{"id":119802,"date":"2022-12-13T07:08:00","date_gmt":"2022-12-13T06:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=119802"},"modified":"2022-12-07T11:34:25","modified_gmt":"2022-12-07T10:34:25","slug":"eu-verpackungsgesetz-sorgt-in-landwirtschaftssektor-fur-furore","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-verpackungsgesetz-sorgt-in-landwirtschaftssektor-fur-furore\/","title":{"rendered":"EU-Verpackungsgesetz sorgt in Landwirtschaftssektor f\u00fcr Furore"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Sie warnen davor, dass der Vorschlag f\u00fcr die Lebensmittelunternehmen nicht praktikabel ist, w\u00e4hrend NGOs die starke Lobbyarbeit der Industrie f\u00fcr die Verw\u00e4sserung des Vorschlags kritisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die am Mittwoch (30. November) von der EU-Exekutive vorgestellte \u00dcberarbeitung der EU-Verpackungsvorschriften zielt darauf ab, die st\u00e4ndig wachsende Quelle von Abfall und \u201eVerbraucherfrustration\u201c zu bek\u00e4mpfen, so eine Erkl\u00e4rung der Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Durchschnitt erzeugt jeder Europ\u00e4er fast 180 kg Verpackungsm\u00fcll pro Jahr. Gleichzeitig ist die Verpackung einer der Hauptverbraucher neuer Materialien, da 40 Prozent der in der EU verwendeten Kunststoffe und 50 Prozent des Papiers f\u00fcr Verpackungen bestimmt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOhne Ma\u00dfnahmen w\u00fcrde die EU bis 2030 einen weiteren Anstieg der Verpackungsabf\u00e4lle um 19 Prozent und bei Kunststoffverpackungen sogar um 46 Prozent verzeichnen\u201c, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es werden neue Ziele f\u00fcr die Wiederverwendung in einer Reihe von Sektoren vorgeschlagen, darunter Getr\u00e4nke, Lebensmittel zum Mitnehmen und Verkehr. Unterst\u00fctzt wird dies durch ein Gesamtziel der Abfallvermeidung von 5 Prozent bis 2030 und 10 Prozent bis 2035.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir werden die richtigen Bedingungen schaffen, damit die Grunds\u00e4tze der Kreislaufwirtschaft \u2013 reduzieren, wiederverwenden, recyceln \u2013 funktionieren\u201c, sagte Umweltkommissar Virginijus Sinkevi\u010dius bei der Vorstellung des Vorschlags.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU-Lebensmittelindustrie hat jedoch gewarnt, dass sich hinter der h\u00fcbschen Verpackung des Vorschlags bedenkliche Details verbergen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lebensmittel- und Getr\u00e4nkeindustrie wird als einer der gr\u00f6\u00dften Verpackungsverbraucher eine wichtige Rolle f\u00fcr den Erfolg des Vorschlags spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einer Erkl\u00e4rung von FoodDrinkEurope erfordert der Vorschlag \u201eerhebliche Verbesserungen\u201c, um f\u00fcr die Lebensmittelunternehmen praktikabel zu sein und das \u201ekollektive Ziel einer nachhaltigen Verpackung und einer Kreislaufwirtschaft\u201c zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dirk Jacobs, Generaldirektor von FoodDrinkEurope, sagte zwar, dass der Vorschlag einige positive Aspekte aufweise, warnte jedoch, dass es ihm an Instrumenten f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung fehle. Die Lebensmittel-, Getr\u00e4nke- und Verpackungsbranche w\u00fcrde hierbei insbesondere Unterst\u00fctzung in Bezug auf die Infrastruktur, sowie bei der schnelleren Einf\u00fchrung von Prozessen zur Reduzierung, Wiederverwendung und zum Recycling von Verpackungsmaterialien brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Zielvorgaben und Fristen, insbesondere f\u00fcr die Wiederverwendung und Wiederbef\u00fcllung, sind zwar gut gemeint, aber ohne geeignete Rahmenbedingungen leider unrealistisch und k\u00f6nnten die Ziele nachhaltiger Verpackungen sogar eher behindern als f\u00f6rdern\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorschlag der Kommission lasse zudem immer noch \u201ezu viel Raum f\u00fcr unterschiedliche\u201c nationale Initiativen, so der Verband. Er warnt davor, dass dies zu einer weiteren Fragmentierung des Binnenmarktes f\u00fchren und dem Ziel des Vorschlags zuwiderlaufen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kampagnengruppe ReThink Plastic beklagte jedoch die Tatsache, dass die Wiederverwendungsziele aufgrund des starken Drucks der Industrie bereits verw\u00e4ssert wurden, obwohl die gro\u00dfen Getr\u00e4nkehersteller immer noch zu den gr\u00f6\u00dften Plastikverschmutzern weltweit geh\u00f6ren\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/brandaudit.breakfreefromplastic.org\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/BRANDED-brand-audit-report-2022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Pr\u00fcfung<\/a>\u00a0f\u00fcr den Zeitraum 2018-2022 ergab, dass Lebensmittel- und Getr\u00e4nkehersteller die schlimmsten Verursacher von Plastikverschmutzung sind. Coca-Cola bleibt mit deutlichem Abstand der schlimmste Plastikverschmutzer der Welt, gefolgt von PepsiCo, Nestl\u00e9, Unilever, Procter &amp; Gamble und Mondel\u0113z International.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ziele f\u00fcr die Wiederverwendung sind zwischen dem ersten vorl\u00e4ufigen Entwurf, den EURACTIV einsehen konnte, und dem endg\u00fcltigen Vorschlag\u00a0<a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/energie-und-umwelt\/news\/bruessel-schwaecht-eu-recyclinggesetz-nach-industrie-aufschrei-deutlich-ab\/?_ga=2.177581357.980590188.1669627255-1753165550.1669367460\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">deutlich gesunken.<\/a>\u00a0Die Wiederverwendungsziele wurden um bis zu 50 Prozent gesenkt, das Verbot von expandiertem Polystyrol wurde fallen gelassen und die technischen Details des Ansatzes zur Definition der Wiederverwertbarkeit wurden zur\u00fcckgefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jean-Pierre Schweitzer, stellvertretender Leiter der Abteilung f\u00fcr Kreislaufwirtschaft der gr\u00fcnen Kampagnengruppe European Environmental Bureau (EEB), bezeichnete die Beschwerden der Industrie als merkw\u00fcrdig\u201c, wenn man bedenkt, wie stark die Ziele reduziert wurden und dass der Gro\u00dfteil des Lebensmitteleinzelhandels, abgesehen vom HORECA-Sektor, nicht wirklich betroffen ist\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Schweitzer betonte, dass der Vorschlag angesichts der historischen Abfallmengen, mit denen Europa konfrontiert ist, dringend notwendig sei. Das Parlament und der Rat sollten sich nun darauf konzentrieren, die Vorschl\u00e4ge zu verbessern, damit \u201eechte Wiederverwendung und Wiederverwertung ausgeweitet werden k\u00f6nnen und Scheinl\u00f6sungen vermieden werden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorschlag zu Verpackungen und Verpackungsabf\u00e4llen wird nun vom Europ\u00e4ischen Parlament und dem EU-Rat gepr\u00fcft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie warnen davor, dass der Vorschlag f\u00fcr die Lebensmittelunternehmen nicht praktikabel ist, w\u00e4hrend NGOs die starke Lobbyarbeit der Industrie f\u00fcr die Verw\u00e4sserung des Vorschlags kritisieren. Die am Mittwoch (30. November) von der EU-Exekutive vorgestellte \u00dcberarbeitung der EU-Verpackungsvorschriften zielt darauf ab, die st\u00e4ndig wachsende Quelle von Abfall und \u201eVerbraucherfrustration\u201c zu bek\u00e4mpfen, so eine Erkl\u00e4rung der Kommission. 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