{"id":11900,"date":"2009-08-12T00:00:00","date_gmt":"2009-08-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090812-02n"},"modified":"2009-08-12T00:00:00","modified_gmt":"2009-08-11T22:00:00","slug":"oelpalme-papier-aus-ernteabfaellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oelpalme-papier-aus-ernteabfaellen\/","title":{"rendered":"\u00d6lpalme: Papier aus Ernteabf\u00e4llen"},"content":{"rendered":"<p><b>Ernteabf\u00e4lle von Palm\u00f6l-Plantagen sind ein gleichwertiger Rohstoff zur Papierproduktion und erm\u00f6glichen im Gegensatz zu Holz als Rohstoff einen \u00f6kologisch sinnvollen Produktionsprozess. Ein entsprechendes Verfahren hat die Thai Gorilla Pulp LTD. nach sechs Jahren Forschung und Entwicklung nun in ihrer Pilotfabrik im thail\u00e4ndischen Rayong umgesetzt.<\/b><\/p>\n<p>Dort wird seit diesem Jahr &#8220;baumloses&#8221; Papierpulp, der Grundstoff zur Papierproduktion, hergestellt, das in Qualit\u00e4t und Preis dem bisherigen &#8220;baumhaltigen&#8221; Grundstoff gleichwertig ist.<\/p>\n<p>Circa 95 Prozent des weltweiten Papierbedarfs wird aktuell auf Kosten von Baumbest\u00e4nden gedeckt. Mit der Verwendung von Ernteabf\u00e4llen von Palm\u00f6l-Plantagen hat die Thai Gorilla Pulp Ltd. zu dieser \u00f6kologisch schwerwiegenden Abh\u00e4ngigkeit vom Rohstoff Holz nun eine ernsthafte Alternative geschaffen. &#8220;\u00d6kologisch sinnvolle Produkte haben nur dann eine Chance, wenn sie preislich und technisch mindestens gleichwertig sind \u2013 unser Pulp ist preislich sogar besser aufgestellt&#8221;, ist Markus Graf Matuschka von Greiffenclau, CEO der Thai Gorilla Pulp Ltd., \u00fcberzeugt. &#8220;Diese Entwicklung bereitet der bisher zwangsweise wenig \u00f6kologisch arbeitenden Papierindustrie den Weg hin zu einer nachhaltigen und umweltbewussten Produktion eines Produktes, dessen Nachfrage weiterhin rasant steigt.&#8221;<\/p>\n<p><b>Zielmarkt Asien<\/b><br \/>Wurden die Ernteabf\u00e4lle bisher als nutzlos angesehen und einfach verbrannt, ist nun ein wertvoller Rohstoff und interessantes Handelsgut entstanden, das der Palm\u00f6l-Plantagenwirtschaft neue Einnahmequellen erm\u00f6glicht und Investoren Anlageoptionen bietet. &#8220;Jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, den Markt arbeiten und die unternehmerische Initiative der Palm\u00f6l-Erzeuger und Plantagenbesitzer greifen zu lassen&#8221;, erl\u00e4utert Graf Matuschka. So wird gerade der asiatische Markt, der 80 Prozent des Papierbedarfs nur durch Importe decken kann, von den Investitionen der Thai Gorilla Pulp in Thailand profitieren.<\/p>\n<p>Neben dem asiatischen Markt werden auch deutsche und andere ausl\u00e4ndische Unternehmen profitieren, die mit eigenen Standorten in Asien vertreten sind und bisher an die Importpreise gebunden waren. &#8220;Dadurch, dass \u00f6kologisches, baumloses Papierpulp nun vor Ort produziert werden kann, entfallen Importe aus Regionen wie Skandinavien und somit tausende Kilometer Transportweg. Das spart Kosten und entlastet die Umwelt&#8221;, betont Graf Matuschka.<\/p>\n<p><b>Palm\u00f6labf\u00e4lle k\u00f6nnten 12% des Papierbedarfs decken<\/b><br \/>Das Marktpotential f\u00fcr den neuen Rohstoff ist gegeben. Thai Gorilla Pulp hat ermittelt, dass die Ernteabf\u00e4lle aller bereits bestehenden Palm\u00f6l-Plantagen ausreichen w\u00fcrden, um bereits jetzt zw\u00f6lf Prozent des j\u00e4hrlichen Papierbedarfs weltweit decken zu k\u00f6nnen. &#8220;Um dieses Potential auszusch\u00f6pfen, m\u00fcssen nun umfassende Investitionen get\u00e4tigt und Fabriken entsprechender Gr\u00f6\u00dfe gebaut werden&#8221;, erl\u00e4utert Graf Matuschka. So kostet der Aufbau einer Fabrik mit einem t\u00e4glichen Produktionsvolumen von 200 Tonnen Papierpulp ca. 12 Millionen US-Dollar und w\u00fcrde in der aktuellen Marktlage innert 15 Monaten ab Produktionsaufnahme den Return on Investment erwirtschaften. &#8220;Qualitativ und preislich kann sich unser &#8220;baumloses&#8221; Papier durchsetzen. Dazu bedarf es nun aber der n\u00e4chsten Schritte, damit baumloses Papierpulp kein niedliches Nischenprodukt f\u00fcr Idealisten bleibt, sondern eine echte und sichtbare Alternative wird.&#8221;<\/p>\n<p>Wie Markus Graf Matuschka von Greiffenclau im Gespr\u00e4ch mit IFRA erl\u00e4utert, stellt das Unternehmen &#8220;unbleached paper pulp&#8221; her, also ungebleichten Zellstoff. Nat\u00fcrlich k\u00f6nne man Gorilla Pulp auch bleichen. Der Zellstoff erf\u00fcllt die kanadischen Standards und wird derzeit zur Packpapierproduktion verwendet. <\/p>\n<p>Der Zellstoff wird zu 100% von der Thai Paper Mill, Rayong in Thailand gekauft. Thai Gorilla Pulp hofft, f\u00fcr die Endprodukte des weiter verarbeiteten Zellstoffs auch Kunden in Europa zu finden. Im Moment verkauft die Thai Paper Mill an ihre Kunden im asiatischen Raum.<\/p>\n<p><b>\u00dcber Thai Gorilla Pulp<\/b><br \/>Die Thai Gorilla Pulp LTD. hat ein Verfahren zur Herstellung von Papier aus Ernteabf\u00e4llen von Palm\u00f6l-Plantagen entwickelt und f\u00fchrt seit 2009 die weltweit einzige Fabrik in Thailand. Die Thai Gorilla Pulp LTD. ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Pulp GreenTec Holding AG in Liechtenstein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ernteabf&auml;lle von Palm&ouml;l-Plantagen sind ein gleichwertiger Rohstoff zur Papierproduktion und erm&ouml;glichen im Gegensatz zu Holz als Rohstoff einen &ouml;kologisch sinnvollen Produktionsprozess. 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