{"id":11989,"date":"2009-11-05T00:00:00","date_gmt":"2009-11-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20091105-09n"},"modified":"2009-11-05T00:00:00","modified_gmt":"2009-11-04T22:00:00","slug":"pflanzenmuell-aus-dem-meer-soll-strom-liefern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pflanzenmuell-aus-dem-meer-soll-strom-liefern\/","title":{"rendered":"Pflanzenm\u00fcll aus dem Meer soll Strom liefern"},"content":{"rendered":"<p><b>Algen und Pflanzenreste an deutschen Str\u00e4nden sind ein \u00c4rgernis f\u00fcr Badeg\u00e4ste und eine Gefahr f\u00fcr Deiche. Forscher wollen daraus Strom, Lebensmittel und Kosmetika gewinnen.<\/b><\/p>\n<p>An den Str\u00e4nden und Deichen von Nord- und Ostsee verursacht der riechende Abfall hohe Entsorgungskosten, da dieser vor allem f\u00fcr Touristen beseitigt werden muss. Dar\u00fcber hinaus besteht die Gefahr, dass die Grasnarbe, die den Deichk\u00f6rper sch\u00fctzt, verloren geht, wenn bei Ebbe durch zur\u00fcckweichende Wassermassen Pflanzenteile im Deichvorland abrei\u00dfen und an die Deichkanten gesp\u00fclt werden.<\/p>\n<p>Bisher r\u00e4umten Bautrupps die Treibsel zusammen, damit nach dem Aussortieren von anorganischem Material die verbleibende kleingeh\u00e4ckselte Biomasse zur\u00fcck auf den Deich und ins Vorland verteilt werden kann.<\/p>\n<p>Die Hanseatische Umwelt aus Sandhagen bei Rostock besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit der Verwertung von Nord- und Ostseetreibsel. Das Unternehmen hat sich ca. 25.000 t des Materials j\u00e4hrlich in Schleswig Holstein gesichert. Derzeit werden verschiedene energetische Verwertungsverfahren gepr\u00fcft sowie eine Projektplanung erstellt.<\/p>\n<p>Laut dem verantwortlichen Projektleiter Andreas Abdessemed stehe ein Langzeit-G\u00e4rversuch kurz vor dem Abschluss und f\u00fcr 2010 sei eine Pilotanlage geplant. Hintergrund f\u00fcr dieses Projekt seien auch die steigenden Preise f\u00fcr Substrate wie Mais gewesen, die auf knappen Ackerfl\u00e4chen gewonnen werden.<\/p>\n<p><b>Energiegewinnung aus Seegras-Algen-Gemischen<\/b><br \/>Die Fachhochschule Flensburg untersucht die Gewinnung von Energie durch Seegras-Algen-Gemische. Verschiedene Ostsee-Treibsel lie\u00dfen sich grunds\u00e4tzlich verg\u00e4ren, so Jens Born, Professor f\u00fcr chemische Technologie. Der Biogasertrag von 8 &#8211; 20 m<sup>3<\/sup> aus 1 t Ausgangsmaterial sei jedoch gering. Zudem w\u00fcrde die Verwertung durch den Anteil von 50% Sand erschwert. Das letzte Wort sei hierzu jedoch noch nicht gesprochen, sagt Born.<\/p>\n<p><b>Lebensmittel und Kosmetik aus Seegras<\/b><br \/>Christel D\u00f6tsch-Jutsch vom Forschungsunternehmen Aquazosta Marine Plant Biotechnology in Schwerin erforscht die Nutzung von Seegras (Zostera marina). Dieses Material wurde bislang unter anderem zu D\u00e4mmzwecken genutzt. Aus diesem wertvollen Naturrohstoff k\u00f6nne man Produkte f\u00fcr die Ern\u00e4hrungswirtschaft und Arzneimittel herstellen sowie Kosmetika, Thalasso-Wellnessanwendungen, erl\u00e4utert Frau D\u00f6tsch-Jutsch.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.gutshaus-rederank.de\/hanse\/pdf-dateien\/PB_15.10.09_o._A.pdf\" >Projektbeschreibung<\/a> (PDF-Dokument)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Algen und Pflanzenreste an deutschen Str&auml;nden sind ein &Auml;rgernis f&uuml;r Badeg&auml;ste und eine Gefahr f&uuml;r Deiche. 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