#8220;Wir m\u00fcssen einfach anfangen!&#8221; <\/p>\n<p>Das Potential f\u00fcr Biow\u00e4rme in Ostfriesland ist erheblich. 100 Gemeinden, mehr als 200 Schulen und 20.000 Unternehmen haben einen gro\u00dfen W\u00e4rmebedarf. &#8220;Mit den ersten Hektar hier in Ostfriesland k\u00f6nnen wir jetzt Kommunen und Unternehmen ein attraktives Angebot machen auf Erneuerbare umzusteigen; Rohstoffsicherheit inklusive&#8221;. Gemeinsam mit dem Partner, der Ostfriesischen Energieholz GmbH des Landwirtes Lenhard Fle\u00dfner, macht sich WALD21 daf\u00fcr stark. Erster Abnehmer f\u00fcr das Energieholz ist das Nahw\u00e4rmenetz der Energiegenossenschaft Ihlowerfehn. Hier soll das Nahw\u00e4rmenetz erweitert werden, der bestehenden Biogasanlage ein Holzhackschnitzelkessel f\u00fcr die Wintermonate beigestellt werden. &#8220;Mit Feldholz k\u00f6nnen alle verdienen&#8221;, so Kudlich. &#8220;Bei Produktionskosten f\u00fcr Holzw\u00e4rme vergleichbar mit ca. 20 Cent pro Liter Heiz\u00f6l\u00e4quivalent ist Holzenergie bereits heute mit \u00d6l und Gas konkurrenzf\u00e4hig; und das subventionslos!&#8221; Der Verteilungsspielraum bei den erwarteten steigenden Energiepreisen in Zukunft ist erheblich. Aufgrund der guten \u00d6koeffizienz ist Feldholz quasi das 1-Liter-Auto der Erneuerbaren Energien.  <\/p>\n<p>Warum Volkswagen am Werk Emden diesen Schritt geht, erl\u00e4utert Thomas Laaken, Leiter der Emder Werktechnik so: &#8220;Wir wollen unsere Potentiale ausnutzen. VW kann hier einen erheblichen Beitrag leisten, Energie effizienter zu nutzen und die Entwicklung regenerativer Energien zu f\u00f6rdern. Wir reduzieren gleichzeitig CO<sub>2<\/sub>-Emissionen deutlich. Aktivit\u00e4ten zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit sind Vorteile, die den langfristigen Erfolg von VW sichern.&#8221; <\/p>\n<p>Damit folgt das Werk Emden ganz dem Kurs der Konzernstrategie von Volkswagen: Der Ausrichtung des Volkswagen Konzerns als \u00f6konomisch und \u00f6kologisch weltweit f\u00fchrendem Automobilunternehmen. Was f\u00fcr viele vielleicht wie &#8220;Greenwashing&#8221; klingt ist doch weit mehr. So stammt ein Gro\u00dfteil der ben\u00f6tigten Industriew\u00e4rme am VW-Werk Emden bereits aus einem Holzheizkraftwerk. Photovoltaik- und Windkraftanlagen wurden ebenso vor geraumer Zeit errichtet, eine Biogasanlage ist in Planung. Und auch ein Blick nach Kopenhagen gen\u00fcgt &#8211; neuen Zeiten erforden neue Wege. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Wolfram Kudlich <br \/><a href=\"http:\/\/www.wald21.com\/\" >WALD21 GmbH<\/a> <br \/>Radweg 15a<br \/>55130 Mainz       <br \/>Tel.: 06131-22 67 75 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:kudlich@wald21.com\">kudlich@wald21.com<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Knapp eine halbe Million B&auml;ume &#8211; Ein Baum pro Einwohner Ostfrieslands werden in den n&auml;chsten Monaten am VW-Standort Emden gepflanzt. 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