{"id":11901,"date":"2009-08-12T00:00:00","date_gmt":"2009-08-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090812-05n"},"modified":"2009-08-12T00:00:00","modified_gmt":"2009-08-11T22:00:00","slug":"forschung-katalytische-verfahren-fuer-rohstoffe-und-energie-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschung-katalytische-verfahren-fuer-rohstoffe-und-energie-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Forschung: Katalytische Verfahren f\u00fcr Rohstoffe und Energie aus nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Fraunhofer-Projektgruppe &#8220;Katalytische Verfahren f\u00fcr eine nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe&#8221; hat am 1. August 2009 ihre Arbeit aufgenommen. Die Gruppe wird von Prof. Volker Sieber, Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Chemie Biogener Rohstoffe an der TU M\u00fcnchen (TUM) geleitet und ist am Wissenschaftszentrum Straubing angesiedelt. Sie ist dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart unter Leitung von Prof. Thomas Hirth zugeordnet. Die Forscherinnen und Forscher der neuen Fraunhofer Projektgruppe arbeiten eng vernetzt mit dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Chemische Technologie ICT und mehreren Lehrst\u00fchlen der TUM.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090812-05\/3a008ca499.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Pickroboter, wie er in der industriellen Biotechnologie <br \/>verwendet wird. Bild: Fraunhofer IGB&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Pickroboter, wie er in der industriellen Biotechnologie <br \/>verwendet wird. Bild: Fraunhofer IGB<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Vor dem Hintergrund der Ressourcenverknappung, der damit einhergehenden steigenden Roh\u00f6lpreise, der immer strengeren Umweltgesetzgebung und des zunehmenden weltweiten Strebens nach nachhaltiger Entwicklung gewinnt die nachhaltige Gestaltung von Prozessen und Produkten insbesondere in Industriebereichen wie Chemie, Kraftstoffe und Energie an Bedeutung. Die Chemische Industrie konzentriert sich dabei zunehmend auf die st\u00e4rkere Nutzung nachwachsender Rohstoffe und die Einbeziehung biotechnologischer Verfahren.<\/p>\n<p>Ausgehend von einem derzeitigen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen von circa 10 bis 12% an der Rohstoffbasis der deutschen chemischen Industrie, ist bis zum Jahr 2020 mit einem Anstieg auf 20% zu rechnen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Entwicklung neuer chemo- und biokatalytischer Verfahren und deren Verkn\u00fcpfung zu. Vor diesem Hintergrund wurde jetzt die Fraunhofer-Projektgruppe &#8220;Katalytische Verfahren f\u00fcr eine nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe&#8221; im besagten katalytischen Arbeitsbereich in Straubing etabliert.<\/p>\n<p>Ziel der Projektgruppe ist es, neue Methoden zu entwickeln und anzuwenden, Katalysatoren und katalytische Prozesse zu etablieren, die eine umfassendere Nutzung pflanzlicher Biomasse in der chemischen Industrie erm\u00f6glichen. Zentrale Bedeutung haben dabei Verfahren der sog. wei\u00dfen oder industriellen Biotechnologie. Die angewandte Forschung und die angestrebte Technologieentwicklung innerhalb der Projektgruppe sollen dem bayerischen Wirtschaftsraum in den Bereichen Chemie, Biotechnologie und Verfahrenstechnik neue Impulse geben. Daraus resultiert nat\u00fcrlich auch ein Wettbewerbsvorsprung f\u00fcr die bayerische Industrie.<\/p>\n<p>Straubing ist als Standort f\u00fcr die Fraunhofer-Projektgruppe besonders geeignet. Durch eine stark ausgepr\u00e4gte Land- und Forstwirtschaft in der n\u00e4heren Umgebung stehen nachwachsende Rohstoffe in gro\u00dfen Mengen aus lokalem Anbau zur Verf\u00fcgung. Zus\u00e4tzlich ist Straubing mit seinem Industriepark Straubing-Sand und dem Hafen ein Umschlagsplatz f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe aus Osteuropa. In Zusammenarbeit mit einigen chemischen Unternehmen im bayerischen Chemiedreieck sowie im Industriepark Linz hat die gesamte Region das Potential, Vorreiter einer nachhaltigen Chemieproduktion zu werden.<\/p>\n<p>Untergebracht ist die Gruppe, die in den n\u00e4chsten anderthalb Jahren auf 10 Mitarbeiter und 5 bis 10 Doktoranden anwachsen soll, vor\u00fcbergehend in den R\u00e4umen des Neubaus vom Wissenschaftszentrum Straubing (WZS). Durch die enge fachliche und wissenschaftliche Anbindung der Gruppe an das WZS, speziell an die TU M\u00fcnchen, sind optimale Rahmenbedingungen f\u00fcr einen guten Start gegeben. Die Projektgruppe ist vorerst auf vier Jahre befristet. F\u00fcr den Aufbau werden vom Land Bayern f\u00fcnf Millionen Euro aus dem Programm BayernFit \u2013 Forschung, Innovation, Technologie bereitgestellt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Fraunhofer-Projektgruppe &#8220;Katalytische Verfahren f&uuml;r eine nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe&#8221; hat am 1. August 2009 ihre Arbeit aufgenommen. 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