{"id":11934,"date":"2009-10-08T00:00:00","date_gmt":"2009-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20091008-01n"},"modified":"2009-10-08T00:00:00","modified_gmt":"2009-10-07T22:00:00","slug":"inventurstudie-fuer-bmelv-holzvorraete-wachsen-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/inventurstudie-fuer-bmelv-holzvorraete-wachsen-weiter\/","title":{"rendered":"Inventurstudie f\u00fcr BMELV: Holzvorr\u00e4te wachsen weiter"},"content":{"rendered":"<p><b>&#8220;Die Inventurstudie zur Kohlenstoff-Bilanz des deutschen Waldes belegt: Wald und Holz sch\u00fctzen unser Klima&#8221;, sagte Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner heute in Berlin. Die Studie zeigt, dass in der ober- und unterirdischen Biomasse (Holz, Laub\/ Nadeln und Wurzeln) die W\u00e4lder in Deutschland 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern. Zus\u00e4tzlich speichert der Waldboden Kohlenstoff in \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/b><\/p>\n<p>Die Holzvorr\u00e4te in den deutschen W\u00e4ldern sind mit 330 Kubikmeter (m<sup>3<\/sup>) je Hektar mit die h\u00f6chsten in Europa. Durch die Speicherung von Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten wie zum Beispiel M\u00f6bel oder Bauholz wird die positive Klimawirkung weiter verst\u00e4rkt. Jeder Kubikmeter Holz enth\u00e4lt umgerechnet 270 Kilogramm Kohlenstoff.<\/p>\n<p>&#8220;Andererseits beeintr\u00e4chtigt der Klimawandel die Vitalit\u00e4t der deutschen W\u00e4lder. Zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Bewahrung der Speicherleistung der W\u00e4lder sind forstwirtschaftliche Ma\u00dfnahmen dringend notwendig. Diese sollten aus der Ver\u00e4u\u00dferung der Emissionszertifikate finanziert werden. Daher setze ich mich f\u00fcr die Einrichtung eines Wald-Klima-Fonds ein&#8221;, so Aigner weiter.<\/p>\n<p>Nach der &#8220;Inventurstudie&#8221; liegt der Holzzuwachs im deutschen Wald bei 11,1 Kubikmeter je Hektar und Jahr. Verbraucht wurden im Betrachtungszeitraum j\u00e4hrlich in Deutschland durchschnittlich 6,9 Kubikmeter pro Hektar oder 70,5 Millionen Kubikmeter Holz. Insgesamt wurden rund 93 Prozent des Zuwachses durch Holzeinschlag und nat\u00fcrlichen Abgang abgesch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Die Kohlenstoffvorr\u00e4te stiegen von 2002 bis 2008 um circa 4,7 Millionen Tonnen j\u00e4hrlich an. Die j\u00e4hrliche Kohlenstoff-Einbindung in W\u00e4ldern entspricht circa 15 Prozent der durchschnittlichen j\u00e4hrlichen in privaten Haushalten direkt erzeugten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen der letzten Jahre.<\/p>\n<p>Die Studie unterstreicht die wichtige gesellschaftliche Leistung der Forstwirtschaft und ihre Erfolge um die Pflege und den Erhalt des Waldes. Der deutsche Wald ist um zwei Prozent-Punkte laubbaumreicher geworden. Diese Entwicklung wird angesichts der hohen Bedeutung der Laubb\u00e4ume f\u00fcr die Stabilit\u00e4t und Biodiversit\u00e4t der W\u00e4lder als g\u00fcnstig bewertet.<\/p>\n<p>Gleichzeitig hat das f\u00fcr den Artenschutz so bedeutende Holz abgestorbener B\u00e4ume oder Baumteile, das so genannte Totholz, um 19 Prozent auf 14,7 Kubikmeter je Hektar zugenommen. Dies zeigt, dass das von vielen Forstverwaltungen verfolgte Ziel der Totholzanreicherung erfolgreich umgesetzt worden ist.<\/p>\n<p>Die Baumarten mit den gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chenanteilen sind nach wie vor Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Die Fichte stellt mit 26 Prozent den weitaus gr\u00f6\u00dften Anteil aller Baumarten und unterstreicht damit ihre Bedeutung f\u00fcr die Forst- und Holzwirtschaft. Als n\u00e4chstes folgen die Kiefer mit 23 Prozent und die Buche mit 16 Prozent.<\/p>\n<p>Deutschland hat sich zur Anrechnung von Waldbewirtschaftung nach Artikel 3.4 des Kyoto-Protokolls entschieden. Daher hat das Johann Heinrich von Th\u00fcnen-Institut im Auftrag des BMELV die &#8220;Inventurstudie&#8221; durchgef\u00fchrt. Diese liefert \u2013 erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung \u2013 einen \u00dcberblick zum Holzzuwachs und Holzeinschlag sowie zur Entwicklung des Holzvorrats in ganz Deutschland. Die Studie enth\u00e4lt damit eine &#8220;Er\u00f6ffnungsbilanz&#8221; der Kohlenstoffvorr\u00e4te im deutschen Wald f\u00fcr die Verpflichtungsperiode, die von 2008 bis 2012 l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Am 9. Oktober 2009 werden das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und das Johann Heinrich von Th\u00fcnen-Institut gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat die Ergebnisse der Inventurstudie im Airport Conference Center am Flughafen Frankfurt\/Main vorstellen.<\/p>\n<p>Zur &#8220;Inventurstudie 2008&#8221; erscheint am 19. Oktober 2009 ein Schwerpunktheft der Zeitschrift &#8220;AFZ \u2013 Der Wald&#8221;. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>&#8220;Die Inventurstudie zur Kohlenstoff-Bilanz des deutschen Waldes belegt: Wald und Holz sch&uuml;tzen unser Klima&#8221;, sagte Bundesministerin f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner heute in<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[2983,6286,338,64],"class_list":["post-11934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-arbeitsgemeinschaft-rohholzverbraucher-agr","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-deutscher-forstwirtschaftsrat-dfwr","supplier-johann-heinrich-von-thuenen-institut-vti"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11934\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11934"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}