{"id":118706,"date":"2022-11-16T07:08:00","date_gmt":"2022-11-16T06:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=118706"},"modified":"2022-11-15T08:39:44","modified_gmt":"2022-11-15T07:39:44","slug":"agrarkommissar-fordert-mehr-eu-gelder-fur-die-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/agrarkommissar-fordert-mehr-eu-gelder-fur-die-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Agrarkommissar fordert mehr EU-Gelder f\u00fcr die Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Die EU verf\u00fcgt derzeit \u00fcber eines der weltweit umfangreichsten Subventionsprogramme f\u00fcr die Landwirtschaft im Wert von 270 Milliarden Euro, was einem Drittel des EU-Haushalts entspricht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-11.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-118708\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-11.jpeg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-11-300x169.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-11-150x84.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-11-768x432.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-11-400x225.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>&#8220;Langfristig gesehen wird es unm\u00f6glich sein, die Ern\u00e4hrungssicherheit mit einem so kleinen Budget zu gew\u00e4hrleisten&#8221;, warnte EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski in einem Interview mit EURACTIV. [Alain ROLLAND &#8211; European Union 2022]<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Laut Wojciechowski reicht dies jedoch nicht aus, um die zahlreichen Krisen zu bew\u00e4ltigen, mit denen der Sektor in Zukunft konfrontiert sein d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir brauchen eine st\u00e4rkere GAP, was bedeutet, dass wir auch mehr Mittel im GAP-Budget brauchen\u201c, sagte er am Rande einer Anh\u00f6rung im Europ\u00e4ischen Parlament diese Woche.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kommissar betonte, dass sich der Sektor in den letzten Jahren infolge der Corona-Pandemie und der russischen Invasion der Ukraine in einer \u201efast permanenten Krise\u201c befunden habe und warnte, dass dies ein \u201eernsthaftes Risiko\u201c f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit darstelle.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLangfristig gesehen wird es unm\u00f6glich sein, die Ern\u00e4hrungssicherheit mit einem so kleinen Budget zu gew\u00e4hrleisten\u201c, warnte er und kritisierte die Tatsache, dass das derzeitige GAP-Budget, das 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU ausmacht, im Vergleich zu anderen Politikbereichen wie der milit\u00e4rischen Sicherheit hinten ansteht, wo der Wert mittlerweile bei mehr als zwei Prozent liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist unsere Herausforderung \u2013 eine st\u00e4rkere GAP f\u00fcr die Zeit nach 2027\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Krisenfonds soll n\u00e4chstes Jahr aktiviert werden<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Kommissar sollte die gleiche Logik auf die Krisenreserve in der ausgedehnt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fonds \u2013 der im April zum ersten Mal aktiviert wurde \u2013 kann zur Finanzierung au\u00dfergew\u00f6hnlicher Ma\u00dfnahmen verwendet werden, um Marktst\u00f6rungen zu begegnen, die die Produktion oder den Vertrieb beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das reiche nicht aus, um die Landwirt:innen in schwierigen Zeiten zu unterst\u00fctzen, so der Kommissar.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas sind nur 500 Millionen Euro, gerade einmal drei Euro pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfl\u00e4che in der EU\u201c, erkl\u00e4rte er und betonte, dass es \u201enicht genug Instrumente in der GAP\u201c gebe, um eine Krise zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher m\u00fcssen die Landwirt:innen der Zukunft auch mit \u201emehr Instrumenten f\u00fcr das Krisenmanagement\u201c ausgestattet werden, sagte der Kommissar und f\u00fcgte hinzu, dass der Krisenreservefonds \u201ewahrscheinlich auch im n\u00e4chsten Jahr aktiviert werden wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">GAP-Mittel weiterhin auf Landwirtschaft konzentrieren<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Kommissar \u00e4u\u00dferte au\u00dferdem die Bef\u00fcrchtung, dass das derzeitige GAP-Budget \u2013 das zunehmend auch dazu genutzt wird, die Ziele der wichtigsten EU-Lebensmittelpolitik, der \u201eFarm-to-Fork\u201c-Strategie, zu finanzieren \u2013 zu knapp ausfalle.<\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00fcndigte die EU-Kommission im Juli an, dass die GAP abge\u00e4ndert werden solle, um die Pl\u00e4ne zur Reduzierung des&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/section\/agriculture-food\/news\/agrifood-brief-surprise-surprise\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Einsatzes von Pestiziden zu finanzieren<\/a>. K\u00fcrzlich wurde zudem ein Entwurf der bevorstehenden Mitteilung \u00fcber D\u00fcngemittel der EU ver\u00f6ffentlicht, der ebenfalls stark auf GAP-Mittel setzt, um den Sektor gegen die D\u00fcngemittelkrise abzusichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wojciechowski r\u00e4umte zwar ein, dass die D\u00fcngemittelindustrie Teil des breiteren Agrar- und Lebensmittelsektors der EU sei, die Finanzierung von D\u00fcngemitteln solle aber anderswo herkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas GAP-Budget sollte an erster Stelle ein Budget f\u00fcr die Landwirt:innen sein\u201c, sagte er. So sei er \u201egenerell dagegen\u201c, GAP-Mittel f\u00fcr Ziele auszugeben, die nicht direkt Landwirt:innen zugutek\u00e4men.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn erster Linie sollten die Landwirt:innen durch den GAP-Haushalt unterst\u00fctzt werden\u201c, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen forderte der Kommissar \u201emehr Synergien\u201c zwischen der GAP und anderen politischen Ma\u00dfnahmen wie der Koh\u00e4sionspolitik und dem Konjunkturfonds und betonte, dass diese sich gegenseitig erg\u00e4nzen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gleiche gelte f\u00fcr die Zukunft des Fonds f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums, der derzeit im Rahmen der GAP finanziert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser \u201esollte auch aus anderen Fonds finanziert werden, wie dem Koh\u00e4sions- und dem Konjunkturfonds\u201c, sagte er und betonte, dass die GAP-Mittel spezifisch genutzt werden sollten, um Landwirt:innen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EU-Parlament als \u201aausgleichende Kraft\u2018<\/h3>\n\n\n\n<p>Unterdessen sprach sich der Kommissar auch f\u00fcr eine starke Rolle des Europ\u00e4ischen Parlaments bei der Reform der Agrarsubventionspolitik aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich habe das Parlament ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, \u201eden nachhaltigen Ansatz auf der einen Seite und den Fokus auf die Produktivit\u00e4t auf der anderen Seite\u201c gegeneinander auszubalancieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Parlament habe auch eine Schl\u00fcsselrolle bei der Wahrung des \u201egemeinsamen\u201c Elements der GAP gespielt, nachdem die letzte Reform, die den Mitgliedstaaten mehr Flexibilit\u00e4t bieten sollte, Gefahr gelaufen sei, \u201emehr national als gemeinsam auszufallen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAber wir haben dieses Risiko vermieden, und das war die sehr wichtige Rolle des Parlaments\u201c, schloss er.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU verf\u00fcgt derzeit \u00fcber eines der weltweit umfangreichsten Subventionsprogramme f\u00fcr die Landwirtschaft im Wert von 270 Milliarden Euro, was einem Drittel des EU-Haushalts entspricht. Laut Wojciechowski reicht dies jedoch nicht aus, um die zahlreichen Krisen zu bew\u00e4ltigen, mit denen der Sektor in Zukunft konfrontiert sein d\u00fcrfte. \u201eWir brauchen eine st\u00e4rkere GAP, was bedeutet, dass [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":105,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Die k\u00fcnftige Gemeinsame Agrarpolitik m\u00fcsse finanziell aufgestockt werden, um Krisen besser bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, so EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski im Interview mit EURACTIV. 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