{"id":11983,"date":"2009-11-09T00:00:00","date_gmt":"2009-11-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20091108-02n"},"modified":"2009-11-09T00:00:00","modified_gmt":"2009-11-08T22:00:00","slug":"bio-basierte-kunststoffe-european-bioplastics-und-epnoe-legen-studie-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-basierte-kunststoffe-european-bioplastics-und-epnoe-legen-studie-vor\/","title":{"rendered":"Bio-basierte Kunststoffe: European Bioplastics und EPNOE legen Studie vor"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Verband European Bioplastics und das europ\u00e4ische Forschungsnetzwerk EPNOE haben heute eine gemeinsam beauftragte Studie zu bio-basierten Kunststoffen ver\u00f6ffentlicht. Im Fokus der Untersuchungen stehen Prognosen zu Kapazit\u00e4tsentwicklungen und technischen Substitutionspotentialen. Die Autoren der Universit\u00e4t Utrecht halten eine Umstellung von bis zu 90 Prozent des Gesamtverbrauchs an Kunststoffen von fossilen auf nachwachsende Polymere f\u00fcr technisch m\u00f6glich. Ob und wie schnell diese Umstellung erfolgen wird, h\u00e4ngt von zahlreichen Faktoren ab.<\/b><\/p>\n<p>Bio-basierte Polymere sind seit etwa einem Jahrzehnt am Markt. Seit kurzer Zeit werden in ersten Projekten Standardkunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen, PVC oder PET, aber auch Hochleistungspolymere wie Polyamid oder Polyester auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt. Dabei kann der fossile Kohlenstoff vollst\u00e4ndig oder teilweise durch erneuerbaren Kohlenstoff substituiert werden. Als Rohstoffe werden heute in der Regel Zucker oder St\u00e4rke eingesetzt, teilweise bereits auch Reststoffe aus der Lebensmittelverarbeitung oder Holz. Martin K. Patel, Li Shen und Juliane Haufe rechnen in ihrer Studie vor, dass bis zu 90 Prozent des weltweiten Verbrauchs von Kunststoffen, bezogen auf das Jahr 2007, technisch betrachtet, von \u00d6l und Gas auf erneuerbare Rohstoffe umgestellt werden kann. &#8220;Bio-basierte Kunststoffe werden auch mittelfristig nicht alle fossilen Polymere ersetzen k\u00f6nnen. Vor allem die noch hohen Produktionskosten bei kleinen und mittleren Anlagen, der niedrige \u00d6lpreis wie auch ressourcenabh\u00e4ngige und infrastrukturelle Faktoren werden in den kommenden Jahren das technisch m\u00f6gliche Wachstum von bio-basierten Polymeren einschr\u00e4nken&#8221;, sagt Patrick Navard, Vorsitzender des Verwaltungsrats von EPNOE.<\/p>\n<p>Laut Hochrechnungen j\u00fcngster Firmenank\u00fcndigungen soll, so die Studie, die Produktionskapazit\u00e4t biobasierter<br \/>Kunststoffe von 360.000 Tonnen im Jahr 2007 auf etwa 2,33 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2013 steigen. Dies entspr\u00e4che einem j\u00e4hrlichen Wachstum von 37 Prozent. &#8220;Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu betrachten&#8221;, sagt Hasso von Pogrell, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von European Bioplastics. &#8220;In den Jahren 2008 und 2009 haben sich aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise wichtige Gro\u00dfprojekte verschoben. Trotz der noch unsicheren Daten, die nat\u00fcrlich weiter konsolidiert werden m\u00fcssen, halten wir solche Studien f\u00fcr sehr bedeutsam&#8221;, f\u00fcgt von Pogrell an.<\/p>\n<p>Die Studie betrachtet einzelne Materialgruppen in Bezug auf ihre Prozess- und Materialeigenschaften sowie ihr technisches Substitutionspotential. Sie analysiert Anwendungsfelder, untersucht Kosten- und Preisstrukturen und stellt die wichtigsten Produzenten vor. Drei Szenarien (Grundszenario, optimistisches und konservatives Szenario) beschreiben Wachstumsprognosen der Werkstoffe im Vergleich zur Vorg\u00e4ngerstudie aus dem Jahr 2005. Die neue Studie belegt die erheblichen Fortschritte bio-basierter Kunststoffe in den letzten f\u00fcnf Jahren. Technische Fortschritte bei der Material- und Produktentwicklung und Umweltvorteile sowie die wachsende Ressourcenknappheit des Erd\u00f6ls spr\u00e4chen zunehmend f\u00fcr Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20091108-02\/_.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Li Shen, Juliane Haufe, Martin K. Patel, Universit\u00e4t Utrecht (NL), <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20091108-02\/Product_overview_and_market_projection_of_emerging_bio-based_plastics,_PRO-BIP_2009.pdf\" >Product overview and market projection of emerging bio-based plastics, PRO-BIP 2009<\/a> (PDF-Dokument)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Melanie Gentzik<br \/>European Bioplastics<br \/>Marienstra\u00dfe 19\/20<br \/>10117 Berlin<br \/>Tel.: 030-28 48 23 56<br \/><a href=\"http:\/\/www.european-bioplastics.org\/\" >www.european-bioplastics.org<\/a><br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:presse@european-bioplastics.org\">presse@european-bioplastics.org<\/a><\/p>\n<p>Julie Navard<br \/>EPNOE Association<br \/>Armines\/Mines de ParisTech<br \/>Rue Claude Daunesse &#8211; BP 207<br \/>06904 Sophia Antipolis Ced, Frankreich<br \/>Tel.: 0033-493 95 74 89<br \/><a href=\"http:\/\/www.epnoe.eu\/\" >www.epnoe.eu<\/a><br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:julie.navard@epnoe.eu\">julie.navard@epnoe.eu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Verband European Bioplastics und das europ&auml;ische Forschungsnetzwerk EPNOE haben heute eine gemeinsam beauftragte Studie zu bio-basierten Kunststoffen ver&ouml;ffentlicht. 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