{"id":11875,"date":"2009-08-27T00:00:00","date_gmt":"2009-08-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090827-03n"},"modified":"2009-08-27T00:00:00","modified_gmt":"2009-08-26T22:00:00","slug":"bioenergiemarkt-deutschland-dbfz-und-oeko-institut-blicken-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioenergiemarkt-deutschland-dbfz-und-oeko-institut-blicken-in-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Bioenergiemarkt Deutschland: DBFZ und \u00d6ko-Institut blicken in die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) und das \u00d6ko-Institut haben eine Studie zur mittelfristigen Zukunft des deutschen Bioenergie-Marktes durchgef\u00fchrt. Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien berichtet, prognostiziert die Studie &#8220;IEA Bioenergy Task 40: Country Report Germany&#8221; prognostiziert bis zum Jahr 2020 eine Zunahme der Biomasse-Heizkraftwerke in Deutschland um nahezu 100%. Auch f\u00fcr den Biogasbereich und die Bioethanolproduktion werden deutliche Zuw\u00e4chse vorhergesagt. Insgesamt wurden demnach im Jahr 2008 858 PJ Bioenergie verbraucht. Einsatzbereich der Bioenergie sei dabei momentan haupts\u00e4chlich die Strom- und W\u00e4rmeproduktion.<\/b><\/p>\n<p>Im Jahr 2008 waren insgesamt 220 Anlagen installiert, die aus Biomasse Strom erzeugten. Die Gesamtkapazit\u00e4t lag bei 1200 MWel. 95% dieser Anlagen erhielten eine Einspeiseverg\u00fctung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die verbleibenden 5% erhielten keine Einspeiseverg\u00fctung, weil sie entweder Strom f\u00fcr den Eigenverbrauch produzierten oder mit einer Anlagengr\u00f6\u00dfe von [20 MWel nicht unter die F\u00f6rderung fallen. Momentan seien weitere 52 neue Biomasseheizkraftwerke im Bau oder in der Planungs- und Genehmigungsphase. Die Studie geht weiterhin davon aus, dass bis 2020 die gesamte elektrische Kapazit\u00e4t der Biomasseheizkraftwerke auf 3200 MWel ansteigen wird, da vermehrt auch Holzvergasungstechnologien das Anlagenspektrum erweitern.<\/p>\n<p>Im entsprechenden Ma\u00dfe soll auch die W\u00e4rmenutzung ansteigen. Hier geht die Studie von 15,5 Terrawattstunden (TWh) bis 2020 aus. In diesem Zusammenhang wird auch von einer verst\u00e4rkten Nutzung von ORC-Anlagen ausgegangen. Im Bereich der festen Biomasse seien momentan 55 Anlagen in Betrieb, 12 weitere bef\u00e4nden sich im Bau. Anlagen mit einer Kapazit\u00e4t von [5 MWel nutzen hier eher Waldholz (50%) und nur etwa ein Viertel nutzen neben Altholz auch Reststoffe. Nur 20%v der Anlagen dieser Gr\u00f6\u00dfenordung nutzen nur Altholz. Bei gr\u00f6\u00dferen Anlagen sieht die Verteilung etwas anders aus: Hier werden nur etwa 18% der Anlagen mit Waldholz und Lanschaftspflegeholz betrieben. \u00dcber 50% dagegen nutzen nur Altholz.<\/p>\n<p>Bedingt durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wird auch im Biogas-Bereich mit Wachstum gerechnet. Bis 2020 soll eine Kapazit\u00e4t von 3635 MWel installiert sein. Hiervon werde etwa ein Drittel ins Erdgasnetz eingespeist. Von dem eingespeisten Bioerdgas werden wiederum etwa 10% im Transportsektor genutzt. Die Anbaufl\u00e4che der Biogas-Rohstoffe werde sich auf ca. eine Million Hektar erweitern. Die W\u00e4rmenutzung im Biogas-Bereich werde sich sch\u00e4tzungsweise von etwa 4 TWh (2008) auf 13 TWh (2020) erweitern.<\/p>\n<p>Im Bereich der Biokraftstoffe sehe die Entwicklung etwas differenzierter aus. Die Bioethanol-Produktion werde sich von 0,64 Mio. Tonnen (2008) auf ca. 0,9 Mio. Tonnen (2020) steigen. Vor allem den Biokraftstoffe der zweiten Generation, z.B. der Produktion von Bioethanol aus Zellulose, werden Zuwachsraten aufweisen. So geht die Studie davon aus, dass bis 2020 auch etwa 0,9 Mio. Tonnen Bioetanol aus Zellulose produziert werden. R\u00fcckg\u00e4ngig sei hingegen die Biodiesel-Produktion. in 2008 wurden noch etwa 2,7 Mio. Tonnen produziert. Bis 2020 soll die Produktionsmenge auf etwa 2,1 Mio. Tonnen j\u00e4hrlich zur\u00fcckgehen. Weiterhin geht die Studie davon aus, dass bis 2020 auch 0,6 Mio. Tonnen BTL (Biomass-to-Liquid) produziert werden. Auch der Verbrauch und die Produktion von Pflanzen\u00f6len sei r\u00fcckg\u00e4ngig (2008 noch 0,36 Mio. Tonnen). Insgesamt soll der Verbrauch von Biokraftstoffen bis 2020 von 3,7 auf etwa 5,4 Mio. Tonnen ansteigen.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Internetauftritt: <a href=\"http:\/\/ww.bioenergytrade.org\/\" >IEA Bioenergy Task 40 Bio-energy trade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bioenergytrade.org\/downloads\/germanycroekodbfz2009ieabiot40.pdf\" >IEA Bioenergy Task 40: Country Report Germany 2009<\/a> (PDF-Dokument, englisch)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) und das &Ouml;ko-Institut haben eine Studie zur mittelfristigen Zukunft des deutschen Bioenergie-Marktes durchgef&uuml;hrt. 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