{"id":12045,"date":"2010-01-12T00:00:00","date_gmt":"2010-01-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100112-04n"},"modified":"2010-01-12T00:00:00","modified_gmt":"2010-01-11T22:00:00","slug":"fahrradrahmen-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fahrradrahmen-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Fahrradrahmen aus Nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach Automobilkarosserien, diversen Sportger\u00e4ten, -Schuhen und Bio-Werkstoffen tun sich nun auch im Fahrrad-Design neue Wege in der Nutzung Nachwachsender Rohstoffe auf. Anstelle von Karbon oder Aluminium werden f\u00fcr die Rahmenkonstruktion mittlerweile auch Bambus und Hanf eingesetzt.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20100112-04\/image-44426-thumbbiga-aubv.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"&copy; Spiegel\"\/>Vorreiter ist der in Kalifornien ans\u00e4ssige Rahmendesigner Craig Calfee, der schon Mitte der Neunziger die z\u00fcndende Idee hatte, Bambus f\u00fcr den Fahrradbau zu verwenden. Calfee, der f\u00fcr eine Fahrradmesse ein innovatives und publikumswirksames Produkt schaffen wollte, stie\u00df per Zufall auf die positiven Materialeigenschaften des Bambus. Beim Raufen mit seinem Hund und einem Bambusstock war Calfee verbl\u00fcfft \u00fcber die St\u00e4rke und Festigkeit des S\u00fc\u00dfgrases. Er baute einen Fahrradrahmen aus Bambus und entwickelte das Messemodell sp\u00e4ter weiter, indem er mit dem Material experimentierte und an Verbesserungen t\u00fcftelte.<\/p>\n<p>Die Vorteile von Bambus sind Materialh\u00e4rte, schnelles Wachstum und ein weltweit hohes Aufkommen. Den Nachteil des Splitterns \u00fcberwand Calfee, indem er die Rohre in einem4 Monate w\u00e4hrenden Prozess r\u00e4ucherte und hitzebehandelte. Die Verbindung der Rohre besteht aus mit Epoxidharz verst\u00e4rkten Hanffasern. Das heutige Endprodukt ist ein EFBe-gepr\u00fcfter Mountainbike-Rahmen, der einem Gewicht von 950 kg standh\u00e4lt und bei Calfee f\u00fcr ca. 2.700 Dollar erworben werden kann.<\/p>\n<p>Doch Calfee sammelt nicht nur Preise f\u00fcr sein Bambusrad wie &#8220;Bicycle with the lowest carbon footprint&#8221;. Er rief mit Unterst\u00fctzung des Earth Institute der Universit\u00e4t Columbia die Initiative &#8220;Bamboosero&#8221; ins Leben, die in Afrika Produktionsst\u00e4tten f\u00fcr Bambusbikes erm\u00f6glicht. Das Material w\u00e4chst dort vor der T\u00fcr, was nahelegt, es f\u00fcr den Bau eines solch praktischen Fortbewegungs- und Transportmittels in eigenen Werkst\u00e4tten und L\u00e4den herzustellen und zu verkaufen. Bamboosero hat ein Projekt in Ghana, weitere in Zambia, auf den Philippinen, Uganda und Neuseeland sind geplant oder stehen kurz vor der Umsetzung. Eine von Calfees Kreationen sind das &#8220;Bamboo School Bus Bike&#8221;, mit dem 6 Kinder transportiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Beispiel des Bambusrads hat Schule gemacht. \u00dcberall in der Welt machen sich neuerdings Designer, Ingenieure und Radprofis ans Werk und arbeiten an Fahrr\u00e4dern aus Nachwachsenden Rohstoffen. Dazu z\u00e4hlen der Slowake Bruno Mares, der kalifornische Radsportprofi Nick Frey sowie der deutsche Ingenieur Nicolas Meyer, der ein Triathlonrad aus Hanf entwickelte. Dieses Rad besteht aus 60% Hanf und 15% Bambus. Auch hier ist der Rahmen, der aus Styropor besteht, mit in Epoxidharz getr\u00e4nkten Hanffasern umwickelt. Das Gewicht des Rahmens entspricht dem eines hochwertigen Aluminiumrahmens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Nach Automobilkarosserien, diversen Sportger&auml;ten, -Schuhen und Bio-Werkstoffen tun sich nun auch im Fahrrad-Design neue Wege in der Nutzung Nachwachsender Rohstoffe auf. 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