{"id":12027,"date":"2010-01-21T00:00:00","date_gmt":"2010-01-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20100121-05n"},"modified":"2010-01-21T00:00:00","modified_gmt":"2010-01-20T22:00:00","slug":"iscc-weltweit-erstes-staatlich-anerkanntes-zertifizierungssystem-fuer-nachhaltigkeit-und-treibhausgasemissionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/iscc-weltweit-erstes-staatlich-anerkanntes-zertifizierungssystem-fuer-nachhaltigkeit-und-treibhausgasemissionen\/","title":{"rendered":"ISCC &#8211; weltweit erstes staatlich anerkanntes Zertifizierungssystem f\u00fcr Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung (BLE) hat das Zertifizierungssystem &#8220;International Sustainability and Carbon Certification&#8221; (ISCC) vorl\u00e4ufig anerkannt. Damit ist ISCC das weltweit erste Zertifizierungssystem, das f\u00fcr die Kontrolle der Einhaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen bei Biokraftstoffen und fl\u00fcssige Biomasse f\u00fcr die Stromerzeugung staatlich zugelassen ist.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Die Anerkennung durch die BLE ist ein Meilenstein f\u00fcr das ISCC-System&#8221;, sagt Dr. Norbert Schmitz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ISCC System GmbH. &#8220;Landwirtschaft, Handel und Industrieunternehmen k\u00f6nnen \u00fcber ISCC Nachhaltigkeit und entstandene Treibhausgasemissionen auf allen Verarbeitungsstufen nachweisen. Die staatliche Anerkennung ist Grundlage daf\u00fcr, dass die zertifizierte Bioenergie auf die Quotenverpflichtungen angerechnet bzw. gef\u00f6rdert wird.&#8221;<\/p>\n<p>ISCC ist das Ergebnis eines global ausgerichteten Multi-Stakeholder-Prozesses. Mehr als 200 Organisationen aus Europa, Amerika und S\u00fcdostasien waren an der Entwicklung beteiligt. &#8220;Die zweij\u00e4hrige Pilotphase hat es uns erst erm\u00f6glicht, ein praxistaugliches System zu entwickeln, das den v\u00f6llig neuartigen Anforderungen der Nachhaltigkeitsverordnungen und den Gegebenheiten in den verschiedenen Regionen und den globalen Agrarm\u00e4rkten entspricht&#8221;, sagt Schmitz. Soja, \u00d6lpalm, Zuckerrohr wurden ebenso einbezogen wie beispielsweise Raps und Getreide in Europa. Nachhaltigkeitsanforderungen gelten damit gleicherma\u00dfen f\u00fcr alle landwirtschaftlichen Rohstoffe und Regionen.<\/p>\n<p>Mit dem Instrument ISCC wird auch die Einhaltung von Nachhaltigkeitsanforderungen in der EU und Deutschland \u00fcberpr\u00fcft. Dies entspricht dem Bedarf der heimischen Landwirtschaft und der verarbeitenden Unternehmen mit ihren umfangreichen internationalen Handelsverflechtungen.<\/p>\n<p>Ende Januar startet der regul\u00e4re Betrieb des Systems. Dann haben 40 Auditoren aus aller Welt an einem umfangreichen ISCC-Training in Berlin teilgenommen und k\u00f6nnen vor Ort die Nachhaltigkeitsanforderungen \u00fcberpr\u00fcfen und erste Zertifikate ausstellen. \u00dcber eine Internet-Plattform werden den Auditoren die erforderlichen Instrumente zur Verf\u00fcgung gestellt und Zertifikate registriert.<\/p>\n<p>Besondere Herausforderungen bestehen darin, sicherzustellen, dass die Treibhausgasemissionen reduziert werden und der Anbau von Biomasse keine sch\u00fctzenswerten Fl\u00e4chen zerst\u00f6rt. Beides ist f\u00fcr viele Unternehmen wie Auditoren Neuland. Zu den sch\u00fctzenswerten Fl\u00e4chen geh\u00f6ren z.B. Regenw\u00e4lder oder Fl\u00e4chen mit hohem Kohlenstoffbestand wie Feuchtgebiete und Torfmoore. Auch muss nachgewiesen werden, dass der Einsatz von Bioenergie gegen\u00fcber fossilen Energietr\u00e4gern mindestens 35% weniger Treibhausgase freisetzt. Dar\u00fcber hinaus muss die R\u00fcckverfolgbarkeit von Biokraftstoffen und fl\u00fcssiger Biomasse \u00fcber die Lieferketten bis zum Ursprung gew\u00e4hrleistet sein, was bei der Komplexit\u00e4t der globalen Rohstoffm\u00e4rkte ebenfalls eine Herausforderung darstellt. Mit dem ISCC System k\u00f6nnen diese Herausforderungen gemeistert werden und den Marktbeteiligten flexible und zuverl\u00e4ssige L\u00f6sungen angeboten werden.<\/p>\n<p>An der zuk\u00fcnftigen Weiterentwicklung des Systems k\u00f6nnen sich alle interessierten Stakeholder beteiligen. Hierzu wird am 26. Januar der ISCC e.V. in Berlin gegr\u00fcndet, der sich als eine Plattform f\u00fcr den offenen Dialog zu zentralen Fragen von Nachhaltigkeit und Zertifizierung versteht.<\/p>\n<p>&#8220;Zertifizierung wird nicht alle Probleme dieser Welt l\u00f6sen, die Erwartungen sollten realistisch sein&#8221;, sagt Schmitz. &#8220;Aber mit ISCC wird ein Instrument zur Verf\u00fcgung gestellt, mit dem nachhaltig produzierte Ware von herk\u00f6mmlicher Ware unterschieden werden kann. Zertifizierung f\u00fchrt zur Differenzierung. Das ist ein Novum f\u00fcr die globalen Rohstoffm\u00e4rkte und setzt Anreize f\u00fcr eine nachhaltige Produktion.&#8221;<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.iscc-system.org\/\" >ISCC-System<\/a><br \/>International Sustainability and Carbon Certification <br \/>Tel.: 0221-972-72 32<br \/>Fax:  0221-941-58 63 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@iscc-system.org\">info@iscc-system.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung (BLE) hat das Zertifizierungssystem &#8220;International Sustainability and Carbon Certification&#8221; (ISCC) vorl&auml;ufig anerkannt. 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