{"id":12038,"date":"2010-01-15T00:00:00","date_gmt":"2010-01-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100115-05n"},"modified":"2010-01-15T00:00:00","modified_gmt":"2010-01-14T22:00:00","slug":"nationales-netzwerk-fuer-energieholzplantagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nationales-netzwerk-fuer-energieholzplantagen\/","title":{"rendered":"Nationales Netzwerk f\u00fcr Energieholzplantagen"},"content":{"rendered":"<p><b>Unter der Leitung des ttz Bremerhaven wird seit Januar 2010 ein nationales Netzwerk zur effizienten Gewinnung regenerativer Holzenergie etabliert.<br \/>Es umfasst die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette sogenannter Kurzumtriebsplantagen (KUP) sowie Verb\u00e4nde und Forschungseinrichtungen. Ziel ist die Verkn\u00fcpfung geeigneter Akteure, um dieses in Deutschland noch junge Innovationsfeld zu st\u00e4rken und Auftr\u00e4ge f\u00fcr die Netzwerk-Partner zu generieren.<\/b><\/p>\n<p>KUP sind Anpflanzungen schnell wachsender B\u00e4ume auf land- oder forstwirtschaftlichen Fl\u00e4chen, die innerhalb kurzer Zeit Holz als nachwachsenden Rohstoff liefern.<\/p>\n<p>Die Bioenergiem\u00e4rkte in den Bereichen Strom-, W\u00e4rme- und Kraftstoff haben sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. F\u00fcr den weiteren Marktausbau gilt es, alle vorhandenen Biomassepotentiale zu nutzen und neue Wege zur Erweiterung der Brennstoffbasis zu finden. Zu den Hoffnungstr\u00e4gern z\u00e4hlen dabei die Kurzumtriebsplantagen (KUP). Produziert werden hier Hackschnitzel, Pellets und weitere Bioenergietr\u00e4ger aus Pflanzenmaterial in relativ kurzen Anbauintervallen.<\/p>\n<p>&#8220;Vorhandenes Wissen zu nutzen, um wirtschaftlich rentable sowie \u00f6kologisch und sozial nachhaltige KUP-Projekte mit starken Partnern zu realisieren &#8211; das ist unser Ziel!&#8221; So beschreibt Projektkoordinator Alexander Schank vom ttz Bremerhaven die Intention des neu gegr\u00fcndeten &#8220;KUP-Netzwerk&#8221;. Bereits heute liegen mehr als 50 Anfragen potentieller Netzwerkteilnehmer vor, darunter von Unternehmen, Verb\u00e4nden und Forschungseinrichtungen. Begonnen wird jedoch mit 20 Partnerunternehmen, die gezielt ausgew\u00e4hlt wurden und eine in sich erg\u00e4nzende Kerngruppe darstellen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich m\u00f6chte das &#8220;KUP-Netzwerk&#8221; Unternehmen projektorientiert verkn\u00fcpfen und Investitionen im Bereich der KUP anregen. Dies geschieht mit konkreter Arbeit aus der Mitte des wirtschaftlichen Alltags der Partner. Hiermit kn\u00fcpft das Netzwerk direkt an bereits bestehende Bem\u00fchungen an und entwickelt sie kompetent weiter. In verschiedenen Modellregionen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-W\u00fcrttemberg und in der N\u00e4he von Braunschweig sollen Modellanwendungen die schlummernden Potenziale wecken und vernetzen.<\/p>\n<p>Um dies zu erreichen, hat sich das &#8220;KUP-Netzwerk&#8221; folgende strategische Ziele gesetzt:<\/p>\n<ul>\n<li>Projektorientierte Verkn\u00fcpfung geeigneter Marktpartner mit wirtschaftlichem Interesse (regional und \u00fcberregional)<\/li>\n<li>Kostenersparnis der Netzwerkpartner durch Synergieeffekte und Projekt-F\u00f6rdermittel<\/li>\n<li>\u00dcberwindung von Markt- und Rechtsbarrieren f\u00fcr KUP-Betreiber, KUP-Produkte (Energie- und Papierholz) und andere Marktakteure (Biomasse-H\u00f6fe, -Heizwerke, -Planer)<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung des Informationsflusses zwischen Markt, Forschung und Politik<\/li>\n<li>Etablierung der KUP-Idee in der Bioenergiebranche<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gegenw\u00e4rtig gibt es in Deutschland jedoch nur wenige Pilot- und Demonstrationsfl\u00e4chen, die KUP betreiben und deren Nutzung erforschen (ca. 1.500 ha bundesweit). Im Gegensatz dazu wird aber das Potential f\u00fcr KUP auf 500.000 bis 1.000.000 ha gesch\u00e4tzt. In der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Bioenergiebranche existiert grunds\u00e4tzlich ein gro\u00dfes Interesse an KUP. Aufgrund unsicherer Rahmenbedingungen und gro\u00dfer Informationsdefizite bestehen gegenw\u00e4rtig aber noch erhebliche Hemmnisse f\u00fcr Investitionen, die das neue Netzwerk abbauen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Heute werden KUP \u00fcberwiegend zur energetischen Nutzung angelegt. Durch verl\u00e4ngerte Umtriebe kann auch f\u00fcr andere Absatzm\u00e4rkte wie die Papierindustrie produziert werden. Dadurch stellen KUP eine wirtschaftlich hoch interessante Alternative f\u00fcr Land- und Forstwirte dar. In den letzten Jahren konnten sich einige Forschungszentren in Hessen, Bayern, Sachsen und in Bremen (ttz Bremerhaven) bilden. Nach dem Erstkontakt geeigneter Marktpartner wie Landeignern und Investoren fehlt es jedoch h\u00e4ufig an der nachhaltigen fachkundigen Betreuung im Anschluss. Der Anbau von schnell wachsenden Baumarten wird in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bereits seit Jahrzenten erfolgreich praktiziert. In Deutschland sind KUP allerdings seit den 70er Jahren nicht \u00fcber das Versuchsanbaustadium hinausgekommen. Erst im Zuge gestiegener Preise f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger und der stetig steigenden Nachfrage nach Holz zur energetischen Verwertung \u00e4nderte sich diese Situation.<\/p>\n<p>Durch das vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie initiierte F\u00f6rderprogramm ZIM-NEMO ist es nun m\u00f6glich geworden, kleine- und mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit geeigneten Markt- und Forschungsakteuren in einem gef\u00f6rderten Netzwerk zu verbinden. Dadurch kann ein nachhaltiges und sich erg\u00e4nzendes Netzwerk f\u00fcr alle Beteiligten aufgebaut und so ein dynamischer Zu- und Ausbau der KUP-Idee sowie geeigneter Projekte erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Am 15. Januar 2010 findet das Auftaktmeeting des &#8220;Kurz-Umtriebs-Plantagen Netzwerk Deutschland&#8221; in Bremerhaven statt. Die Projektlaufzeit betr\u00e4gt 3 Jahre. Im Anschluss sollen sich die einzelnen Initiativen selbst tragen und Praxisbeispiele f\u00fcr neue Vorhaben in weiteren Regionen liefern.<\/p>\n<p>Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement, Gesundheitssysteme sowie Verwaltung &#038; Software.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Christian Colmer<br \/>Leitung Kommunikation und Medien\/<br \/>Head of communications and media<br \/>Phone: +49 (0)471 48 32 -124<br \/>FAX: +49 (0)471 48 32 &#8211; 129<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:ccolmer@ttz-bremerhaven.de\">ccolmer@ttz-bremerhaven.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Unter der Leitung des ttz Bremerhaven wird seit Januar 2010 ein nationales Netzwerk zur effizienten Gewinnung regenerativer Holzenergie etabliert.<br \/>Es umfasst die gesamte Wertsch&ouml;pfungskette sogenannter<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6352,914],"class_list":["post-12038","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-ttz-bremerhaven"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12038"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12038\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12038"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}